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  1. #1
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    Leseprobe aus dem Knigge (schwarze Ausgabe)

    In einer Dame Gegenwart
    geziemt sich's nicht zu töten.
    Wird dann die Leiche noch verscharrt,
    beginnt sie zu erröten.

    Und ebenso gehört sich's nicht,
    persönlich zu versterben,
    auch dann beginnt sich ihr Gesicht
    mitunter leicht zu färben.

    Stattdessen zeugt von Feingefühl,
    die Dame zu ermorden.
    Als Folge ist noch jede kühl
    erbleicht statt rot geworden.
    Humorvolle Lyrik ist der Hofnarr der Poesie

  2. #2
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    Lieber plotzn,

    Die neueste Version der schwarzen Knigge Ausgabe sollte deiner werten Leserschaft nicht vorenthalten werden:

    ,,In einer Dame Gegenwart"
    das klingt schon fast wie gestern,
    denn über Knigge zart und hart
    muss der Transgender lästern.

    Die Penisfrau erst rot, dann bleich,
    sitzt da und kommt ins Schwitzen.
    Was einst so leicht ist nicht mehr Leich,
    ein Messerstich will sitzen!

    L.G.A.

  3. #3
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    Lieber Anjulaenga,

    oh, das muss aber ein Haufen Arbeit gewesen sein, den Knigge zu modernisieren.
    Steht in der neuesten Ausgabe auch:

    Triffst du auf eine junge Frau,
    reiß keine Schenkelklopfer,
    beschimpf sie nicht als dumme Sau,
    sag nicht "Isch mach disch Opfer!"

    Liebe Grüße,
    Stefan
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  4. #4
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    Lieber Stefan,

    ich staune Bauklötze, aus welch reichem Fundus an Humor du immer wieder Neues schöpfst. Der wird wohl nie leer (Neidneidneid ).

    LG Richmodis

    PS: Ergänzung zur Umwandlung von Spam in Textarbeit:

    Einfach göttlich, die Aufforderung, bei Mord und Totschlag doch bitteschön auf gutes Benehmen zu achten.

  5. #5
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    Mann ist doch immer wieder froh, lieber Gentleman Plotzn,

    wenn er weiß, wie er sich zu benehmen hat.
    Wie die aktuelle Diskussion zeigt, wird es ja immer schwieriger, es den Damen Recht zu machen.
    Danke für deine Recherche.

    Jedoch gebührt’s der edlen Frau,
    bei ihr noch zu verweilen,
    bis sie sich färbt von blass zu grau,
    um sie dann zu zerteilen.

    Dies klingt vielleicht zunächst extrem
    extrem, doch ich erwähn‘ es!
    Und es gelingt wohl auch nur dem
    vom Rang des Kapitänes.

    So tat es auch – als Kompliment! –
    (gereizt mit Reizen hat se’n ,
    wie man das ja von Damen kennt)
    der U-Boot-Fahrer Madsen.


    Sehr gerne gelesen. Und? Wie gehts so der Familie? Was macht die Dame des Haues? Gehts ihr gut?

    VG, Eddigeh

  6. #6
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    Lieber Stefan,

    der gute alte Knigge wäre des Lobes voll, könnte er deinen Auszug aus der schwarzen Ausgabe lesen. Ich interessiere mich für die Ausgabe mit Waidmesser und Filetierhandschuh, kannst du Bezugsquellen nennen? Es eilt!!

    Lieben Gruß
    Sid
    Dichten und dichten lassen

  7. #7
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    Liebe Richmodis,
    Humor ist wie ein Fass ohne Boden, oben kippt man irgendwas rein und sofort läuft es unten wieder raus – in diesem Fall wurde oben ein Loriot-Kalender eingefüllt…


    Lieber Eddiegeh,
    danke der Nachfrage – die Gattin ruht entspannt in der Truhe.

    Herr Madsen fand bei seiner Tat
    fürs Messer 'ne Verwendung
    und folgt somit dem Knigge-Rat
    in vornehmer Vollendung.

    Ein Gentleman von dem Format
    hat ebenso das Zeug, 'nen
    Verdienst wie diese gute Tat
    bescheiden zu verleugnen.


    Lieber Sid,
    einen Vorabauszug der schwarz-goldenen Weihnachtsausgabe mit Waidmesser findest du hier:
    Advent von Loriot - Fremdverlinkung entfernt

    Danke euch Dreien und noch einen schönen Restsonntag!
    Stefan
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  8. #8
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    Lieber Stefan,

    vielen Dank für die Erlaubnis, Deinen Knigge bei „poetry trifft Poesie“ vorzutragen. Ist ein Renner, frag Richmodis. Bei Gelegenheit werde ich noch mal drauf zurückgreifen, dann aber mitsamt der kunstvoll gereimten Ergänzungen. (Natürlich frag ich vorher um Erlaubnis.)

