Thema: Er ist Gott

  1. #1
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    Er ist Gott

    Er ist Gott

    Plötzlich hat ihn Müdigkeit befallen
    Seine Kraft ist aufgebraucht
    Ist vom Nettsein so geschlaucht
    Möchte wieder rüde sein und lallen

    Glaubte an Sein Paradies und Liebe
    Die Geduld ist aufgebraucht
    Geben hat ihn so geschlaucht
    Ihr verdient im Grunde nichts als Hiebe

    Ich muss euch für ihn gebührend strafen
    Alles krieg ich jetzt zurück
    Gebe ihm Sein Dope und jede Fotze

    Lieg nun tot in einer letzten Kotze
    Anders gab’s für uns kein Glück
    Dank der Überdosis endlich schlafen

    L.A.F. Strässler – Jan18
    ausgezogen
    um die welt zu sehen - der versuchung zu entgehen - und sich selber zu verstehen
    lebenslinien wie mäander - führten beide zueinander - wurden voneinander
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  2. #2
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    So ein trübes Gedicht! Aber es gibt nun mal Tage, da ist's einem danach, dann soll es auch raus dürfen. Am (über)nächsten Tag lacht wieder die Sonne.
    Da kann ich dem LI nur wünschen, dass es auch Liebe bekommt und nicht nur gibt - vorausgesetzt, ich sehe darin den Menschen und nicht Gott (beides scheint mir hier möglich), denn bei Gott ist das so eine Sache: Bin mir nicht sicher, ob er sich an unserer Dankbarkeit wirklich stärken kann, oder wir uns im "Danke sagen" eher selber Gutes tun.

    Formal interessant, wie du dem Sonett den Auftakt entziehst und manche Zeilen wohlbewusst um eine Hebung erleichterst.
    E liebe Gruess und guete Schlaf ohne irgend eine Dosis, Karin
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  3. #3
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    Jenseits aller Befindlichkeiten ist hier das Terrain um zu probieren, wo es hakt, wenn keine Nettigkeit ernster gemeint ist als jedweder blinde Moment sich selbst verfärbt. Bis man ihm diese Worte geben kann, die hier nicht umsonst stehen, sondern wirklich mal Kraft durch den Staub der Kommunikation blasen.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  4. #4
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    Hi, ich bin mir ziemlich sicher, dass hier ein Danke an Terrorist passt, steht ER ja tatsaechlich aus allem heraus, nicht? LG, L.
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