Thema: Yulfest

  1. #1
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    Yulfest

    Leises Flüstern ohne Gesicht
    Jede Tat steht vor Gericht
    Tage voller Sonnentau
    Der Blick neigt sich zur Innenschau
    Und ich fühle in mir Macht
    - jedes Jahr zur Sonnwendnacht!
    Nichts ist möglich, solange du bangst. Alles ist möglich jenseits der Angst!

  2. #2
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    Hallo Jo,

    Dein Yulfest-Gedicht erschließt sich mir, auch nach mehrmaligem Lesen nicht ganz. Aus dem gesichtslosen Flüstern höre ich eine unsichtbare Machtinstanz heraus, die meine Vorstellung in der zweiten Zeile vor eine Art "jüngstes Gericht" stellt. Beschreibt der "Sonnentau" das Sternenlicht als letzte Zeugen des Tages in einer ehehr finsteren Zeit? Der zur Innenschau geneigte, Macht in Nacht sehende Blick läßt so etwas ahnen. Aber vielleicht kannst Du das ja auch von Deiner Seite aus näher erläutern.

    Liebe Grüße
    Frank Reich
    Elation - Elegance - Exaltation
    John Coltrane, a Love Supreme

  3. #3
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    Lieber Frank,

    ersteinmal ein gesundes neues Jahr und vielen Dank für deine interessierte Kritik.
    Die Zeilen beschreiben den Zustand des Tages "zwischen den Welten", das Erahnen hinter den Schleiern des sichtbaren. Jede Tat hat mehr Gewicht, man ist bewusster oder sollte es sein. Für mich sind diese Tage zwischen den jahren - in denen ich auch nicht schreibe und viel meditiere und Rückschau halte - heilig und ich höre Antworten aus meinem tiefsten Inneren, die ich im Alltagstrubel sonst gewiss nicht höre.
    Die Tage voller Sonnentau sind gar nicht so tief poetisch gemeint, sondern fielen mir bei einem Spaziergang durch den Park zu, wo die Tautropfen auf den Grashalmen schwangen. Ein Anblick, der wie ein Gedicht war.
    Kurz gesagt gehts um wirkliches Bewusstsein im Hier und Jetzt und mal über den Tellerrand hinauszusehen.
    Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen
    Alles Liebe

    Jo
    Nichts ist möglich, solange du bangst. Alles ist möglich jenseits der Angst!

  4. #4
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    Hallo Jo,

    auch Dir ein rundum glückliches Neues Jahr und vielen Dank für die Erläuterungen zu deinem Gedicht. Das hat mir sehr geholfen den medita-tiefen Gedanken, die Deinem Werk zugrunde liegen, näherzukommen.

    Liebe Grüße
    Frank Reich
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