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Thema: Vorsicht!

  1. #1
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    Vorsicht!

    .

    Vorsicht, Trep-pep-pep-plautz! Ein teuflischer Spaß für das Warnschild.




    Alte Version:

    Vorsicht, Trep-pep-pep-plautz! (Erläuterung: Lies nicht das Warnschild!)

    .
    Geändert von Claudi. (03.12.2017 um 07:05 Uhr)
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  2. #2
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    Hi du mein Nachtvogel, Erlaeuterung: Da hat's dich also auf den Arsch gehauen. Ich hoffe, zumindest am Arbeitsplatz! LG, dein Lorenz
    ausgezogen
    um die welt zu sehen - der versuchung zu entgehen - und sich selber zu verstehen
    lebenslinien wie mäander - führten beide zueinander - wurden voneinander
    angezogen

  3. #3
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    Hi, Du mein Schnucki, nene! Nicht, dass mir solche Pannen noch nicht passiert wären, an einen Treppensturz kann ich mich momentan nicht erinnern, jedenfalls nicht im Erwachsenenalter. Aber eins solltest Du Dir unbedingt hinter die Ohren schreiben: Unterstelle nie einem Autor, dass sein Stoff biografisch ist, und setzte ihn nie mit dem Lyrischen Ich gleich. Das ist streng verboten!

    Es gibt natürlich Verfasser, die eigene Erlebnisse in Gedichten bearbeiten und das auch öffentlich machen wollen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Für Kommentierende sind solche Spekulationen aber tabu. Und ich finde das gut so!

    Dir werde ich diesen Tritt ins Fettnäpfchen aber nochmal verzeihen.

    LG Claudi
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  4. #4
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    Danke Claudi, bin anderer Meinung, was unserer Liebe aber nichts anhaben kann. Fuer mich wird's immer (nur) dein Arsch bleiben. Dein Lorenz
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  5. #5
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    Hexameter sind tückisch, da ist schon mancher auf seinen Vier Buchstaben gelandet: auf "lies" zum Beispiel. Ist es stark genug, um das "nicht" unten zu halten?
    Kaspar

  6. #6
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    Zitat Zitat von kaspar praetorius Beitrag anzeigen
    Hexameter sind tückisch, da ist schon mancher auf seinen Vier Buchstaben gelandet: auf "lies" zum Beispiel. Ist es stark genug, um das "nicht" unten zu halten?
    Kaspar
    hi Kaspar,
    Natürlich ist es stark genug, es zwingt das >nicht< allein aufgrund seiner Stellung runter.

    Vor/sicht, Trep-pep-pep-plautz! (Er/läu/ter/ung: Lies nicht das Warn/schild!)

    >Erläuterung< hat ja 2 unbetonte Silben am Ende, so dass gleich beim erstmaligen lesen >Lies< anhebt und aufgrund seiner Stellung am Versfuß eine bukolische Dihärese bildet. .....xXxx-XxxXx.

    Wie man/frau nun >pep< betonen sollte, obliegt vermutlich dem Leser selbst.

    lg

  7. #7
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    i ch habe mal unter dihärese gegoogelt und beispiele gefunden.
    aber keines, wo auf die betonte Silbe nach der bukolischen dihärese gleich ein einsilbiges wort, das ebenfalls betont werden kann, folgt.
    vielleicht lässt du nun die beispiele folgen, die zu deiner argumentation passen?
    danke
    kaspar

    zu Silbenlängen habe ich noch folgendes gefunden:
    Folgende Hauptregel gilt:
    Eine Silbe ist lang, wenn sie
    (1) einen naturlangen Vokal oder einen Diphthong enthält oder
    (2) geschlossen ist.

