Du Finsternis - meine Freundin

Die Schlaflosigkeit lässt mich aufstehen,
lässt mich in die Dunkelheit gehen,
werde von Ihr aufgenommen, schützen für Andere unsichtbar,
so gehe ich Barfuß auf weichem Sande um ab und zu mal die Kühle des Wassers zu spüren.
Sind wir nicht alle wie Wellen,
viele unter vielen,
sich vorwärts bewegen bis irgendwo irgendwann ein Ziel erreicht wird.
Wellen,
Menschenwellen von irgendwo kommen auf ein Ende zu, rollen, auslaufen.
Bis eine Kraft sie wieder zurück zieht,
immer ein wenig schwächer,
auslaufen,
geschoben von anderen Wellen.
Menschenwellen in dem weiten Ozean eine unter so vielen.
Können Wellen sich vereinen,
sich treffen,
oder sind Sie verdammt für immer,
für sich alleine,
eine hinter der anderen den unbestimmten Weg zu fließen. Vielleicht war ich mal eine mächtige Welle,
haushoch gewaltig mit voller Kraft,
Angst einflößend,
rollend,
verschlingend, bis ich auf Land kam nur ein paar mal mich zurückzog und gestorben bin.
Ist das Leben mit einer Welle zu vergleichen?
Setzte mich in den Sand,
Du Finsternis meine Freundin,
Du lachst nicht, wenn ich Dir von der Liebe erzähle, die nur in der Fantasie existiert,
wunderschön berauschend,
aber nicht zum Greifen.
Ja Du Finsternis meine Freundin, umhülle mich mit deiner Dunkelheit, will eins mit Dir werden,
und dann uns von den Wellen hin und her werfen lassen.
Und wenn der Tag kommt,
trennen wir uns wieder,
und ich werde die Maske des Lächelns wieder aufsetzten und so tun, als sei ich zufrieden.