1. #1
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    Immer reicher?


    Immer reicher?

    Champagner! "Prost!"
    Die Herren stießen an.
    "Von früh bis spat....."
    Steil steigt der Aktienkurs.

    Einen Bauern gekauft,
    geopfert auf dem Altar
    des Goldenen Kalbs.
    Mit ausgefeilten Schlichen
    lebendige Wirklichkeiten
    platt gewalzt und vergiftet.

    Jetzt sind auch Reiche
    ärmer geworden.
    Millionen Geschöpfen,
    auch Honigbienen, drohen
    weiter Lähmung und Morden.
    Wilde Kräuter werden
    resistent, Gift im Fleisch
    auswuchernd brennt.

    Wer, was wird uns trösten,
    wenn weniger Vögel singen,
    der Frühling stummer?
    Wer wird die Rechnung begleichen?

    Tandaradei! Ende der Litanei!
    Amen!
    Geändert von Carolus (29.11.2017 um 11:59 Uhr)

  2. #2
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    Ja, schlimmer noch: Wer wird uns trösten, was kann uns helfen, wenn keine Vögel mehr singen, wenn es egal ist, ob die Rechnung überhaupt noch beglichen wird? Wenn es heissen wird: Zu spät!
    Silesio
    Einst viele Reisen in die Weiten der Welt,
    nun häufiger auf der Reise in die Tiefen des Ich

  3. #3
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    Hallo Sllesio,

    du schreibst: "Wenn keine Vögel mehr singen." Ich schrieb: "Wenn weniger Vögel singen." Du denkst die derzeitige Entwicklung linear zu Ende. "Wer wird uns trösten, was kann uns helfen...wenn es heißen wird: Zu spät!"

    Ob es so heißen wird ist noch (!) offen. Zwar werden alle den Preis für die bisherigen Fehlentwicklungen bezahlen müssen, aber "Wo viel Schatten, da viel Licht." Viele Jüngere erarbeiten neue Formen des Zusammenlebens im Einklang mit Natur und Ambiente, und das bereits international.
    Wesentliche Änderungen gehen in der Regel von Einzelnen und Minderheiten, nicht vom Mainstream aus. Die Motivation kommt aus Wissen und Gewissen. Das ist keinesfalls elitär, eher avantgardistisch.

    In diesem Sinne, hoffnungsorientiert
    Carolus

  4. #4
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    Hallo Carolus, dein Beitrag in Gottes Ohr.
    Obwohl ich sicher viel älter bin als du, mache ich mir schreckliche Sorgen um die zukünftige Bewohnbarkeit dieses Planeten. In all den Schatten sehe ich immer weniger Licht. Die letzte Klimakonferenz in Bonn hat ausser Worten und guten Vorsetzen auch kaum etwas gebracht. Nein, ausser Spesen nichts gewesen.
    Ich selbst werde es nicht mehr so lange machen, und Schweden ist von der Natur sehr begünstigt. Worum ich mir aber ernste Sorgen mache, sind meine Kinder und noch viel mehr meine Enkel.
    In diesem Sinne, ziemlich pessimistisch in die Zukunft schauend
    Silesio
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  5. #5
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    Hallo Carolus!

    Da sind viele interessante Ansätze versammelt, die auch in ihrer Zusammensetzung gut zusammenpassen. Trotzdem wirkt es auf mich noch etwas unstrukturiert, auch wenn ich nicht genau mit dem Finger drauf zeigen kann warum. Ein, zwei kleine Fehlerchen:
    "Von früh bis spat....."
    spät
    drohen weiter Lähmung und Morden
    droht Lähmung und Mord

    In Sachen Pessimismus bin ich leider ganz bei silesio...

    LG
    k

  6. #6
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    Guten Abend, Klaatu!

    Mich freut, dass du vorbeigeschaut hast und mit dem Gedicht etwas anfangen kannst ("viele interessante Ansätze..., die auch in ihrer Zusammensetzung gut zusammenpassen.").

    "Von früh bis spat...." ist im Zusammenhang zu sehen. "Die Herren (von Montsanto) stießen an", weil jetzt Umsatz und Gewinne für weitere fünf Jahre "Glyphosat" gesichert scheinen. in der die Leerstelle mit den Pünktchen wäre das Wort "Glyphsat" vom Leser zu ergänzen.

    "drohen weiter Lähmung und Morden". ich halte diese Formulierung nicht für einen Fehler. Zwar gebraucht man den Singular Präsens bei einer Formulierung wie "Es gibt Mord und Totschlag.", Ich meine, da wir hier zwei völlig verschiedene Begriffe ("Lähmung und Morden") haben, müsste
    das Verb auch im Plural stehen.

    "In Sachen Pessimismus bin ich leider ganz bei silesio...", ich nicht, da Pessimismus leicht die Freude am Leben und den Einsatz für eine menschenwürdige Welt für Kinder und Kindeskinder dämpfen bzw. lähmen kann.

    Danke für deinen Beitrag!
    Lieben Gruß
    Carolus

  7. #7
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    Hallo, Pessimismus - Optimismus. Ich finde, Pessimisten sind Realisten. Während Optimisten sich selbst manches schön reden oder von andern Schön reden lasssen, sich also etwas vormachen, was nicht ist, sind Pessimisten näher an der Sache dran. Wenn sie sich durch das, was sie sehen, nicht lähmen lassen, werden sie viel konsequenter versuchen, die Übel zu beheben.
    Aber ob das so ist und wie es wirklich ist, darüber wird man endlos streiten können
    Silesio
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