1. #1
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    Lebendige Kiefer


    Lebendige Kiefer

    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    Von kalten Winden arg zerzaust
    Steht diese Kiefer einzeln da,
    Die Wetterseite kaum geastet,
    Nur ostwärst etwas reich benadelt.

    Stolz steht sie da, schlank, hoch gewachsen
    Und jedem Wetter dauernd trotzend:
    Seit achtzig Jahren in der Welt,
    Versorgt den Boden sie mit Zapfen,

    Den kleinen, die so dunkel sind.
    Im Sommer duftet dann ihr Harz
    Und weist betörend auf den Stand,
    Stimmt so des Wanderers Nase heiter.

    Selbst Wintereis macht sie noch stolz,
    Sie grüßt der Sonnenlust entgegen,
    Denn sie weiß, sie wird richtig alt,
    Wenn sie gefordert von den Winden.

    *

  2. #2
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    Lieber Dr. Karg,

    mit der poetischen Betrachtung der Kiefer, hast Du auch eine Belobigung für sie geschrieben. Die Kiefer ist eine der häufigsten Bäume in Deutschland und sollte für jeden ein gut bekannter Baum sein. Du hast sie uns hiermit gut nahe gebracht.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
    Sneaker Guest
    @ Hans Plonka,

    bitte sprich doch für dich. Ich schließe mich aus dem

    Du hast sie uns hiermit gut nahe gebracht
    ganz eindeutig aus.

    Sneaker

  4. #4
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    Hallo Dr. Karg,
    mit heiterer Nase gehe ich hinfort durch die Kiefernbestände unserer Wälder, freue mich natürlich über die aufklärenden Worte von Hans, der mit untrüglichen Sinnen erkannt hat, dass die Kiefer der zweithäufigste Baum in unseren Breiten ist, erkenne ein leichtes Stirnrunzeln der Fichten und frage mich: Was soll mir Dein Gedicht sagen?
    Eine Hymne für die gemeine Kiefer?
    Um diesen Namen zu verdienen, sagt Dein Gedicht über die Kiefer zu wenig aus. Ob die Kiefer ihre Aufgabe darin sieht, den Boden mit Kienäppeln zu versorgen, weiß ich nicht. Es gäbe ein Dutzend Eigenschaften der Kiefer, mit der sie bewundernd zu beschreiben wäre. Da hast Du eine Chance vertan.
    Gruß,
    Festival

  5. #5
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    Lieber Sneaker, lieber Festival,

    das "gut" war eine freundliche Übertreibung von mir.

    LG Hans
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  6. #6
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    Liebe Dichterfreunde,
    vielleicht wird mein Gedicht besser verstanden, wenn ich darauf hinweise, dass diese herrliche Kiefer in der Nähe eines viel bedeutenderen Baumes steht: der Kreuzeiche (kann man googeln).
    Wenn ich an der Kiefer vorbei gehe, sehe ich sie immer wieder in einem anderen Licht und erkenne, wie wunderbar sie sich gegen die Unbilden der Natur zu wehren weiß - und wie sie weiter wächst.
    Das "gut" von Hans Plonka nehme ich gern auch als Übertreibung an!
    Liebe Grüße!
    H. H. Karg

  7. #7
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    hallo dr karg –
    der text zur kiefer ist für mich derartig unzusammenhängend, wie u.a., dass sie sich von ST1 zu 4ST konsequent in unverständliche widersprüche verfangen. festival hat natürlich recht, dass es zur Kiefer lyrisch interessantere eigenschaften zu berichten gäbe. dazu sind sie nicht in der lage. wie erklären sie mir daher den text – den lyrik sehe ich beim besten willen keine – als sie etwa aus einem halb astlosen zerzausten baum in der folge ganz genau das gegenteil machen. was wollen sie mit ETWAS REICH BENADELT sagen? wie können zapfen BETÖREND AUF DEN STAND (was ist das?) WEISEN? ihre wortschöpfungen sind wie in allen ihren versuchen zu dichten völlig unpassend und irreführend. leider sind sie mit der beantwortung von fragen und kritik sehr geizig bis zu völlig ignorant, aber das würde mich interessieren. danke und

    lg
    Droz

  8. #8
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    Das Unzusammenhängende ergibt sich aus dem Bild von der wetterzerrissenen Kiefer.
    Das ETWAS REICH BENADELT bezieht sich auf die wetterabgewandte Seite der Kiefer.
    Geht man im Sommer am Stadn einer Kiefer vorbei,riecht es tatsächlich betörend.
    Das kann natürlich nur erfahren und empfinden, wer hinausgeht in die Natur!
    LG HHK

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