Thema: just ju

  1. #1
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    just ju

    Bin just auf Juist hinausgeritten
    mit dir, es war Romantik pur.
    Du ließest dich nicht lange bitten,
    vom Festland völlig abgeschnitten.
    verlief am Strand die Pferdespur.

    Wild aufgepeitschte Wellenwogen,
    juhu, vom Winde schnell verweht,
    die Spuren wurden aufgesogen
    vom Sand und alles ward verflogen,
    hier zeigt die Welt, worum es geht.

    Die Sonne schien in sich versunken,
    versengt von seiner eignen Glut.
    Die Winkerkrabbe hat gewunken.
    Ein Hering lag vom Meer betrunken
    ertränkt am Strand, schon naht' die Flut.

    Den Hering nahmen wir zum Zelten.
    Er spannte uns das Vordach plan.
    Und als die Seehundtiere bellten,
    da tauchten wir in neue Welten
    schon flogen wir aus unsrer Bahn.

    Es fielen Sternschnuppen wie Samen
    aus allen Wolken in der Nacht.
    Vielleicht für uns, so, wie wir kamen,
    fiel auch der Alltag aus dem Rahmen,
    und hat sich dieses ausgedacht.
    Geändert von Anjulaenga (20.02.2018 um 10:54 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Anjulaenga,
    gefällt mir, obwohl ich aus dem zusammenhang komplett nichts verstehe.
    geht mir aber öfter so, wenn ich den unlogischen, romantisch gewürfelten erzählungen, frisch verliebter folgen muss,
    was du hier meiner meinung nach gut dargestellt hast.


    lg vom GE-wicht
    Guter Freund, im Namen Jesu grabe nicht den Staub auf, der hier eingeschlossen ist. Gesegnet sei derjenige, der diese Steine verschont, und verflucht der, der meine Gebeine bewegt.
    (Grabsteinplatteninschrift)

  3. #3
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    Anjulaena kann also auch romantisch. Und das mir, dem alten Nordseefahrer. Komm grad von Helgoland und werde durch dein schönes Gedicht angenehm erinnert. Bei S2 habe ich teilweise ein wenig abweichende Empfindungen.

    Sehr gern gelesen.

    Bin just auf Juist hinausgeritten
    mit dir, es war Romantik pur.
    Du ließest dich nicht lange bitten,
    vom Festland völlig abgeschnitten.
    verlief am Strand die Pferdespur.

    Wild aufgepeitschte Wellenwogen,
    juhu, vom Winde* auch verweht, .... *juhu, vom Wind auch wir verweht...?
    die Spuren wurden** aufgesogen ..... ** Die Spuren alsbald aufgesogen...?
    vom Sand und alles ward verflogen***.... vom Sand - geborgen und verflogen,
    hier zeigt die Welt, worum es geht.

    Die Sonne schien in sich versunken,
    versenkt von seiner eignen Glut.
    Die Winkerkrabbe hat gewunken.
    Ein Hering lag vom Meer betrunken
    ertränkt am Strand, schon naht' die Flut.

    Den Hering nahmen wir zum Zelten.
    Er spannte uns das Vordach plan.
    Und als die Seehundtiere bellten,
    da tauchten wir in neue Welten
    und kickten uns aus unsrer Bahn.

    Die Sternschnuppe, man könnt es ahnen,
    fiel aus den Wolken in der Nacht.
    Vielleicht für uns, so, wie wir kamen,
    fiel auch der Alltag aus dem Rahmen,
    und hat sich dieses ausgedacht.
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  4. #4
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    Zitat Zitat von Anjulaenga Beitrag anzeigen
    Die Sonne schien in sich versunken,
    versenkt von seiner eignen Glut.
    .
    Grüße.
    versengt von seiner eignen Glut

    Alles gut, Daumen nach oben.
    der Gedankenspringer

  5. #5
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    Hallo Anjulaenga,

    ein Gedicht vom kleinen Glück, so locker und anschaulich, dass man sich wünscht, man wäre dabei gewesen.
    Eindeutiges Lieblingsrequisit: der vom Meer betrunkene Hering fürs Zelt.

    LG
    Okotadia

  6. #6
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    Liebe Anjulaeanga,

    schöne Schweifreime von Meisterhand geschrieben. Der Vorschlag von Artname ist bedenkenswert. Aus einfachen Naturnormalitäten ist es Dir gelungen einen interessanten Ablauf zu entwickeln, den ich gerne gelesen habe.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  7. #7
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    Liebes GE-wicht
    Ich hatte ja auch nicht alles verstanden. Bin zufällig Zeuge der Unterredung dieser frisch Verliebten geworden, und habe es in Reim gegossen danke für dein Feedback, A.

    Hi Artname,

    für die zweite Strophe habe ich noch keinen passenden Ersatz. Werde es sicherlich demnächst deutlicher herausarbeiten.
    Wie: ,,Anjulaena kann also auch romantisch". Ich schreibe hier doch fast ausschließlich nur romantisch, hoffe ich. Danke für deinen Kom, A.

    Lieber horstgrosse2

    manche Fehler sind dermaßen oberpeinlich, da möchte ich am liebsten sogleich so tief im Erdboden versinken, bis ich mir im feurigen Innern der Erde gehörig die Fußsohlen versenge um dir noch obendrein ,,danke" sagen zu müssen.
    danke, A.

    Liebe/r Okotadia

    wie schön, dass du auf betrunkene Fische stehst, sonst hätte ich deinen Nerv nie treffen können. L.G.A.


    Lieber Hans Plonka,

    Schöne Schweifreime, und die sollen ausgerechnet noch aus Meisterhand stammen? Nun, ich weiß nicht so recht. Klingt das nicht irgendwie peinlich und daneben? Was sollen da nur all die Mitdichter und Mitdichterinnen denken, wenn sie soetwas hier zu lesen bekommen. Da müht sich doch genaugenommen jeder redlich ab, Meisterliches auf Papier zu bringen bzw. in die Tastatur zu hauen
    Sprechen wir bei mir einfach, damit sich das von den anderen abhebt - zumal es sich ja auch um einfache Naturnormalitäten handelt- , sprechen wir also bei mir einfach von der ,,Hand Gottes", das passt schon. A

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