    Bei Vorsicht von Claudi berücksichtigt und angewendet, bei Lies nicht eben gerade nicht.

    pep-pep muss man wohl eher so schreiben: -ep-ep, damit keiner hier zwei geschlossene silben sieht?
    Geändert von kaspar praetorius (30.11.2017 um 22:17 Uhr)

  8. #8
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    Hi Kaspar,

    Hexameter sind tückisch, da ist schon mancher auf seinen Vier Buchstaben gelandet: auf "lies" zum Beispiel. Ist es stark genug, um das "nicht" unten zu halten?
    metrisch hat Fietje es ja schon begründet und auch prosodisch rangiert das Verb für mich klar vor der Negationspartikel (der ich etwa den Rang eines Adverbs gebe). Die beiden Wortarten, die ein Verb in die Senkung zwingen können, sind nur Substantiv und Adjektiv, z.B. in "Klaus spielt Schach" oder "Klaus spielt gut". Gegenüber allen anderen Wortarten wiegt das Verb schwerer und gehört auf die Hebung. Deine Längenbetrachtungen sind hier nur ein weiteres (im Deutschen aber zweitrangiges!) Kriterium, das eigentlich erst bei der Gegenüberstellung gleichrangiger Wortarten ins Gewicht fällt. Das habe ich schon öfter versucht, Dir zu erklären, aber Du bist anscheinend anderer Auffassung. Macht ja nichts, nur komm mir nicht immer wieder mit dem Längenargument als angeblich einzig relevantem Messkriterium. Das gilt für Sprachen mit Längenmetrik wie Altgriechisch und Latein. Im Deutschen wird die Silbenstärke vor allem durch die Tongebung (Akzent) bestimmt.


    Hi Fietje,

    Wie man/frau nun >pep< betonen sollte, obliegt vermutlich dem Leser selbst.
    Ich dachte, da gäbe es keine Missverständnisse. "Trep" hat ja sowieso den Betonungsakzent und "plautz" hatte ich extra schwerer gewählt als die beiden "pep"-Silben, die ich gleichrangig in der Senkung haben wollte.

    Ansonsten hänge ich nicht besonders an diesem bekloppten Monostichon. Gestern fand ich die Erläuterungsidee noch so bescheuert, dass ich mich kaputtgelacht habe. Aber ich glaube, es war eine Eintagsfliege, und ich würde mich nicht wundern, wenn ich den Gag morgen nur noch zum Gähnen finde. Überhaupt scheinen Hexa und Humor schwierig zusammenzugehen. Ob und wie das funktioniert, habe ich noch nicht herausgefunden. Vielleicht eher so?

    Vorsicht, Trep-pep-pep-plautz! Vor Lachen verbiegt sich das Warnschild.

    Vorsicht, Trep-pep-pep-plautz! Was glotzt du, du dämliches Warnschild?

    LG Claudi
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  9. #9
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    o claudi

    wie hab ich dich denn so vergrämt?
    lassen wir doch das längen-ding!

    und schauen wir uns an, was semantisch läuft: das "nicht" entscheidet hier über sein oder nicht sein, und das ist die frage, um die es geht. das verb und seine negation sind in deinem witz absolut nicht gleichwertig. deshalb kann eigentlich nicht das verb der sieger im kampf um den strategischen hügel sein.

    und, falls du das nich aus meiner reaktion herausgelesen hast:
    ich sag es klar und deutlich: ich fand deinen hexameter äusserst witzig und amüsant. er hatte mich so gefangen genommen, dass ich an de ewähnten stelle stutzte. dass ich zu dieser stelle als laie eine frage stellte, möge man mir verzeihen.
    und einfach deinen vers geniessen. weil humor und hexameter sich hier schön verbinden. was ist bei homer denn das zeitlose an seinen versen? der humor, nicht?

    schönen tag dir
    kaspar

  10. #10
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    Liebe Claudi,

    Lies es nicht: geh weiter!
    Lies es nicht: iss es lieber gleich!

    mein Vorschlag:
    Vorsicht, Trepp-pep-pep-plautz! (Erläuterung: Warnschildgefahr!)

