1. #1
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    Sündhaftigkeit


    Sündhaftigkeit

    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    Kein Gott verzeiht jemals das Kämpfen,
    Das Morden und Intoleranz.
    Er wird auch nicht die Sünde dämpfen,
    Wenn Menschen sich sehen im Glanz.

    Es gibt Menschen, die sündenfrei –
    So glauben sie für sich gar selbst!
    Gottglaube ist da einerlei –
    Sie glauben immer nur sich selbst!

    Damit der Mensch sich sündhaft sieht,
    Braucht er doch eine Himmelsmacht:
    Die Gottheit, vor der er dann kniet,
    Befreit ihn von Sünden und Nacht.

    Der Atheist scheint ohne Sünde,
    Er ist und bleibt sein eigener Gott:
    Wie er das Eigene verkünde,
    Befreit er sich aus eigener Not.

    Der Sündhafte weiß: „Ich bin sündig!
    Als Sünder werde ich auch fehlen.
    Nur mit der Gottheit werd' ich mündig,
    Auf Reue, Gnade muss ich zählen!

    In muss mein Leben kontrollieren,
    Umkehren, wenn ich dann gefehlt,
    Betend Verzeihung anvisieren,
    Damit dem Himmel nichts verhehlt!“

    Vorsatz wär' das Versündigen
    An Mitmenschen, Natur und Tier.
    Der Vorsatz kann entmündigen
    Den Täter – weg vom Glaubenswir.

    Nur dort, wo mit Bescheidenheit
    Und Demut das Gebet bewegt,
    Wird edel, weil Barmherzigkeit
    Sich mit Geboten gut verträgt.

    Vergebung ist nur dann zu haben,
    Wenn Menschen um die Gnade flehen,
    Sich an der Glaubenskraft gern laben,
    Weil sie zu ihren Sünden stehen.

    *
    Geändert von Dr. Karg (06.03.2018 um 09:51 Uhr) Grund: Textkorrektur

  2. #2
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    Auch ich habe Vergebung im Visier, so schreibe ich mir denn auf die Fahne:

    Lieber Gott
    ich bin ganz arg
    drum mach mich karg.

    Schönen Sonntag
    Kaspar

  3. #3
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    Lieber Dr.Karg,

    Nur ein paar Punkte zum Nachdenken.
    Es ist gut nicht zu glauben, dann wird mehr bezweifelt und nachgedacht. Vertrauen sollte man nur, wenn man ausreichend gute Erfahrungen gemacht hat. Glauben macht abhängig, nimmt den Menschen Freiheit weg.
    Es ist gut sich nicht sündhaft zu sehen, dann braucht man auch nicht die Himmelsmacht und das Knien.
    Jeder sollte doch sein eigner Gott sein, das gehört doch zum normalen Selbsterhaltungstrieb.
    Von Sünden und der Nacht möchte ich nicht befreit werden. Bin nicht sündhaft und die Nacht brauche ich zu schlafen.
    Mündig fühle ich mich, wenn ich in der Lage bin meine Interessen zu vertreten.
    Verzeihen tut man jemandem dem man eine Schuld zugewiesen hat. Ich übernehme die Verantwortung für mich und weise keinem eine Schuld an mir zu, deshalb brauche ich niemandem zu verzeihen.
    Bescheidenheit ist dort angebracht wo es Überfluss gibt. Das ist nur bei einer Minderheit von Menschen der Fall.
    Glaubenskraft empfinde ich als etwas ganz Schlimmes, denn sie macht abhängig und verbietet über das zu Glaubende nachzudenken.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (04.03.2018 um 16:41 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  4. #4
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    da meinte der dokter wohl "-toleranz", aber nicht nur das korrekte schreiben klappt nicht ganz. lg W.
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  5. #5
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    Lieber Hans Plonka,
    es gibt natürlich - wie bei allen Überzeugungen - auch hier die Extrema: Die Glaubenskraft des Bigottischen ist etwas Schlimmes, die Glaubenskraft des Zweifelnden und Kritischen kann etwas Aufbauendes, etwas Schöpferisches sein.
    Auch jene Selbstgerechten, welche die Bibel ja ausdrücklich als Sündenfall benennt, sind für die Mitwelt etwas Schreckliches.
    Bescheidenheit gibt es nicht nur im Überfluss, sondern kann auch dort anzutreffen sein, wo Mangel herrscht.
    Es wäre schlimm, würde man allerdings nur annehmen, dass Menschen niemals in Sünde geboren wurden, sondern immer nur in die Sünde der bestehenden Verhältnisse hineingeboren wurden und von außen her quasi "besündigt" wurden.
    LG H. H. Karg
    Geändert von Dr. Karg (05.03.2018 um 09:20 Uhr) Grund: Textkorrektur

  6. #6
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    lieber welther
    ob a oder e ist oft nur eine frege, auf walcher seite der granze men sich befindet.
    ob bei den suaben oder den bejuweren.
    auf alemannisch: ig cha mit dym kommentar nid auzuvüu afoh, genauso weny wi wohrschynlech dr gross pädagog mit mym.
    kesper

  7. #7
    Sneaker Guest
    Intolerenz.
    Vermutlich ist das in S1 Z 2 der Stein des A-nstoßes.

  8. #8
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    lieber sneaker
    du willst im ernst über tippfehler sprechen?
    oder doch wohl eher einen kleinen scherz um buchstaben einflechten?
    wie auch immer
    lebe ohne sünden und sorgen
    kaspar

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