1. #1
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    Bei mir untergetaucht

    Du kraulst durch meine Haare,
    Strähne für Strähne, Bahn für Bahn,
    berührst du mich irgendwo am Beckenrand,
    und stößt dich ab.

    Lautlos sinkst du nach unten in die Tiefen,
    um die Stille zu ergründen
    und kommst sprudelnd wieder nach oben,
    wo dein helles Lachen

    mir die Gischt deiner Freude
    über meine geschlossenen Lider versprüht.
    Ich schicke dich wieder hinab,
    mir nun die goldene Kugel zu besorgen.
    Geändert von Anjulaenga (22.02.2018 um 14:03 Uhr)

  2. #2
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    Liebe Anjulaenga,

    eine interessante Vorstellung von Erotik hast Du hier gut mit Freude und der Forderung auf Erfüllung verbunden.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Lieber Hans, danke für dein positives Feedback. L.G.A.

  4. #4
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    hallo anjulaenga
    ich suche und suche die unfeinheiten an diesem genrebild und finde keine. du kannst dir vorstellen, wie sprachlos ich wäre, wenn ich nicht doch meinen senf dazu gäbe.
    das nenne ich mal echte kraulerotik, da wird man nicht mit der nase ins fressen gestossen wie ein anorexes schosshündchen.
    kaspar

  5. #5
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    Lieber Anjulaenga,

    erotisch, feinsinnig und originell. Allerdings verstehe ich nicht, wieso du einen Frosch solch lustvolle Dinge tun lässt. Wegen des breiten Mauls vielleicht?
    Was solls, du musst schließlich wissen, was du tust.

    Sehr gerne gelesen und ein wenig ins Humorige abgeschweift.

    Liebe Grüße
    Sidgrani
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  6. #6
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    Wo die Worte sich mal verselbstständigen ist hier im besorgen gut vorgeführt. Man wollte es gar nicht aber irgendwie ist die Kugel dann mal so viel stärker im Anklang als das harsche besorgen ihr gönnt. Sonst gibt man sich ja die Kugel und warum gerade Rocher ins Spiel kommt, weiss wahrscheinlich nur der Bergarbeiter der Lust so genau wie der Terrorist der Liebe das hier als gerade noch rechtzeitig entgleist empfindet.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  7. #7
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    Lieber Praetorius,

    danke für dein anorexes Schoßhündchen. Demnächst gerne auch mal wieder Boxer oder Reißwolf, Show Show A.

    Lieber Sidgrani,

    es ist nicht das breite Maul, sondern viel naheliegender, es ist die furchtbar lange Zunge. Und die Idee dahinter ist eine ganz praktische:
    Frosch kommt von ja forschen. Der Frosch erforscht also forsch die Furchen und hält sie fliegenfrei. Das ist auch schon alles. L.G.A.

    Lieber Terrorist,

    Tief im Schacht kommt Rocher mit ihr ins Spiel. Du hast es als einziger erkannt, genau, hier ist eine alte Bergarbeiter- Romantik zur Lust verarbeitet worden, wobei die harsche Lore ihm ein wenig entgleist ist. Und das nur, weil sich Worte verselbständigt haben und nach oben drängten. Und weiter noch, ich glaube, du wolltest es hören: er hat es ihr besorgt. Aber das muss unter uns bleiben. Es war Liebe. L.G.A.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Anjulaenga
    es ist nicht das breite Maul, sondern viel naheliegender, es ist die furchtbar lange Zunge.
    Igitt, der ganze Schleim!

    LG Sidgrani
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Sidgrani Beitrag anzeigen
    Igitt, der ganze Schleim!
    Jipp, aber nur so flutscht nunmal das das Geschäft mit der Erotik A.

  10. #10
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    Gefällt mir sehr gut, mein Kompliment dazu.

    lG
    Flame
    Die Liebe ist stumm, nur Poesie kann für sie sprechen. Novalis

  11. #11
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    Hmm ... es hieß, man soll begründen, sonst wäre es Spam. Wie begründet man ein Hm ... ohne in Besserwisserei oder Lobhudelei zu verfallen ...

    Ich versuch es mal, in dem ich bei mir bleibe ... die ersten drei Zeilen haben mich wirklich reingezogen ... aber die folgenden Zeilen, obwohl ich auch die nicht schlecht finde, haben mich auf diesem Niveau nicht weiter mitgetragen ...

    Das Bild am Schluss, blieb mir im Gedächtnis. Es hat enorm viel Gewicht hat imVergleich zum Rest und zum Anfang ... wie gut ich das finde, überlege ich noch ...

    Ein Wort hat unangenehme Assoziationen bei mir geweckt, und wenn das beabsichtigt war, oben hast du von glitschig gesprochen, ist das sicher gut: Gischt, ... ich mag Drastik zwar ...aber hier klingt es für mich nicht ... weder so, noch so ...

    .. und ich habe das Gedicht mit Interesse mehrfach gelesen.

    Liebe Grüße
    Christian Jyren

  12. #12
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    Liebe/r Flame,

    danke für das Kompliment, L.G.A.


    Lieber Christian Jyren,

    "oben hast du von glitschig gesprochen" schreibst du.

    nein, das hatte ich nicht.

    Vielleicht sollte das Bild in dieser Lesart deshalb auch wieder gelöscht werden,
    damit die Assoziation nicht allzu schlüpfrig wird.
    Die Gischt der Freude ist ein reines Wasserbild. Ähnlich wäre z.B. eine "überschäumende Freude".
    Das hat nichts mit glitschig und Schleim gemein. Oder meintst du etwas anderes?

    Vielen Dank für dein Interesse, L.G.A.

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