1. #1
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    Wenn im Lenz Hormone schlüpfen

    Wenn im Lenz Hormone schlüpfen,
    die Synapsen sich verknüpfen,
    Häschen über Wiesen hüpfen,
    Mädchen ihre Röcke lüpfen,
    dann, ich sag es nicht im Scherz,
    ist März.

    Wenn im Wald die Böcke bellen
    und die Ricken dann mit schnellen
    Sprüngen zu dem Rehbock eilen
    und recht gern bei ihm verweilen,
    wenn zum Hans eilt die Sybill,
    ist April.

    Wenn Sybill dann ihrem Hans
    hormongesteuert seinen Schal
    entknotet und mit Lust
    rasch entblößt den heilgen Gral,
    dann, mit Inbrunst ruft „Juchhei!“,
    ist Mai.
    Geändert von Festival (02.03.2018 um 08:29 Uhr)

  2. #2
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    Lieber Festival,

    fürs "Röckelüpfen" ist es noch zu kalt, schade. Aber deine letzte Strophe hat mir klar gemacht, dass ich lieber auf den Mai warten sollte. Gleich morgen kaufe ich mir einen neuen Schal.

    Liebe Grüße
    Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

  3. #3
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    Wem oder was wird der Schal entknotet? Dem Hans. Dativ.



    Wenn Sybill dann ihrem Hans
    hormongesteuert an den ganz
    Langen Gral grapscht und zum Tanz
    Ruft, doch will nur Sauerei,
    Ist Mai.
    Geändert von Mkf0172 (02.03.2018 um 06:56 Uhr)

  4. #4
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    Und mittendrin als Springinsfeld
    ein fröhlicher König Artus,
    ui, da freut sich die Tafelrunde
    und leert die Becher mit einem
    Auf Ritter Festval!

    Aber ich sag's ohne Scherz:
    Dein Text hat die nötige Rasse und den nötigen Schwung,
    um nicht nur der Sibyll, sondern auch
    eher musischen Werten zugewandten
    Lebewesen ein Juchhei zu entlocken.

    Sehr gutes Beispiel dafür,
    wie wichtig Form nicht nur
    im Hosenschlitz ist, sondern
    auch beim Setzen von Versen.

    Kaspar

  5. #5
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    Lieber Sidgrani,
    ich muss Dir widersprechen:
    Fürs Röckelüpfen ist es nie zu kalt,
    sprach die Maid aus Ulan-Ude.
    Wenn Pjotr mich bei Minusgraden knallt,
    verzieh ich nicht einmal die Schnute.

    Hallo Mkf0172,
    danke für Deinen scharfen Blick.
    Aber: Wem wird der Schal entknotet fordert den Dativ. Wen oder was sehe ich den Schal entknoten? Die Natascha - Superlativ (oder willst Du etwa widersprechen?
    Deine Neudichtung hinkt an zwei Ecken: Es gibt keinen langen oder kurzen Gral. Dann müsste es Grale geben. Gibt es aber nicht. Gral ist Gral - Punkt. Die zweite Ecke ist nur schwer erklärbar. Vielleicht versuche ich einmal so herum: Der Schal ist dem Gral reimgeschuldet.
    In der Urfassung steht:
    Wenn Sybill dann ihrem Hans
    hormongesteuert die Krawatte
    entknotet und er mit Lüsten
    fummelt in der weichen Watte,
    dann, mit Inbrunst ruft „Juchhei!“,
    ist Mai.

    Aber Watte und Krawatte, das erschien mir nicht jugendfrei, deshalb hilfsweise Gral und Schal.
    Alles klar?

    Lieber Caspar,
    ganz schlicht: Vielen Dank für Deinen Beitrag! Ich höre die Märzenbecher läuten und was auch immer Du im Becher hast:
    Trotz Eis und Schnee und hartem Frost -
    Kopp in Nacken, Caspar - Prost!

    Liebe Grüße Euch Dreien,
    Festival

  6. #6
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    Liebes Festival,

    jemand, der mit Frühling so gar nichts richtig am Hut hat, könnte die Monate jetzt ganz schnell weiter durchdeklinieren wollen

    ,,Mit Sybille, Hans und Böcken,
    lässt sich Lust auch lustig wecken.
    Schnell kommt dieses Lenz- Hormon,
    stimuliert durch solch Sermon.
    Jeder kommt, was? Warum du nie?"
    ,,Wegen Juni!"

    Ich bin jedoch hormonell noch ganz bei dir, gerne gelesen, A.

