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Wenn die letzten Böller verklungen sind, kommt die Zeit, in sich zu gehen:
Es ist stiller; als an jedem anderen Tag des Jahres. Man sollte sich wirklich etwas vornehmen: Für 2018 zum Beispiel.

Ich denke, es wäre Zeit, sich mehr Empathie vorzunehmen.

Neulich bin ich im Taxi gefahren. Ich kam heim in meine Stadt und in dieser Stadt, in der es fast immer regnet (vor allem im Winter) schien die Sonne hinab und das Wasser glitzerte in dem Schein und die letzten Boote setzten die Segel und ich schäumte vor Glück. Und der Taxifahrer, der sagte, es sei in meiner Stadt schon schön; nur nicht überall. Und er sagte, er vermisse seine Heimat.
Ich habe ihn verstanden.

Wenn einer lieber hier oder dort wäre, wenn einer nicht sieht oder spürt, was ich sehe oder spüre, wenn einer fröhlich ist, während ich selbst doch weine, oder eben Sehnsucht im Bauch hat, während ich gerade heim komme, dann will ich da sein. Bei ihm, nicht bei mir.

Ich glaube, ein neues Jahr gibt auch neue Chancen. Kleine, keine großen, nur ganz kleine eben. Meine wäre, mich in Ecken zu stellen und doch noch irgendwie da zu sein.

Und ja: Wir sind noch da. Und vielleicht - das wäre ne Chance - ist irgendwann irgendwer (2020 vielleicht, schmunzel) dankbar darob.

Frohes Neues, Forumsel
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