Aus grauweißem Nichts formt sich ein Gedanke,
unmerklich schleicht er sich in mich hinein.
Er wandert in mir, wie an einer Ranke.
Mal dehnt er sich, mal macht er sich klein.

Eine Ahnung folgt dem eignen Erstaunen.
Mir ist so als spür ich die Welt in mir.
Ich würd' es ja gerne hinausposaunen,
doch komm ich mir vor wie ein Passagier.

Ob ich weiß, ich ahne oder ich fühle
als wanderte ich durch kühlen Nebel.
Ich spüre in mir die bleischwere Kühle.
Erkenntnisse tragen plötzlich Knebel.

Ich will so gern die Welt in mir erfahren,
mich mit allem Sein um mich verbinden.
Würde sich denn die Welt mir offenbaren ?
Kann ich mich so verlieren und finden ?

Dresden, D., 26.02.2018