Thema: Karrieregeil

  1. #1
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    Karrieregeil

    Sieh nur was aus dir geworden ist:

    Vom Milchbubi erwachtest zum Postmann deiner Liebesbriefe,
    und reiftest stattlich bald heran,
    sodann vom Blümchenmann mit Powerflower, zum Lusterbauer,
    vom kleinen Hosenscheißer zum Possenreißer bis hin zum Popobeißer,
    vom Ballverlierer, Nassrasierer zum Brötchenschmierer,
    ein befreiter Bereiter, Erweiterer, ein Aufheiterer.

    Deine Lacher wurden Riesenkracher, waren Scharfmacher.
    Du warst mein Einheizer, Anheizer, Ausreizer,
    vom naiven Tor wurdest du schnell zum Animator,
    ein Blind Date, ein Termin, ruck zuck warst du mein Terminator.
    Warst mein Hero, mein Torrero, mein Libidozampano.
    ein Aphrodisierer, Stimulierer, ein großer Flüsterverführer.
    Einst Abstauber, bald schon Beutelsauger und Atemberauber,

    Hosenöffner, Dosenöffner, Pflaumenlöffler.
    Erwecker, Lecker, Honigschlecker,
    heißer Slipeinreißer, Schenkelbeißer,
    einst so verlegen, später Verleger, Aufreger, Produzent,
    tender surrender, Samenspender, Kerzenständer, den jeder kennt,
    ein Päckchenschnürer, Baggerführer, Ofenschürer,

    Heitschi bumsbeitschi Zuckerbroteinpeitscher,
    welch ein geiler Keiler, mein großer Heiler,
    mein Fischer, Auffrischer, Auftischer,
    Erreger, Wiederbeleber, Weltumsegler,
    Anrichter, Sekretär und Sekretäinnenzurichter, Liebesdichter,
    Belüger, Beflügler, Vergnüger,
    einst der große Überflieger da liegst du nun,

    mein Stubentiger, mein schnarchender Bettvorleger,
    du Schuft,
    schade, schon viel zu schnell
    ist alles verpufft!
    Geändert von Anjulaenga (18.03.2018 um 00:47 Uhr)

  2. #2
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    Liebe Anjulaenga,

    wenn dies alles für eine Karriere erforderlich sein sollte, dann hat bei mir eine Menge gefehlt. Es sind gute Stabreime überwiegen in den Wortendungen. Als Stabreimgedicht wirkt es überladen, was der Aussage jedoch einen starken Ausdruck gibt.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Lieber Hans,

    mit dem Begriff Überladung bringst du es auf den Punkt. Muss noch viel raus, damit es besser zündet.
    Auch ist der Titel in dieser Form nicht ganz zutreffend.
    Da werde ich mich wohl nochmal dransetzen müssen. L.G.A.

  4. #4
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    Lieber Anjulaenga,

    vom Milchbubi, dessen Laib in einer Gärschale heranreift, zum schnarchenden Stubentiger, der letztendlich mit einem lauten Puffseufzer alle Viere von sich streckt. Mit jeder Zeile und jedem Attribut, mit dem du das Lyrische Du charakterisierst, nimmt das Aphrodisierende deines Gedichtes gleich einem gehenden Hefeteig zu. Wo sonst, als unter Erotik, könnte dieses Werk stehen?

    Liebe Grüße
    Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

  5. #5
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    Lieber Sidgrani,
    wie gesagt, da muss ich noch mal ran, ist zu lang. momentan steht es erst mal so, weil ich einfach zu wenig Zeit habe. Danke für den Zuspruch, L.G.A.

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