1. #1
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    Die Jaguarfrau

    Die Jaguarfrau

    Sie trafen sich in unbekannten Zonen,
    dort, wo nicht viele Menschen wohnen,
    ein Weib, das sich als Jaguarfrau bekannte,
    ein Mann, der sich Wolfsmann nannte.
    Beide liebten die Wildnis, ihre Freiheit pur,
    fühlten furchtlos das Leben mit der Natur,
    hinaus in die Steppe, auf dem Rücken der Pferde,
    reiten sie voller Wonne über die unberührte Erde.
    Eins sein, in den unendlichen Weiten,
    nackte Körper in den Wettergezeiten,
    nur von wärmenden Winden umhüllt,
    zwei liebende Seelen - zutiefst erfüllt.
    Wallendes Blut im errötenden Gesicht,
    leidenschaftlich vereint im Abendlicht,
    wortlos spüren sie den Puls des Lebens,
    alles verstehend, nichts war vergebens.
    Zart kühlt der Wind die Hitze der Liebe,
    trocknet sanft die Perlen der Triebe,
    Dunkelheit deckt nun die Schatten zu,
    die Nachtgeister geben noch keine Ruh’.
    Hoch am Himmel im roten Wolkenrund,
    der Schrei des Adlers, leise verstummt,
    er führte sie her, zeigte ihnen so viel,
    Vertrauen und Liebe - das war ihr Ziel.
    ***
    Refrain:
    Sie wollen frei sein, frei sein wie der Wind.
    Sie wollen lachen, lachen wie ein Kind.
    So glücklich sein, wie es freie Menschen sind.
    ***
    Aus der Ferne schallen Trommeln,
    rufen in den Kreis zu kommen,
    am Himmel, die Feuerfunken winken,
    in des Weisen Ahnen, Geist zu sinken.
    Vereinigt zu Eins und mit dem Sein,
    stimmen alle Schamanenlieder ein,
    mit kehligem Sing-Sang aus uralter Zeit,
    sind zur Vereinigung mit der Natur bereit.
    Körper wiegen tanzend im Feuerscheine,
    stampfend bewegen sie Füße und Beine,
    rhythmisch trennt sich nun Körper vom Geist,
    rufend die alten Weisen – was Gutes verheißt.
    Du schlägst die Trommel in Deiner Hand,
    Urlaute werden frei, zerreissen das Band,
    Dein Leib erzittert, durch ein Beben,
    will die Seele zu den Ahnen heben.
    Vereint sind Seele, Geist und Leib,
    die Jaguarfrau ruft, als freies Weib,
    auf Adlers Schwingen, zu folgen ihr,
    in unendliche Weite – von mir zu Dir.
    Im Ruf der Trommel, ist es geschehen,
    wir haben die Welt, von oben gesehen,
    haben, bei den Ahnen die Freiheit gespürt,
    ihre Gabe, hat uns auf diesen Weg geführt.
    ***
    Refrain:
    Sie wollen frei sein, frei sein wie der Wind.
    Sie wollen lachen, lachen wie ein Kind.
    So glücklich sein, wie es freie Menschen sind.
    ***
    Mit Adlers Schwingen, ins Universum geflogen,
    nur bewusstes Handeln, hat uns dazu bewogen,
    das Leuchten der Sterne in Deinen Augen,
    fühlte die Liebe in Deinem freien Glauben.
    Ein Wolfsfell hat unsere bloßen Körper bedeckt,
    Trommeln haben die Jaguarfrau in Dir erweckt,
    eingezogene Krallen lassen Deine Wildheit erahnen,
    lustvolle Leidenschaft wird sich ihren Weg nun bahnen.
    Dein wilder Schrei, erregt den tierischen Wolf in mir,
    glühendes Verlangen, fordert meine Sehnsucht in Dir,
    erfüllend, fließt alle Energie, in Dein ganzes Sein,
    alles gebend, im Sinnesrausch - nun bist Du mein.
    Ich, der Wolfsmann, bin mit der Jaguarfrau geflogen,
    Adlers Schwingen haben unsere Liebe empor gehoben,
    auf die Ebene der Erkenntnis, in die Natur der Sinnesfreude,
    wir fanden das Licht in diesem erfüllenden Liebesgebäude.
    Kein Licht strahlt, so hell wie dieser Glanz,
    alle Sterne verneigen sich mit uns im Tanz,
    Wolken verzieren uns mit ihrem weichen Kleid,
    lassen uns träumen und sind zum Schweben bereit.
    Sanft sinken wir, auf die Erde nieder,
    die Natur, die Welt, sie hat uns wieder,
    Glücklich im Sein, wohl mit den Ahnen,
    können wir nun ein neues Leben wagen.***
    Refrain:
    Sie wollen frei sein, frei sein wie der Wind.
    Sie wollen lachen, lachen wie ein Kind.
    So glücklich sein, wie es freie Menschen sind.

  2. #2
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    das könnte ich mir sehr gut als kinoreklame für das neuste suv von toyota für den deutschen markt vorstellen. bisschen musik unterlegen, mindestens zehn sonnenuntergänge, geräusch von pferdehufen, die augen der protagonisten stets in die ferne gerichtet...
    und am ende der unschlagbare preis: nur 339 Euro monatlich!
    Kaspar

  3. #3
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    @Driffter


    Grüße.

    Du hast ein mächtiges Werk abgeliefert.

    Vom metrischen scheint es ein Madrigal zu sein.
    Die Fantasie ist gut, wobei die Wortwahl (Satzaufbau)manchmal etwas gestaucht vorkommt.
    Und das Gedicht ist erdrückend, also meines Erachtens zu lang. Es mag Leser geben die Jenes nicht stört.

    Gut.

  4. #4
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    danke Kaspar, schön das die gedanken frei sind.



    Hey Gedankenspringer,
    freue mich dich zu lesen.ja ist nur ein sammeln von Gedanken/Gefühlen. meine bescheidene Reimkunst läst nicht mehr zu
    Grüße helmut

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