Thema: Der Fluch

  1. #1
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    Der Fluch

    Ich wollte dir noch irgendwas zum Abschied geben
    einen Ring mit Gift, treu bis in den Tod
    Ein Schatten will ich sein auf deinem langen Leben
    dein größter Fehler doch - bei weitem kein Idiot

    Eiskalte Emotionen
    O ich vergaß
    Wie schön dein Körper war
    ein Rummelplatz für jeden Spaß

    Ich wollt von dir noch irgendwie ein Standbild schießen
    von unsrer Achterbahn, bevor ich wirklich geh
    nun muß ich abermals diesen Trip genießen
    kopfüber in die kalte Lust deiner Augen sehn

    Eiskalte Emotionen
    O ich vergaß
    Wie schön dein Körper war
    ein Rummelplatz für jeden Spaß

    Ich wollte dir noch einen von den Splittern schenken
    die ich mir seit April eingetreten hab
    Nun blute ich im Bett, will dich mit Liebe kränken,
    weiß keinen besseren Rat - jetzt wo der Winter naht

    Eiskalte Emotionen
    O ich vergaß
    Wie schön dein Körper war
    ein Rummelplatz für jeden Spaß

    Eiskalte Emotionen

    O ich vergaß
    Wie schön dein Körper war
    ein Tummelplatz für jeden Spaß







    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  2. #2
    Sneaker Guest
    Hallo artname,

    das klingt als sei da eine Melodie im Hintergrund. Ohne die zu kennen ruckelt der Text beim Lesen sehr. Die Passage mit den "Splittern seit April..." irritiert, weil es so eine konkrete Angabe ist. "die ich mir wegen dir je eingetreten hab" hätte ich akzeptiert, aber mit "April" erhebt sich die Frage, gabs vorher keine? oder nur unbedeutende?

    Die Melodie, wenn sies gibt würde micht interessieren. Refrainmäßig aufgezogen ist der Text ja allemal.

    lG

    Sneaker

  3. #3
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    Hallo sneaker,

    danke für deinen Besuch.

    Eine Demomusik gab es in diesem Falle nicht. Noch nicht. Und eben für diesen Fall schreibe ich unrund. Oft passiert es, dass ein potentieller Komponist an einer Zeile stoppt und diese zu vertonen beginnt. Speziell die unrunde Rhythmik hält sein "Jagdfieber" hoch. Wenn die Verse alternieren, entscheiden viele Komponisten oft nach einer Strophe. Bei nichtalternierenden Versen lesen sie meist bis zum Schluß. einen Text wie diesen in ein alternierendes Versmaß zu bringen, ist absolut kein Problem.

    Würde ich den Text selbst vertonen, würde Zeilenmetrik nach einem 6/8 Takt verlangen. Ich würde die Melodie im 6/8 schreiben, das Arragement im 4/4 Takt. Das nennen Musiker "3 gegen 4" und ist zum Beispiel recht typisch für Bruce Hornby (Rockjazz) oder "Mumford & Son" "irish Folk". auf jeden Fall keine traurige Balllade, sondern ein munterer Groove.

    Kannste was damit anfangen?

    lg
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  4. #4
    Sneaker Guest
    Hallo artname,

    mit deinen Musikbezügen und Takthinweisen leider nicht. Ich kenne zwar Irish Folk aber nicht die Gruppe die du genannt hast und Jazz ist mir in allen Spielarten zum Davonspringen.

    Ich finds halt schade, dass der schöne Rhythmus von Zeile eins in der nächsten Zeile gleich wieder so grob ausgebremst wird. Das tut richtig in den Ohren weh

    Ich wollte dir noch irgendwas zum Abschied geben
    ein Ring mit Gift, getreu bis in den Tod
    in diesem Stil dann fort. Aber falls mal die MElodie sich dazu findet und du das vertonst, kannst es ja in "Hörbares" einstellen. Würde mich interessieren.

    lG

    Sneaker

  5. #5
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    Hi Artname,

    schön mal wieder was von dir zu lesen. Nachdem ich nun ohne Fieber bin, kann ich ja kurz wieder was schreiben: (freu):

    also:

    dein Text ist cool! Er wirkt ein bisschen wie ein blutiges Ding, ein paar Bilder da drin check ich aber nicht.
    Und eine Textstelle störte mich beim ersten Lesen:

    "kopfüber in die kalte Lust deiner Augen sehn

    Eiskalte Emotionen"

    hier knallt kalt auf kalt und was verstehst du unter einer kalten Lust? Normaler Weise sollten ja grade Songtexte, das hier ist ja halb oder sogar ganz einer, sofort eingängig und klar sein, aber kalte Lust wäre mir kein Bild. Vielleicht bin ich aber auch grade selber zu kalt, war ich aber letztens als ich ihn las auch schon? Ne ... also hats irgendwas

    Ein bisschen blutrünstig ist es, hätte Potential für ein Video wo mal blutiges passiert, etwas .. Blut-Spiel mäßiges?

