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  1. #1
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    Ergebnisse Wettbewerb Januar/Februar 2018

    Hallo zusammen,

    aufgrund von Müdigkeit etwas verspätet. Aber ich gehe davon aus, dass das die Spannung eher erhöht hat.
    Zwar gab es relativ wenige Gedichte, dafür war die Beteiligung bei der Abstimmung im Verhältnis zu den Gedichten relativ hoch. Für diese Teilnahme bedanken wir uns bei allen beteiligten! Sowohl dichtend, als auch abstimmend.
    Zudem gratulieren wir allen Siegern!

    Und nun wollen wir euch nicht weiter auf die Folter spannen und die Platzierungen bekannt geben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eure Wettbewerbsleitung
    Die Ergebnisse des aktuellen Wettbewerbs findest du hier.

    Bitte beachtet die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Ihr findet einen Kommentar gut? Dann schlagt ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

  2. #2
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    Platz 1 belegt mit stolzen 7 Stimmen:

    Suche nach dem Sinn des Lebens

    Wenn du vor tausend Jahren ratlos fragtest:
    Oh Mensch, wo willst du hin, wo kommst du her?
    Sprach der Schamane: Nur das Wasser sagt es
    Begib dich an das schaumbekrönte Meer
    und horch hinaus, belausch die Wogen,
    sie plätschern, lassen sich vom Winde leis bewegen,
    und dröhnen, wenn Orkane über Wellen fegen.
    Was, sag an, hat das Meer dir zugewispert,
    was hats gebrüllt, gerauscht, geraunt, geflüstert?

    Des Feuers Glut, die Wärme und lodernde Flammen,
    das Prasseln des Holzes und fliegende Funken
    verrieten den Weisen des Volkes so manches Geheimnis.
    So saßen die Alten und Jungen beisammen,
    die gläubigen Blicke in lodernde Flammen versunken.
    Was, sag an, hat Feuers Glut euch Menschen anvertraut,
    wie haben Flammen euch den Weg zu Höherem gebaut?

    Heute wissen wir: Gar töricht ist das Unterfangen,
    in Meerestiefen, Feuers Flammen oder Gluten
    zu höchster Weisheit, reiner Wahrheit zu gelangen;
    uns bleibt ein dumpfes, trübes Ahnen und Vermuten.

    Das ist vorbei! So sprechen Astronom und Physikus,
    der Mensch von heut beherrscht des Wassers Kraft,
    er nutzt des Feuers große Macht und schafft
    den Blick in ungeahnte Fernen und zum Schluss
    vernimmt er in Sphärengesängen mit höchstem Genuss
    die heimliche Botschaft der Götter und staunt:
    Was Meere dir flüstern, das Feuer dir raunt,
    begreifst du beim Weine und fröhlichen Festen,
    ein williges Mädchen im Arme, am besten.

    von Festival

  3. #3
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    Platz 2 mit 4 Stimmen ging an

    hexadezi(maxi)mal verrechnet

    Bloß ein <Pieps> und ein Lichtpunkt am Screen: Kein Aufhebens bitte!
    Trotzdem ist da was neu, denn Wochen davor gab's nur Gleichklang.
    Wellen und jedes Geräusch wiederholten sich öde und stetig.
    Heute ein lauterer Ton in der Leitung und deutlich die Leuchtspur.
    Wer oder was nimmt Kurs auf die Erde und wo wird es landen?
    Laut Berechnung wird klar: Es ist nah bei der indischen Küste.
    Forscher mit Inventar, Astronomen, Physiker, Helfer,
    starten per Schiff Richtung Ost einem Abenteuer entgegen.