  7. #7
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    Hallo Anjulaenga,
    "Jeder kommt, was? Warum du nie?"
    ,,Wegen Juni!"
    möchte ich doch weniger anonym haben:
    Jede(r) kommt, sogar die Bruni -
    's ist halt Juni.
    Schön, dass Du mir hormonell so nahe bist und danke für Deinen Kommentar.
    Liebe Grüße,
    Festival

    Lieber Straessler,
    sag ich doch!
    Das Lüpfen der Röcke bringt Freude und Lust
    an allen Tagen, nur nicht im Monat August.
    Wenn im August ein Donnerschlag schmettert,
    wird mittenmang durch die Röcke gebrettert.
    Schönes Wochenende!
    Festival
    Geändert von Festival (02.03.2018 um 18:24 Uhr)

  8. #8
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    Der Superlativ von Natascha ist Nataschaste.

    Kann man sich mit folgendem Spruch merken:
    Wer nascht nasse Nasetragetaschen? Natascha.
    Wer nascht nässere Nudeltragetaschen? Natäscher.
    Wer nascht die nässesten Nadeltragetaschen. Nataschaste.

    Außerdem, seit wann ist Watte und Krawatte nicht jugendfrei? Das Original hat definitiv mehr Biss.

  9. #9
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    Lieber Lorenz,
    mit einer artigen Verbeugung: Danke!

    Hallo Mkf0172 ,
    Du hast, verzeih, meinen dezenten Beitrag schlicht nicht verstanden. Macht aber nix - ich verstehe mich manchmal selbst nicht.

    Liebe grüße Euch beiden,
    Festival

  10. #10
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    Vielleicht. Ich war jedenfalls davon ausgegangen, dass du — hintersinnig wie du bist — den Superlativ hier sicherlich nicht im grammatischen Sinn verwendest, sprich nicht wie gut besser am besten, sondern mehr im Sinne von „die Natascha entknotet den Schal, und sie ist die Beste“, oder „es ist das beste, wenn die Natascha den Schal entknotet“, oder „wer auch immer den Schal entknotet, aber Natascha macht’s am besten“, oder ähnlich.

    Und dann ist es wie im Pingpong. Wenn du den Ball von unten anschneidest, damit er — hintersinnig wie du bist — eine überraschende, hintersinnige Kurve fliegen soll, dann sehe ich — hoffentlich jedenfalls — was du machst und schneide auch von unten an, damit mir der Ball nicht vom Schläger rutscht oder ins Netz donnert. Und so kann das eine ganze Weile hin- und hergehen.

    Deswegen habe ich deinen nicht wörtlich gemeinten hintersinnigen Superlativ, sobald er auf meiner Seite war, mit Gegenspin hinter-hintersinnig erwidert, sprich wörtlich, damit du auch was zu lachen hast. Leider warst du darüber nicht erfreut. Das ist vielleicht das gleiche Gefühl, wie wenn dein Gegenspieler deinen hintersinnigen Unterspin entdeckt hat, und du dich so halb ärgerst, dass der Ball wieder zurückgeflogen kommt und nicht genau das macht, was du erhofft hattest. Ich weiß es nicht genau, und Pingpong kann ich auch nicht gut spielen. In diesem Sinne,

    M
    Geändert von Mkf0172 (03.03.2018 um 02:56 Uhr)

  11. #11
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    Guten Morgen Mk0172,
    Du bist immer noch auf dem Holzweg. Und das möchte ich nicht.
    Das "Gedicht" ist einer Augenblickslaune entsprungen und ich schick Dir mit schamniedergeschlagenem Auge die nicht jugendfrei Fassung der letzetn Strophe. Geschrieben steht, und das Reimschema richtet sich nach der zweiten Strophe (aabbcc)

    "Wenn Sybill dann ihrem Hans
    hormongesteuert seinen Schal
    entknotet und mit Lust
    rasch entblößt den heilgen Gral,
    dann, mit Inbrunst ruft „Juchhei!“,
    ist Mai."

    Dieses Reimschema habe ich (die Paragrafen des Jugendschutzes im Hinterkopf) heimlich beibehalten, denn das Original lautet:

    Wenn Sybill dann ihrem Hans
    hormongesteuert seinen Schwanz
    entknotet und mit Lust
    rasch entblößt die weiße Brust,
    dann, mit Inbrunst ruft „Juchhei!“,
    ist Mai.

    Alles klar?

    Schönes Wochenende,
    Festival

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