    Mein Beitrag zum Schwarzen Universal-Knigge:

    Ein Frauenfreund wollt seiner Maid
    ein schönres Outfit schnitzen.
    Doch da sie garstig rumgeschreit,
    gedieh es nur zum Ritzen.

    Oh die Grammatik, bitte blick ins
    Buch, Eliza!
    Du kennst ihn doch, Professor Higgins?
    Bin netter noch wie dieser!

    Wie lange schon erkär ich dir,
    du musst mal unters Messer.
    Drum, bitte, schrei nicht wie ein Tier,
    davon wirst du nicht besser.

    Trotz Blutverlust, die Ader schwoll
    ganz unvornehm dem Fräulein.
    Das war sehr wenig anmutvoll,
    fehlt nur noch, dass sie heult. Nein!

    Froh, mal in einer korrekten Ecke gelandet zu sein

    Michael
    .................................................................................................... ...............................................................
    Am Do., 28.3., ist bei "poetry trifft Poesie" die Slammerin Elena Nern mein Gast, U20-NRW-Meisterin im Poetry-Slam 2018
    Köln, Zum Goldenen Bock, 19.30 Uhr.

  9. #9
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    Lieber Michael,

    freut mich, dass es gut angekommen ist. Ich hab noch ein paar Ideen für den schwarzen Knigge, die müssen aber noch reifen.

    Liebe Grüße,
    Stefan
    Humorvolle Lyrik ist der Hofnarr der Poesie

  10. #10
    Sneaker Guest
    Hallo plotzn,



    Wie saß ich früher, grübelte,
    wie kill ich se? Zum Kotzen
    ist Grobheit, doch verübelt je
    den Mord wer, frei nach plotzn?

  11. #11
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    Servus sneaker,

    es ist im Knigge schon verbürgt,
    wie man sogar in Dramen
    den Stil bewahrt - der Kenner würgt
    im Samthandschuh die Damen.

    Dank Dir und liebe Grüße!
    Stefan
    Humorvolle Lyrik ist der Hofnarr der Poesie

  12. #12
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    Liebe Stefan,

    ich habe mal rausgesucht, welche Reime hier gefunden wurden, die nicht im Steputat stehen.

    sich's nicht / Gesicht (#1)
    erwähn‘ es / Kapitänes (#5)
    hat se’n , Madsen. ( #5)
    Zeug, 'nen / verleugnen (#7)
    blick ins / Higgins (8#)
    Fräulein // Heult. Nein! (#8)
    Grübelte / verübelt je (#10)

    Dann hab ich versucht, einen Reim auf „Knigge“ zu finden. Ich befürchte, der kommt nicht in den Steputat.
    Trotzdem:

    Der Plotzn, immer schon The Big,
    ist jetzt The Bigger, Biggest.
    Dank ihm ist nämlich unser Knig-
    ge knigger noch und kniggest.

    Na ja

    Michael

  13. #13
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    Lieber Michael,

    wer Reime sucht im Steputat,
    hat keine gute Reputat.*

    #1 solltest Du aber wieder streichen, denn Gesicht // nicht ist bestimmt kein origineller Reim...

    Dank Dir und liebe Grüße!
    Stefan

    * Abk. für Reputation
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  14. #14
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    Lieber Stefan,

    wer für nen Reim die Silben kappt,
    ist als Prosaiker ertappt.

    Aber hier noch eine Betrachtung zur Verbesserung des Umgangs mit Messern:

    Wenn Dich ein Hai, ein Menschenfresser,
    bedroht, benutze eine Gabel.
    Was andres ist nicht akzeptabel,
    denn schließlich gilt: „Fisch nicht mit Messer“!
    Da hat man's mit den Damen besser:

    Musst du dich ihrer noterwehren,
    dann ist kein Werkzeug vorgeschrieben,
    und Damen können furchtbar lieben
    und dich mit Haut und Haar verzehren.
    Nur bitte: Tu sie nicht versehren,

    letztendlich werden sie gebraucht,
    auch wenn es einen ziemlich schlaucht.


    Wollt ich mal gesagt haben

    Michael
    .................................................................................................... ...............................................................
    Am Do., 28.3., ist bei "poetry trifft Poesie" die Slammerin Elena Nern mein Gast, U20-NRW-Meisterin im Poetry-Slam 2018
    Köln, Zum Goldenen Bock, 19.30 Uhr.

  15. #15
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    Ja, lieber Michael,

    der stilgerechte Umgang mit dem Messer will gelernt sein:

    Wie leicht wird bei 'nem Ehestreit
    zum Mordwerkzeug gegriffen.
    Das Küchenmesser läg bereit,
    doch ist es auch geschliffen?

    Liebe Grüße
    Stefan
    Humorvolle Lyrik ist der Hofnarr der Poesie

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