    Draussen im All ein kleines Gefährt, wie ein Herbstblatt geartet -
    braun, verschrumpelt und alt. Es strebt erdwärts, als wollte es fliehen.
    Kaum in die Atmosphäre geraten, wird es geschüttelt,
    Winde zerren es fort nach Nordwesten zur Nordsee hinüber.
    Wesen entsteigen dem braunen Etwas und trippeln ans Ufer,
    wo sie sogleich von Möwen entdeckt und aufgepickt werden.
    Spuren im Watt beweisen es klar: Das war extraterrestrisch.
    Aber die Forscher am indischen Meer vermelden ernüchtert:
    "Leben im All ist Quatsch!", denn das <Pieps> wird schwächer und schwächer...

    von Gugol
    Geändert von WBL (17.02.2018 um 13:43 Uhr)

  4. #4
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    Bronze mit 3 Stimmen geht an:

    Allgegenwärtig

    Weite - endlos wunderbar,
    will nur bei Dir sein.
    Scheinst mir doch so greifbar nah,
    bittest mich vertraut herein.

    Die funkelnd hellen Punkte
    sind Löcher in dem Kuppelzelt.
    Durch sie strahlt das warme Licht
    aus einer neuen, weichen Welt.

    Alle Daten sind gelöscht,
    der letzte Krieg verloren.
    In Deiner unbekannten Seele
    fühl ich mich wahrlich neu geboren.

    von Whynot

  5. #5
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    Mit Platz 4 und 2 Stimmen knapp das Treppchen verpasst hat:

    Sternepflücker nennt Ihr Euch?
    Und haltet Euch für mächtig?
    Na, prächtig!

    Erzählt es dem Skorpion
    zu Euren Füßen.

    Mit lieben Grüßen

    Ach ja
    PS.:

    In Wahrheit seid Ihr alle Fünf
    viel kleiner noch als Cepos Schlümpf´.

    Erschwerend kommt - zu Eurer Not -
    ein weiterer Aspekt hinzu:
    Ihr seid auch ziemlich

    tot.

    vom Richmodis

  6. #6
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    Auf Platz 5 mit jeweils 1 Stimme finden sich:

    Sternenkind
    Er ist ein leuchtend dunkler Stern
    betörte Frauen noch so gern
    und jede Nacht hat’s neu gefunkt
    das war ein Tagesordnungspunkt

    von L A F Strässler




    Sternenlauscher
    oder
    Die Kosmologie der Dogon


    Es zog ein kleines Staubkorn durch das All.
    Ein blauer warmer Stern, der fing es ein.
    Und so begann das Leben hier, noch klein.
    Natur erwachte hier und Überall.


    Dann wild und ungestüm manch neues Leben.
    Ein sprunghaft wachsend und so ungeordnet.
    Der Kampf ums Überleben ward eröffnet.
    Ja auch der Mensch war hemmungslos beim Streben.


    Er baute sich ein Heim aus festen Stein.
    Lief vieles falsch, das sollte vielleicht sein,
    denn manches hat man später erst erkannt.


    Und Ursprungsfragen stiegen lauthals auf.
    Der Sternenhimmel zog den Blick hinauf.
    Es gibt noch andere, meint der Verstand.

    von horstgrosse2




    Laterne am Straßenrand

    Laterne am Straßenrand
    Das Firmament, unendlich groß,
    doch unsere Sicht beschränkt,
    Kaleidoskop.

    Sterne, Ferne, lernte gerne mal etwas Neues kennen.
    Das habe ich alles schon so oft gehört – überreimt.
    Unser Handlungsradius ist minimal,
    dabei ist das Universum unendlich groß.
    Paradox!
    Kunst ist doch meine Eins.
    Wasserstoff!

    Eine gespaltene Einheit,
    wie der Blick vom Waldrand zur Skyline,
    wie die Sicht von Janus.
    Zwei Köpfe, zwei Blickrichtungen,
    doch sie teilen sich das gleiche Gesicht.

    Sagenhafte Sterne!
    Oh! Doch nicht,
    Brille vergessen,
    Straßenrandlaterne.

    Es tut so weh, es tut so verdammt weh,
    ich kann nicht mehr.
    Ich muss das doch besser können.
    Sehnsüchtig warte ich, wie Eichendorff.
    Ich bin am Ende, wie Motivation.

    Verliebt, verliebt, fair liebt,
    an diesen Ort,
    Habe es mir gemütlich gemacht,
    und bringe meine Lyrik zu Blatt.
    Bunte Lampions, Lichtermeer aus Farben,
    Dämmerung, Frühling der Nacht.