    Lg
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  11. #11
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    Esst ruhig, Ihr Lieben! Nur bitte lest nicht, während Ihr Euch der Gefahrenzone nähert. Nicht das Warnschild, nicht die Zeitung und auch nicht Euren Lieblingsroman.
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  12. #12
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    Ihr habt ja alle eine furchtbar lange Leitung! Ich zweifle deswegen jetzt echt an der Eigenen. Mhhh....., L.

    PS: Wird "Eigenen" gross- oder kleingeschrieben? Die eigene Dummheit zu akzeptieren, kann sehr befreiend sein, wussten Sie das?

    PS: okay, hier soll "Eigenen" kleingeschreiben werden, weil ......., danke Claudi , weil's auf etwas Bezug nimmt, das vorher schon definiert wurde, hier eben "Leitung". Alles klar? Ich wusste das echt nicht!, zumindest dachte ich nicht darueber nach und dachte dann, nun, heute schreib ich's mal gross
    Geändert von L A F Strässler (03.12.2017 um 02:24 Uhr)
    ausgezogen
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  13. #13
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    wozu dann die ganze vorlesung? um die leitung künstlich zu verlängern? eschd? dann müsst ich ja über meine dummheit mitlachen...
    kaspar

    edit:
    Auf des alten Göthe Treppe lagen die Silben wohl etwas nuschelig in den Senkungen rum:
    „Blumen reechd de Natur, es wind'd de Kunschd se z'm Kranze“
    Doch bei ihm weiss man wenigstens: Er will uns nicht verarschen wie Caludi.
    Geändert von kaspar praetorius (02.12.2017 um 09:46 Uhr)

  14. #14
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    Zitat Zitat von kaspar praetorius Beitrag anzeigen
    i ch habe mal unter dihärese gegoogelt und beispiele gefunden.
    aber keines, wo auf die betonte Silbe nach der bukolischen dihärese gleich ein einsilbiges wort, das ebenfalls betont werden kann, folgt.
    vielleicht lässt du nun die beispiele folgen, die zu deiner argumentation passen?
    danke
    kaspar
    hi kaspar,

    no problem.

    ich bin aber "etwas" gemein dabei :
    Messias 13. Gesang Vers 475:
    ....
    Als euch Flucht Eloa gebot. - Wählt jetzo, Empörer!"

    etwas einfacher:
    19 Gesang Vers 441:
    Niederknien und dein Heil erwarten. - Geh´du vorüber:
    ...


    Tagelang verschwand ich im Messias um dir antworten zu können, nun mach mir keinen Ärger

    lg
    f

  15. #15
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    O Kaspar, wie beruhigend zu lesen, dass Du Dich wenigstens von Goethe nicht verarscht fühlst. Auch hier nicht?:


    Aber ich konnte nicht denken, daß bald sein liebliches Ufer

    Was sie draußen gesehn und was zu schauen nicht froh macht.

    Echt ostindischen Stoffs; so etwas kriegt man nicht wieder.



    Aber vielleicht von Mörike?:

    Selbst nicht wieder und kann nicht wieder das Mädchen erkennen,

    Aber ihm fehlte der Mut, und er fand nicht wie er beginne.

    Ihre Gesinnung erklärt und gesagt: »Uns stünd es nicht fein an,



    Ich verarsche hier niemanden! Natürlich ist "nicht" ein wichtiges Wort für die Aussage des Textes und kann ohne weiteres auch eine Hebung bekommen, falls es die Silbenumgebung erlaubt. Nur halt nicht mit einem einsilbigen Verb davor. Aber da mir der Erläuterungseinschub nicht mehr gefällt und ich ihn sowieso ersetzt habe, können wir uns vielleicht darauf einigen, dass wir hier einfach unterschiedlicher Meinung sind und das vermutlich bzgl. der Betonung in Einsilberketten noch öfter sein werden.

    LG Claudi
    Geändert von Claudi. (03.12.2017 um 07:08 Uhr)
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