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  1. #1
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    Einwanderungsgesetze


    Einwanderungsgesetze

    ©Hans Hartmut Karg
    2017

    Millionen fiehen vor den eigenen Kriegen,
    Millionen fliehen manchmal vor sich selbst,
    Denn Kriege kommen nicht allein und ohne Zutun,
    Da muss genügend kritisch-aggressiv die Masse sein.

    So sind bei augenblickich mehr als vierzig Kriegen
    Die gleichen Fundamentalisten immer schon im Raum,
    Die andere mit ihrem schlimmen Krampf besiegen
    Und hinterlassen Tod und Schutt, zerstörten Baum.

    Deshalb erwarten wir endlich Gesetze,
    Mit denen wir jene aussperren,
    Die nur gemein und mit Gehetze
    An unseren Gesetzen zerren.

    Das Leid der Flüchtlinge wollen wir lindern,
    Aussperren alle üblen Aggressoren
    Und so das Risiko vermindern,
    Dass auch bei uns der Frieden geht verloren.

    Wir müssen endlich Fundamentalisten dort wegsperren,
    Wo sie heimlich den Tod schon programmieren
    Und Neukriege und großes Leid gebären,
    Weil sie Dumme zum Sprengstofftragen animieren.

    Die Welt ist viel zu schön, als dass mit Toleranz
    Wir weichherzig nur alles hinterlassen,
    Was immer nur hinführt zum Totentanz,
    Weil lieblos Menschen andere Menschen hassen.

    Einwanderungsgesetze müssen deshalb her,
    Damit nicht jenes Netz allein regiert,
    Das uns Detonation und Tod beschert
    Und Mitmenschen zum Dauerkampf verführt.

    *

  2. #2
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    hi,
    ja, manchmal fliehen die menschen
    vor sich selbst
    und vollziehen einen
    totentanz.
    manchmal sind sie bereits im raum.
    für diesen raum würde ich
    trotzdem keine selektionsgrenzen aufbauen wollen
    und schon gar nicht würde ich es gut heißen wollen,
    wenn sie die richtlinien dieser selektion bestimmen würden.



  3. #3
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    Klar, dass man alles sich selbst und dem freien Treiben überlassen kann.
    Wenn wir Probleme nicht mehr lösen, werden uns die Probleme lösen.

  4. #4
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    Millionen fliehen vor den eigenen Kriegen,
    Millionen fliehen manchmal vor sich selbst,

    Dr. Karg, ich hab dich ja hier nicht selten gegen offensichtliche Vorurteile verteidigt.
    Doch wie kann man einerseits den Einfluß des globalen Imperialismus auf Afrika und Asien ignorieren, und sich andererseits über globale Auswirkung auf Deutschland mokieren?! Derartige Argumentationen finde ich ungebildet oder im anderen Falle menschenverachtend!
    Hm...endlich weiß ich, woran mich so viele deiner Texte erinnern: an den Heßling, den Untertan von Heinrich Mann.

    die Welt ist viel zu schön, als dass mit Toleranz
    wir weichherzig nur alles hinterlassen
    ...
    Wie gesagt, deine erdichteten Worte erinnern mich an die Kunstfigur Heßling - nicht an Heinrich Mann, der selbst diese Figur mit viel Toleranzbereich fürs Nachdenken zeichnete.
    Sollte ich dich eventuell wiedermal gegen eventuelles Mobbing verteidigen, dann weil ich mich innerlich der Toleranz verschrieben habe, die auch vor dir nicht stoppt.

    das Leid der Flüchtlinge wollen wir lindern...
    aber nicht verraten, wie.

    Einwanderungsgesetze müssen ... her
    vermutlich mit Null Toleranz.

    Ich teile deine Besorgnis über die aktuellen Einwaderungsströme nach Deutschland. Wer teilt sie nicht?
    Aber du predigst salbungsvoll Haß, der auf Gleichgültigkeit gegenüber dem Los Fremder baut, werter Wortschichter.

    mfg










    Geändert von Artname (06.12.2017 um 14:10 Uhr)
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  5. #5
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    Artname,
    ich ignoriere nichts! Auch habe ich keine Vorurteile! Aber man muss der Wirklichkeit als Wahrheit schon ins Gesicht sehen und überlegen, weshalb es in bestimmten Regionen der Erde andauernd Kriege gibt und anderswo nicht.
    Einwanderungsgesetze könnten vielleicht sogar verhindern, dass dort Kriege entstehen, wo es bisher keine gibt....
    MfG HHK

  6. #6
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    Dr. Karg, weshalb gibt es in Afrika so viel Krieg? Ich meine, weil es ein ausgeplündeter Kontinent ist und weil DAS die Hauptursache für sozialen Unfrieden ist. Profiteure sind vor allem die reichen Länder. Auch Deutschland.

