Thema: Mondesschein

  1. #1
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    Mondesschein

    Im Mondesschein
    da steht ein Mann
    sein Blick geht in die Ferne. Ein Blitz erhellt
    die dunkle Nacht
    am Himmel leuchten Sterne.

    Langsam fallend
    des Regens kalte Tropfen,
    durchdringen Nacht und Mann. Doch in Gedanken
    bleibt er nur,
    wonach er sich entsann.

    Weit weit von hier
    in einer fernen Welt
    steht er starr wie Eis.
    Friede und Glück das findet er hier
    er lächelte weil er's weiß.



    Nur ein kurzes, völlig unfertiges und komisches Projekt
    Geändert von Spleshart (16.12.2017 um 15:29 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Spleshard, und was hättest du gern, dass andere im Arbeitszimmer mit diesem unfertigen Projekt machen? Willst du Vorschläge oder Kritik? Ich denke gerne mit, wenn ich weiss, warum du es ins Arbeitszimmer gestellt hast. LG gugol
    ausgezogen
    um die welt zu sehen - der versuchung zu entgehen - und sich selber zu verstehen
    lebenslinien wie mäander - führten beide zueinander - wurden voneinander
    angezogen

  3. #3
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    Entschuldige das hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen, ja sowohl Kritik als auch Vorschläge wären mir recht und würden mir kr weiter helfen

  4. #4
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    Also, dann lass mal sehen:
    Du beginnst mit kurzen Zeilen, dann ist die dritte plötzlich lang, der Reim auf die letzte Zeile irgendwo mittendrin, was mich unlogisch dünkt. Die beiden ersten Strophen sind aber sonst formal weitgehend identisch. Die dritte kommt mir eher vor wie ein Entwurf, was du dann als Ende schreiben könntest. Der Reim auf einmal am Zeilenende, zwei Zeilen enden mit "hier", was nicht sehr schön ist.
    Dann ist sprachlich irgendwie quer: Langsam fallens des Regens - hat da einfach das fallen ein S erwischt, was ein Tippfehler ist?
    Auch hast du ein Zeitenproblem in S2: Alles Präsens, aber der Mann ENTSANN sich, hmmm das dürfte schwierig zu lösen sein.
    Ich könnte es mir so vorstellen (wechselnd 4 und 3 Hebungen pro Zeile, jambisch):

    Im Dunkeln stand ein alter Mann (Mondschein bei Gewitter ist seltsam, da ist es doch bewölkt, ohh dann kille ich dir den Titel!! Your part... )
    Sein Blick ging in die Ferne
    Ein Blitz erhellte jäh die Nacht
    als explodierten Sterne (normalerweise ist ja bei Gewitter kein Sternenhimmel zu sehen und etwas Dramatik darf hier sein, finde ich)

    Fast lautlos fielen Regentropfen (dann die bedrohliche Stille nach dem Gewitter, es hat sich eingeregnet)
    durchdrangen Nacht und Mann
    Doch in Gedanken blieb er dort
    wonach er sich entsann

    Weit weg in einer fernen Welt
    verharrt er, starr wie Eis
    denn seinen Frieden fand er dort (nicht hier, denn es ist doch eben dort wo er sich hinträumt, anderswo eben)
    und lächelt, weil er's weiss.

    Von der Aussage her, frage ich mich, wozu es diesen Blitz eigentlich braucht. Danach regnet es und der Mann denkt sich in eine ferne Welt. Da steht nichts davon, dass er aufgerüttelt wurde oder so was. Ich fände es eigentlich viel schöner, wenn du in S1 eine triste Nachtstimmung beschreiben würdest, darin ein Mann, der es schafft, sich weit weg zu träumen.
    LG gugol
    Geändert von Gugol (16.12.2017 um 09:29 Uhr)
    ausgezogen
    um die welt zu sehen - der versuchung zu entgehen - und sich selber zu verstehen
    lebenslinien wie mäander - führten beide zueinander - wurden voneinander
    angezogen

  5. #5
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    Danke für die Antwort
    Zuerst zu dem s beim fallens, ja das ist wirklich nur ein Tippfehler und so nicht gewollt. Die langen Zeilen sind wie du schon sagtest auch eher ein inhaltlicher Entwurf als etwas das so in das Gedicht passt.

    Das Zeitenproblem ist mir so selber noch gar nicht aufgefallen aber jetzt wo du es sagst klingt es definitiv komisch und auch unlogisch. Das muss ich noch ändern.

    Mit dem Blitz und dem angedeuteten Gewitter wollte ich eigentlich einen Kontrast zu der Welt schaffen in die er sich träumt doch mit der Umsetzung bin ich selber noch nicht zufrieden. Vielleicht sollte ich diesen Kontrast irgendwie anders zum Ausdruck bringen.

    Das Problem mit dem doppelten hier werde ich wohl zuletzt angehen wobei du natürlich recht hast es klingt eher unschön und grob.

    Alles in allem vielen dank für deine Kritik und Hilfe, viele Fehler übersieht man selber vor allem wenn man so etwas selber verfasst

  6. #6
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    Hallo Spieshart

    Ich hab mal die Verse der ersten Strophe etwas anders umgebrochen - und die beiden anderen Strophen mit der gleichen Betonung versehen.
    Wie fühlt sich das für dich an? ich rede noch gar nicht vom Inhalt. Nur von der Form.

    Im Mondesschein

    da steht ein Mann
    sein Blick geht in die Ferne
    Ein Blitz erhellt

    die dunkle Nacht
    am Himmel leuchten Sterne

    Die Nacht ist klar
    und dennoch fällt
    ein Regen auf den Mann
    Kein Wunder denn
    so ist die Welt
    wie er sie einst ersann

    So geht sein Blick
    zum Horizont
    verweilt er starr wie Eis
    Sein Ziel ist da
    sein Glück ist hier
    er lächelte weil er's weiß.
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  7. #7
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    Das klingt schon richtig gut und es ließt sich auch viel flüssiger

  8. #8
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    ... und ist, so hoffe ich, durchaus noch in der Spur, die DU bereits gelegt hast. - Warum hast du denn die jeweilige 3. Zeile DEINER Strophen nicht umgebrochen? Ich war überrascht, denn dieser Umbruch ist mMn infolge deiner Interpunktion (in S1 und S2) fast zwingend. Verstehst du meine Frage?
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  9. #9
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    Ja nur waren/sind diese Zeilen noch unfertig, ich habe mich zuerst mit anderen Problemen befasst und wollte dann zum Schluss nochmal auf die Umbrüche und Interpunktionen eingehen.

  10. #10
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    Hm... verstehe. Aber verstehe auch mal die Kritiker. Wir gehen davon aus, dass der user sein Bestes versucht hat, nun aber nicht mehr weiter kommt. Naja Kollega, is allet im jrüner Bereich.

    lg
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

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