1. #1
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    Die Fibonacci-Relation

    Die Welt in einem Punkt vereint,
    in dem das Leben himmlisch ist,
    ist Geist in der Unendlichkeit
    und Ewigkeit im Augenblick.

    Materie ist Lebensgrund,
    der Leben lässt unendlich sein.
    Sein Geist durchdringt die Ewigkeit,
    verstehend auch in einem Klick.

    Materie, die ewig lebt,
    ist Sein mit der Unendlichkeit,
    und alles wird, von Geist durchwebt,
    der ewig ist, im Punkt der Zeit.

    Des Menschen Geist versteht dies nicht,
    weil es ihn auch nicht intressiert,
    und er sich nicht den Kopf zerbricht,
    womit er den Verstand verliert.


    PS
    Materie verhält sich zum Leben, wie lebende Materie zur Unendlichkeit, und unendliche Materie zur ewigen Unendlichkeit der Augenblicke.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Lieber Hans,

    textlich spuken mir in Deinem Gedicht zu viele unendliche Geister herum. Diese vielen Wortwiederholungen, die auch im Kontext der sie umkleidenden Verse mir keinen inhaltlichen Zugewinn bringen, wirken auf mich irgendwie lästig. Der dazu oberlehrerhafte Sprachduktus verführt mich auch, die aufgestellten Thesen anzuzweifeln, z.B. die letzte Strophe:
    Zitat Zitat von Hans Plonka
    Des Menschen Geist versteht dies nicht,
    weil es ihn auch nicht intressiert,
    und er sich nicht den Kopf zerbricht,
    womit er den Verstand verliert.
    Der Kausalität, die Du hier herstellst, kann ich nicht folgen. Ich kenne keinen Fall (manchmal muß ich schon leider sagen), wo der Gedanke, den Verstand zu verlieren, die Menschheit (so verstehe ich Deinen Menschen) abgehalten hat, auch das nicht oder schwer Begreifbare zu verstehen. Eher scheint mir das Gegenteil zu zutreffen.

    Auch verstehe ich nicht den Titel in Bezug auf den Text. Das Verhältnis benachbarter Elemente der Fibonacci-Zahlenreihe ist bei unendlicher Betrachtung eher ein Ausdruck von Konvergenz. Wie dem auch sei, ich finde im Text keine Gedankenbrücke dazu. Vielleicht übersehe ich sie auch, dann bitte ich Dich, mir das Astloch in meinem Brett vor dem Kopf aufzuzeigen.

    LG Eremit
    Hinweis: Lyrik im Foyer 2018 in Frankfurt (Oder)

    -------------------------------------------
    Weh denen, die dem Ewigblinden
    Des Lichtes Himmelsfackel leih'n!
    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt' und Länder ein. (F. Schiller)

  3. #3
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    Die Fibonacci-Relation

    Lieber Eremit,

    Die Fibonacci-Relation besagt, dass wenn bei der Teilung eines Ganzen, der kleinere Teil vom größeren der gleiche Bruchteil (%teil) ist, wie der größere vom Ganzen, handelt es sich um den goldenen Schnitt, der sich überall in der Natur wiederfindet. Diese naturgegebene Verhältnismäßigkeit zwischen den Grundlagen des Seins in seiner Dreifaltigkeit von:

    Materie (Geschehendes, Leben),
    Geist (Information, Erkenntnis)
    und Energie (Zeit)

    sollte vom Leser in meinem Gedicht gesucht werden, wobei die absolute Relativität mit einzubeziehen ist.
    Wegen nicht vertrauter Bezüglichkeiten und dem nicht vertrauten gedanklichen Umgang mit diesen entfällt bei den meisten das Interesse. Sie zerbrechen sich darüber nicht den Kopf und verlieren das Verstehen und auch das Verständnis für diese Aussagen. Sicher gibt es jedoch auch Ausnahmen.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (02.03.2018 um 13:38 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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