    Und wie siehst Du das?
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  7. #7
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    Artname,
    wenn wir wirklich historisch denken, dürfen wir nicht nur die Kolonialzeit sehen. Da griffe die Erkenntnis zu kurz!
    Es gab ein Afrika auch vor der Kolonialzeit und es gab und gibt ein Afrika auch nach 1960, als die meisten afrikanischen Staaten unabhängig geworden sind. Natürlich gibt und gab es Ausbeutungsmechanismen zu Hauf, das möchte ich nicht in Abrede stellen. Jedoch müssen wir auch wahrnehmen, dass es vor 1460 und nach 1960 solche innerstaatliche Ausbeutungsmechanismen und -kriege gegeben hat und gibt, die mit den "kapitalistischen Ländern" nichts zu tun haben/hatten.
    HHK

  8. #8
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    Ich sehe das etwas anders! Die Mächtigsten rauben die Ärmeren aus. Das ist für mich leider typisch. Früher blieb das meist in nationalen Grenzen und war letztlich immer wieder Anlass für erfolgreiche Umstürze. Danach beruhigte sich die Region wieder. Vorübergehend. - Heute findet diese brutale Ausbeutung global statt. Und der Sturz nationaler Regierungen ändert DARAN nichts. Denn der Status der Räuber ist nun "international". Also verlassen die betroffenen Völker ihre doppelt geknechtete Heimat. Und nun müssen wir in allen Teilen der Welt die Suppe auslöffeln, die uns die Großprofiteure ständig neu einbrocken.

    Neue Einwanderungsgesetze sind nur Pflästerchen auf diesem globalen Schlachtfeld. Ungeeignet, die Kriegsursachen abzustellen. So, wie nach 2007 die nächste Finananzkrise an die Tür klopft, weil wir die Banken nicht bestraften, so klopfen nun Völkerwanderungen an die Tör, weil wir die Superreichen nicht zur Kasse bitten.

    Falls wir in dieser Sicht nicht allzu weit auseinander liegen, gestehe ich dir gern zu, dass du größere Erwartungen an neue Einwanderungsgesetzte hast als ich.
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  9. #9
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    Artname,
    wenn wir immer wieder nur die Schuldfrage stellen, werden wir niemals wirklich Probleme lösen, sondern nur mit den Fingern auf Schuldige zeigen (oder jene, die es sein könnten).
    Es geht hier doch um ein wirkliches Menschheitsproblem. Lösen wir es gemeinsam, können wir überleben. Lösen wir es nicht, gehen wir vor die Hunde!
    LG HHK

  10. #10
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    Eintrag gelöscht!
    ich verzichte hier auf weitere Kommentare.
    Nicht ganz frei nach Valentin: die Gedanken sind frei......
    Geändert von Butenlänner (10.12.2017 um 16:36 Uhr)

  11. #11
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    Hi Butenlänner,

    schade, dass du deine Gedanken gelöscht hast. Die Rechten verlassen sich darauf, dass die Mitte immer müder wird, die dauernenden Angriffe auf den Gedanken der Nächstenliebe zu parieren.

    Dr. Karg, DU stellst doch hier die Schuldfrage. Du forderst schärfere Gesetze, um vermeintlich Schuldige zu bestrafen. dein Titel lautet nicht: "Helfen wir den Ärmeren!" - Nein, er lautet: "Einwanderungsgesetze". Klipp und klar. Oder?
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  12. #12
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    Hallo Dr. Karg,