    Ich habe gerade die Sterne gezählt!
    Es sind vielleicht 10 oder so,
    ich bin gerade ein bisschen unkonzentriert,
    wurde zu lange von Tatsachen & Fakten herumkommandiert.
    Kommt aber mathematisch bestimmt auch hin, schätze ich mal.

    Ein Schmetterling flattert zwar scheinbar hilflos,
    doch Täuschung! Dieser Tiefstapler!
    Flügelschlag!
    Er hat den Wind gesteuert.
    Wer bin ich? Wer ist es? Wer ist dieser Mann?
    Darth Vader oder ein Himmelsläufer?

    Mein Schatz, mein blauer Stern, mein Gegenstück!
    Heißer als PG1159, mein Lebensglück!
    Ebenbürtig! Ich lebe für dich!
    Nur für dich, dich. Dich!

    Ich bin grün vor Hoffnung, grün wie die Sonne.
    Ich bin verwirrt, ich bin so durcheinander.
    Habe die Sterne noch einmal nachgezählt,
    es sind 10! Ganz sicher! Mehr sehe ich nicht!

    Ich stürze ab – Absturz
    Ich muss mich frei machen,
    bevor ich auf den Boden schlage.
    Frei von Farbe und Form,
    Freier als jetzt! Freiherr? Ich alter Taugenichts.
    Frei von Fanatismus.
    Ja! Auch von der Liebe,
    denn das löst jeden Fall, wie Inspektor Columbo.

    Bin ich ein Schreckgespenst?
    Oder ein echter Mensch?
    Eine Existenz,
    oder eure Exzellenz?
    Ein Tiefstapler?
    Der Betrogene oder der Liebhaber?
    Bin ich einer dieser Sterne?
    Oder vielleicht der Sendemast?
    Ich erkenne es nicht, aber vielleicht erkennst du das.
    Hilf mir!
    Fast gelöst, doch die meiste Zeit nicht vollständig, so wie der Mond,
    doch Kunst braucht keine Motive, denn Kunst ist die Motivation.

    von 9400jfm




    Unmöglich

    Ein Foto
    Millionen Lichtpunkte
    Milliarden Galaxien
    Unendlichkeit
    Wir sind nicht alleine

    von MiauKuh

  7. #7
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    Auf dem 6. Platz blieben leider ohne Stimme:


    SternEnGeliebte



    Sternenhimmel klar, bist du doch so wunderbar.
    Bleibt so viel in dir verborgen, verliert man in dir seine Sorgen.
    Fesselst uns schon immer mit deinem leuchtend warmen Schimmer.


    Schaue nun zu dir hinauf, bist du denn des Lebens Lauf?
    Strahlst so hell in aller Pracht, dass jedes Herzlein bald schon lacht.
    Doch jeden Morgen schwindest du und auch dein Zauber geht im Nu,


    Ich wart auf dich den ganzen Tag, weil ich dich und deine Schönheit mag.
    Jede Nacht sitze ich hier, strahlend, denn ich verbringe sie mit dir.
    Doch was ist, wenn es schwindet dein Licht? Liebste, warum siehst du mich nicht?



    von Herr_Snyder




    Traumzeit

    Mensch hat erforscht und ausgedacht,
    nichts ist vor der Wissenschaft gefeit,
    die Rätsel sind ihrer Lösung geweiht,
    wo sie bis dato der Zauber bewacht.

    Und trotzdem scheint der Himmel so weit,
    so klar funkeln Sterne in dunkler Nacht,
    dass Mensch sich noch immer Gedanken macht,
    wohin die Reise geht, die Zeit.

    von Frank Reich

  8. #8
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    Herzliche Gratulation Gugol und Festival zu den gelungenen Texten!

