Thema: Schlacht

  1. #1
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    Schlacht

    Die Armee steht bereit!
    Meine treue Schlangenlinie.
    Todesmutig belebst du den kalten Schatten,
    wartest, träumst die Träume der Toten, nur für das Lächeln meiner Lippen.

    Längst stehe ich inmitten tiefer Schlacht,
    das Blut gerinnt in die Lieder der Augen,
    der die mich betrachten.
    Doch ich lasse sie fallen,
    fallen in den getränkten Boden der Macht.

    Jeder von euch Gotterhabenen
    wird erwachen,
    erwacht in den Zorn der Liebe für mich selbst.

  2. #2
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    Hallo Gedicht, nun habe ich dein ebensolches dreimal gelesen und muss gestehen, dass ich nicht verstehe, worum es geht. Einerseits habe ich Mühe, einzelne Metaphern zu verstehen, andererseits die Zeilen in einen Zusammenhang zu bringen.

    Die Armee steht bereit! --> irgend eine Bedrohung ist im Anzug oder eine Abwehrhaltung wird eingenommen
    Meine treue Schlangenlinie. --> etwas, was nicht geradeaus verläuft, was kann daran "treu" sein und "mir" gehören?
    Todesmutig belebst du den kalten Schatten --> die Linie belebt einen Schatten, da kann ich mir nichts vorstellen, und ein "kalter" Schatten ist für etwas rein optisch wahrnehmbares auch seltsam
    wartest, träumst die Träume der Toten, nur für das Lächeln meiner Lippen. --> Die Linie oder was eben damit gemeint ist, ist tot, gestorben für ein Lächeln des LI

    Längst stehe ich inmitten tiefer Schlacht, --> längst, obwohl die Armee eben erst bereitstand?
    das Blut gerinnt in die Lieder der Augen, --> wenn, dann "in den Lidern der Augen", aber da Augenlider jetzt nicht so wahnsinnig blutreich sind, kann ich mit diesem Bild nicht viel anfangen
    der die mich betrachten. --> "derjenigen, die mich betrachten"? Den anderen gerinnt also das Blut. Warum? Aus Angst?

    Doch ich lasse sie fallen, --> Warum "doch"? Denen gerann eben das Bliut, da erwarte ich nicht, dass das LI sie mag.
    fallen in den getränkten Boden der Macht. --> "In den mit Macht getränkten Boden"? Alles andere erscheint mir völlig sinnfrei, und auch so rum weiss ich nicht, warum es auf einmal um Macht geht und v.a. um welche.

    Jeder von euch Gotterhabenen --> das ist irgendwie eine Anklage. Bislang gab es kein "Du". An wen richtet sich diese Anklage?
    wird erwachen,
    erwacht in den Zorn der Liebe für mich selbst. --> Zorn der Selbstliebe? Und wie darin erwachen?

    Es gibt also etwas, was das LI positiv erlebt, nämlich die mutige Schlangenlinie, und es gibt irgendwelche Widersacher, die bezwungen worden sind (deren Blut in den Lidern gerinnt). Allenfalls gibt es noch die Gotterhabenen, könnten aber dieselben sein wie die Bezwungenen.
    Ich möchte dir mit diesen Fragen zeigen, wie wichtig es ist, dass in einem Gedicht Bilder und Metaphern gewählt werden, die irgendwie von einem Leser nachvollzogen werden können, sonst klingt das Gedicht allenfalls nach was, aber es hat dennoch keinen Inhalt, zumindest keinen, den Dritte verstehen. Es kann natürlich sein, dass gleich jemand kommt und sagt: "Ey gugol, ist doch alles sonnenklar, warum stehst du hier so auf'm Schlaucht?"
    Die Form ist dann noch mal ein anderes Kapitel. Die vierte Zeile fällt in ihrer Länge ziemlich aus dem Rahmen, so als ob du hier vergessen hättest, einen Zeilenumbruch zu machen.

    Etwas raten kann ich dir hier grade nicht, weil ich keine Ahnung habe, was deine Absicht war, was bewusst gewählt und was eher zufällig ist wie es ist. Gerne komme ich aber noch mal darauf zurück. Sei mir nicht gram, dass ich dem Gedicht nicht so viel abgewinnen kann. Wir sind hier, um zu lernen. Das geht aber nur, wenn Kommentare mehr enthalten als ein "schön, gut gemacht". LG gugol
    Geändert von Gugol (29.01.2018 um 21:31 Uhr)
    ausgezogen
    um die welt zu sehen - der versuchung zu entgehen - und sich selber zu verstehen
    lebenslinien wie mäander - führten beide zueinander - wurden voneinander
    angezogen

  3. #3
    Registriert seit
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    "schön, gut gemacht". LG gugol

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