Noch steht die Stadt, wirkt steifer nur als sonst,
wie neu versteinert nach dem Glitzerreigen,
vor Höllenlärm und Pracht erstarrt in Schweigen -
der ganze Wirbel scheint bereits umsonst.

Die Zeit schleicht leiser durch den Tag als sonst
und legt die Stille auf die tauben Schrunden
der Menschenseelen und dreht weiter Runden.
Man hört ein Rieseln. Deutlicher als sonst?

Vom Glanz blieb nichts, die Stadt neu zu beleben,
noch trostloser ist Trostloses als sonst.
Sie hat sich nachts dem Dreck und Frost ergeben,

mit Mondlicht ist der schöne Schein zerronnen.
Doch drückt der Nebel nicht so schwer wie sonst,
ist man der Last der Fröhlichkeit entronnen.*)






*)Etwas verspätet, weil das Gedicht einfach nicht fertig werden wollte , wünsche ich Euch allen
ein glückliches, erfolgreiches, gesundes und kreatives neues Jahr!

albaa