1. #1
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    Begegnen in Liebe




    Begegnen in Liebe

    Wenn du in jenes Allerheiligste eintrittst,
    worin das Rätsel deiner Existenz,
    wirf ab die Alltagslasten,
    zieh aus die Jacke mit dem Müssen,
    vergiß die Abfahrtszeiten und die Uhr.
    zerreiß, was andere dir aufgezwungen.

    Tauch ein in deine reine Seelenquelle,
    darin gefrorne Wunden aus Vergangenheit,
    auch Kinderzeit hinschmelzend heilen.
    Lass Seligkeiten durch den Körper
    bis zu den Zehennägeln rieseln.
    Schlag lustvoll ein paar Purzelbäume.

    Danach, geschmückt mit einem Kleid,
    genäht aus zeitlos heitren Augenblicken,
    naht bald dein Glück, rührt sanft dich an.
    Dein Lebensfeuer lodert auf.
    Du schaust verwundert deinem Schicksal
    wie durch ein Fenster in die Augen,
    erkennst ein Universum voller Wunder.

    Dankbar erfühlst du eine offne Seele.
    Hast du ihr Wesen ganz, mit Höhenflügen,
    Ängsten, mit Lachen, Leid erfasst
    und mit dem Herzen aufgenommen,
    bist du im Zentrum deines Lebens angekommen.
    Geändert von Carolus (03.02.2018 um 17:45 Uhr)

  2. #2
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    Sehr schön, ich sehne mich nach jemandem wenn ich Dein Gedicht lese. Also schlag ich die Seite gleich wieder zu? Besser ja. Einsamkeit erkältet mein Herz. Oh . Du schönste von allen.
    Grüße von Andy Hagel, texthagel

  3. #3
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    Hallo texthagel,

    leider weiß ein Schreibender nie, wie sein Text beim Leser ankommt, in welcher Verfassung sich dieser befindet, wie er die Worte aufnimmt und interpretiert, es sei denn er hat die Gelegenheit, mit diesem direkt darüber zu sprechen.
    In deinem Fall scheinen die Zeilen statt Ermutigung eher Wehmut und Traurigkeit ausgelöst zu haben, (was leider nicht die Intention des Verfassers war und ist). Schade! Lieg ich da richtig?
    Danke für deinen Kurzbesuch.

    Lieben Gruß
    von Carolus

  4. #4
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    Lieber Carolus,
    Dann sag ich Dir, wie dieses Gedicht bei einem Lesenden ankommt: Erfüllt von gelassener Einsicht, Hoffnung, Lebenserfahrung und Klugheit kommen Deine Worte bei mir an. Ob ich selbst schon so weit bin, um in das Heiligtum einzutreten, wage ich zu bezweifeln, aber ich klopfe manchmal an.
    Einem optimistischen, dem Leben zugewandten Menschen wie mir muss Dein Gedicht gefallen!
    Liebe Grüße,
    Festival
    Geändert von Festival (05.02.2018 um 18:43 Uhr)

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