    Zitat Zitat von Dr. Karg
    wenn wir wirklich historisch denken, dürfen wir nicht nur die Kolonialzeit sehen. Da griffe die Erkenntnis zu kurz!
    Es gab ein Afrika auch vor der Kolonialzeit und es gab und gibt ein Afrika auch nach 1960, als die meisten afrikanischen Staaten unabhängig geworden sind. Natürlich gibt und gab es Ausbeutungsmechanismen zu Hauf, das möchte ich nicht in Abrede stellen. Jedoch müssen wir auch wahrnehmen, dass es vor 1460 und nach 1960 solche innerstaatliche Ausbeutungsmechanismen und -kriege gegeben hat und gibt, die mit den "kapitalistischen Ländern" nichts zu tun haben/hatten.
    Apropos kurze Erkenntnis: Wenn wir wirklich historisch denken, fällt uns vielleicht auch auf, dass es in Europa nicht nur vor 1460, sondern eigentlich bis 1945 ständig Kriege gab. Das sollte uns mal von dem hohen Ross runterholen zu behaupten:
    Zitat Zitat von Dr. Karg
    Aber man muss der Wirklichkeit als Wahrheit schon ins Gesicht sehen und überlegen, weshalb es in bestimmten Regionen der Erde andauernd Kriege gibt und anderswo nicht.
    Es sind also (aber nur wenn man die Jugoslawienkriege großzügig wegrechnet, aber warum eigentlich?) gerade mal 70 Jahre Frieden in Europa. Dafür bin ich dankbar, glaube aber nicht, dass das automatisch so weitergeht, weil wir die besseren Menschen sind. Schauen wir zu anderen möglichen Vorbildern. Vielleicht nach Amerika? Die Vereinigten Staaten können auf noch viel weniger Friedenszeiten zurückblicken (Korea, Vietnam, Irak).

    Und was bewegt dich zu den Annahmen, die Ausbeutung Afrikas habe mit dem Ende der Kolonialzeit aufgehört und Europa hätte nichts mit dem Konfliktpotential im Mittleren Osten zu tun?

    Das Leid der Flüchtlinge wollen wir lindern,
    Aussperren alle üblen Aggressoren
    Und so das Risiko vermindern,
    Dass auch bei uns der Frieden geht verloren.

    Wir müssen endlich Fundamentalisten dort wegsperren,
    Wo sie heimlich den Tod schon programmieren
    Und Neukriege und großes Leid gebären,
    Weil sie Dumme zum Sprengstofftragen animieren.
    Ich halte das nicht nur sprachlich für eine Vollkatastrophe, sondern das ist auch inhaltlich so platt, dass ich heulend mit dem Kopf auf die Schreibtischplatte schlagen möchte.
    Ich habe ja nichts gegen Flüchtlinge, aber... Ich bin ja nicht rechts, aber... Ich bin ja kein Nazi, aber... Ich kann's nicht mehr hören! Du suggerierst dem Leser, dass es einfache Lösungen gäbe, Geflüchtete aufzunehmen und gleichzeitig Terroristen auszusperren. Dabei unterschlägst du, dass viele der Attentäter schon Jahre vor 2015 in Europa bzw. Nordamerika lebten und legst den Leuten gleichzeitig in den Mund, dass man eben keinen mehr reinlassen darf, wenn man die falschen nicht aussortieren kann. Sollen sie doch alle dort bleiben, wo sie sich gegenseitig erschlagen. Ist es das, was du erklären möchtest? Weißt du, was ich glaube?

    Die Fundamentalisten dieser Welt animieren Dumme nicht nur zum Sprengstofftragen, sondern auch zum Schreiben von gefährlichen Texten. In Lyrikerforen. Findest du nicht?

    Gruß VC
    Geändert von Verbalcarpaccio (13.12.2017 um 22:15 Uhr)
    Das System sagt, ich will das, aber ich will das nicht.
    Peter Arbeitsloser

  13. #13
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    Einwanderungsgesetze schützen nicht nur Einheimische!
    Sie schützen auch Weltwanderer, die bisher nicht wissen, was auf sie zukommt, wenn siezu uns kommen!
    HHK

  14. #14
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    "Weltwanderer" also! Da bist du dir auch für keinen Euphemismus zu schade, oder? "Weltenbummler" würde noch einen Tick entspannter klingen, ist aber schon zu abgegriffen, da gebe ich dir recht. Schade. Aber "Wanderer" hat ja auch was total offenes, neugieriges. Freiwilliges. Ja, es klingt vor allem freiwillig. Ein Akt der Geisteserfrischung und der Körperertüchtigung. Schöner noch als "Sonderbehandlung", was an sich kaum zu toppen war, was aber immer noch eine zu passive Konnotation hatte. Da wurde etwas mit jemandem gemacht. Aber "Weltwanderer" - das ist aktiv, selbstbestimmt. Prima.

    Gruß VC
    Das System sagt, ich will das, aber ich will das nicht.
    Peter Arbeitsloser

  15. #15
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    Hallo Dr. Karg,

    meinst du, du willst Einwanderer warnen vor Deutschen, die Einwanderer mit Vorurteilen oder gar körperlicher Gewalt bedrohten? die Einwanderer für ihre eigenen Kriege verantwortlich machen? Die den biblischen Gedanken der Nächstenliebe nur auf echte Deutsche anwenden wollen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

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