( Wettbewerbsthema)

Etwas zerbrach-
Ich wurde wach
Sah Schemen des Lichts
Erkannte noch nichts…

Tief in der Erde lag der Samen,
schlief und träumte in den Armen
der langen dunklen Winternacht-
doch Sonne und Licht
vergaßen ihn nicht,
so ist er dann aufgewacht.

Wir brachen auf,
suchten und sehnten
wuchsen hinauf,
wir streckten und dehnten

uns weiter hin zum Himmelsbogen
wo Wolken weiße Bilder zogen.
Wir ragten noch weiter ins Sein
und fanden uns dort allein.
Wir trotzten im Sturm und Regen
dem Horizont entgegen…
Im Aufbrechen und Bersten
waren wir nicht die ersten.-
Wir fanden den einen: „Ihn“!-
Und gaben uns freudig hin…

So wurden wir selber zum Hort,
zum dunklen, träumenden Ort,
wo neues Leben entsteht
während draußen nur Zeit vergeht.

Etwas zerbrach
Wir wurden wach
Sahen Schemen des Lichts
Erkannten noch nichts…

Wir brachen wieder auf,
stapften den Berg hinauf,
kämpften, sehnten und suchten,
hassten, liebten und fluchten
und wuchsen noch weiter hinein
in das ewig träumende Sein.

Etwas zerbrach
ich wurde wach
sah Schemen des Lichts
erkannte noch nichts…


Will noch einmal aufbrechen, aufstehen,
noch einmal im Träumen aufgehen,
noch einmal alles neu sehen
und dabei nichts verstehen,
nur einfach in Würde vergehen,-
erglühend im Sein verwehen.

Etwas zerbricht-
Werde zum Licht
War immer schon Licht
Wusste es nicht
Weiß
es
nur
nicht…