    LG
    albaa
    Geändert von albaa (17.02.2018 um 17:02 Uhr)

  9. #9
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    Liebe Gugol,
    ich gratuliere Dir zum zweiten Platz!
    Schade nur, dass so wenige Schreiberlinge teilgenommen haben.
    Herzliche Grüße,
    Festival



    Liebe Albaa,
    herzlichen Dank für die Gratulation!
    Allerbeste Grüße (und: Schade, dass Du zu Pfingsten nicht im Lande weilst),
    Festival



    Hallo Whynot,
    Glückwunsch zur Bronzemedaille!
    Liebe Grüße,
    Festival

  10. #10
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    Danke albaa und Dank an die vier Stimmenden für mein Pieps,


    und Gratulation an Whynot zum 3. Platz, hoffe auf noch mehr Gedichte von dir.
    gugol
    Geändert von Gugol (01.08.2018 um 09:28 Uhr)

  11. #11
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    @All



    Festival zu 99,99 % wusste ich im Voraus dass das Siegergedicht von dir stammt. Und da du zu diesen Zeitpunkt uneinholbar auf Platz eins standst, habe ich mein mageres Pünktchen „Whynot“ geschenkt, das zu dem Zeitpunkt noch ohne Wertungspunkt dastand.
    Und wie schon von Anderen bemerkt, die Teilnahme beim Schreiben und Abstimmen ist ein Schlafkabinett. (Ich kann nicht glauben, was Manche für feurige Gedichte schreiben und beim Wettbewerb im Winterschlaf versinken.)

    Vielleicht fehlt den Wettbewerb auch etwas freundlichere Makulatur.
    Mehr Vergabestimmen. Aufbrechen der Bewertungsnorm.
    IN:

    A: Inhalt (Gesamteindruck, kann unabhängig sein, von Punkt B und C. )
    B: Form (metrische ?)
    C: Phantasie (Metaphern)


    Keine Ahnung, eben nur ein Gedankensprung, grins.

    Glückwunsch an den Gewinnern und den Teilnehmern.

  12. #12
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    Lieber horstgrosse2,
    erst einmal herzlichen Dank für den Glückwunsch.
    Was die Wahnsinnsteilnahme angeht, bin ich einer Meinung mit Dir. Was tun? spricht Zeus?
    Dass man "Schweine am Gang erkennt" (wobei das Wort Schwein hier keinerlei abwertende Bedeutung hat), hat mir mal ein erfahrener Journalist gesagt. Ich hatte mit ihm für Zeitungsartikel ein Pseudonym verabredet und da kam sein Spruch: Du kannst darunter schreiben, was du willst, ich erkenne meine Schweine am Gang.
    Über die Motivation zur Teilnahme denke ich noch mal nach.
    Liebe Grüße,
    Festival

  13. #13
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    Manche Schweine (ebenfalls nicht abwertend) hinterlassen auch unverkennbare Fussspuren, wo sie es nicht sollten. LG gugol

  14. #14
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    Herzlichen Glückwunsch den drei Erstplatzierten.

    Dir, lieber Festival, zum ersten Platz und dem im unverkennbaren "Festivalstil" verfassten Gedicht. Dir, liebe Gugol zum zweiten Platz, wer hinter deinem "hexadezi(maxi)malen" Werk steckt, war ebenfalls, wenn auch nicht ganz so leicht, zu erahnen. Von dir, liebe(r) Whynot, hatte ich bisher noch nichts gelesen, das will ich aber nachholen.

    Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

  15. #15
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    Lieber Festival, herzlichen Glückwunsch zu deinem gelungenen Werk in unverkennbarem Stil sowie zum ersten Platz.
    Liebe Gugol: ich fand dein Gedicht auch ansprechend, weil sehr fantasievoll. Gratulation!

    Entschieden hatte ich mich für Whynots Gedicht. Mir hatten es die Löcher im Kuppelzelt angetan und dass man beim Blick nach oben auch Geborgenheit empfinden kann, wo es doch so beängstigend unendlich ist.

    Und schade -auch meine Meinung - dass so wenige mitmachen. Das Interesse ist einfach nicht groß. Leider. Aber ist so.

    Grüße an Alle.
    Richmodis
    "Aber es muss gehen, andere machen es doch auch!"
    Loriot

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