    Rhythmisch völlig okay für mich, ich komm jedenfalls gut durch. Aber diese eine Stelle hat mich irgendwie rausgehauen.
    Tummelplatz Rummelplatz hehe

    Ganz liebe Grüße!

  6. #6
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    Ich hatte einst eine längere Affäre mit einer sehr attraktiven Frau. Ich nicht alleine.... Auch sonst blieben da länger als gewöhnlich einige Narben. Ich erfuhr nie stärker, was Leidenschaft bedeutet: Mit ihr... und ohne sie. Sie bleibt mir bis heute ein Rätsel. In diesem Text wollte ich sanft meine Ohnmacht andeuten. Wahrscheinlich fehlen einige Details. Ich liebe Andeutungen... für meine Kopf reicht es.... für den Leser vermutlich nicht. werd mal drüber nachdenken....
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  7. #7
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    " Ich nicht alleine.... " DAS klingt in der Tat sehr interessant und sowas interessiert die Menschen doch, selbst in Liedern! Der eine und der andere mit der Lisa und der Lotta und dem Franze und dem Egon .. jaja .. Aber Ilse und auch Anna haben dann mit Jens und Gabi und .. so weiter ..

  8. #8
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    Naja.... klingt jetzt sicher etwas... hm... merkwürdig... aber da war ein Olympiasieger... ein Psychodoktor... ein bekannter Musiker... aber auch wenn sie vielleicht Trophäen sammeln mußte, das klingt nur theoretisch einleuchtend. - Sie selbst war (eine gute) Verkäuferin und wollte auch nie etwas anderes sein...
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  9. #9
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    Zitat Zitat von Artname Beitrag anzeigen
    Ich wollte dir noch irgendwas zum Abschied geben
    einen Ring mit Gift, treu bis in den Tod
    Ein Schatten will ich sein auf deinem langen Leben
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    Ich wollt von dir noch irgendwie ein Standbild schießen
    von unsrer Achterbahn, bevor ich wirklich geh
    nun muß ich abermals diesen Trip genießen
    kopfüber in die kalte Lust deiner Augen sehn

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    O ich vergaß
    Wie schön dein Körper war
    ein Rummelplatz für jeden Spaß

    Ich wollte dir noch einen von den Splittern schenken
    die ich mir seit April eingetreten hab
    Nun blute ich im Bett, will dich mit Liebe kränken,
    weiß keinen besseren Rat - jetzt wo der Winter naht

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    O ich vergaß
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    O ich vergaß
    Wie schön dein Körper war
    ein Tummelplatz für jeden Spaß







    Moin

    das ist mein zweiter schriftliches Auftritt zu diesem Text. den Ersten, hatte ich aus zu hohen Energieaufwandes, meinerseits, wieder gelöscht. Nun bin ich wieder kurz da um folgend abzuliefern.


    A: die Metapher die Bilder sind astrein und verständlich. Ich kann alles mühelos erkennen und ich hätte die Bilder sogar noch tiefer versteckt, aber, Ansichtssache.
    Zur Metrik:

    Der Text ist sehr stark am Jambus angelehnt, paar kleine tricks, ohne inhaltliche Veränderung und er wäre vollkommen im Jambus. Ein reiner Gefühlstext darf auf jede Art der metrischen Grenzen verzichten um echt rüberzukommen. Dein Text schafft das, obwohl unter dem "Fell" des Jambus steckt.
    Mich überzeugt er, nur der Abgang, die Wiederholung der mehrmals aufgeführten Vers finde ich unpassend. Ein inneres Fazit die deinen weiteren Werdegang beschreibt. (Ich verlasse den Ort der sumpfigen Liebe) (verlasse den Rosenhort der zerstochenen Liebe ) usw. wäre meines Erachtens klüger,besser gewesen. das andere sieht aus wie ein "Ausheulen."

    Trotzdem klasse Text.
    Geändert von horstgrosse2 (21.01.2018 um 10:51 Uhr)

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