Thema: Zwei Gewichte

  1. #1
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    Zwei Gewichte


    Zwei Gewichte

    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    In Erwartung schönster Taten –
    Vereinigt sind doch die Geschlechter! –
    Möcht´ er nun in Erfüllung baden:
    Ja keinen Mord und keinen Schlächter!

    So wartet er, bis sie auch will,
    Denn er meint, dass sie es ja braucht,
    Und zärtlich kommt er in die Still´,
    Während sie noch ein wenig raucht.

    Doch leider wartet er zu lange!
    Die Zigarette, spröd´ im Mund,
    Sie rötet nur die junge Wange
    Und gibt ihm keinen Willen kund.

    Sie greift nämlich behend' zum Kuchen
    Und gießt sich neuen Kaffee ein.
    Er kann nach ihrer Sehnsucht suchen,
    Doch sein Verlangen bleibt allein.

    Sie isst auch immer so viel Süßes
    Und hat nur dieses gern im Mund.
    Doch wer nur da allein: „Genieß' es!“-
    Der wird am Ende kugelrund.

    So hält er denn nach vielen Jahren
    Zwei Frauen heut´ in seinen Armen,
    Denn das Gewicht mit blonden Haaren
    Hat mit dem Liebsten kein Erbarmen.

    *

  2. #2
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    Dr. Karg,
    wie gut, dass Du vor den Verfassernamen das Zeichen für Copyright gesetzt hast! Ich war wirklich beinahe der Versuchung erlegen, dieses kreuzgereimte Wunderwerk der kontrapunktischen Lyrik zu kopieren und es unter meinem Namen a.a.O. einzustellen (mit dem Ziel, Lorbeeren einzusammeln, mein Dichterhaupt mit fremden Federn zu schmücken).
    Wie Du mit skakespearscher Wucht in der ersten Strophe die finale Schlächterei ankündigst, die in der Conclusio mit dem lapidaren Vers "hat mit dem Liebsten kein Erbarmen" vollendet wird - lässt meine Wangen auch ohne Zuhilfenahme einer Zigarette erröten!
    Gern ergösse ich mich in weiteren Elogen, aber meine Betreuerin ist dabei, mir den Stecker der Energieversorgung für meinen PC zu ziehen. Du wirst das kennen - die Heimleitungen können gnadenlos sein.
    Gruß,
    Festival

  3. #3
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    Und wer hat Erbarmen mit uns?
    Auch wenn das wieder als Spam verurteilt wird: ich kann mit diesem Gedicht absolut nichts anfangen!
    Er ist lüstern und sie wird ständig dicker, weil sie immer nur Kuchen will, anstatt...?
    Vielleicht muss sie sich ihr Schicksal versüßen?
    Fragen über Fragen!

    Cara

  4. #4
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    wenn die Kommentare moraltriefender werden als die verse des pater bavariae,
    wenn dieser seinen pädagogischen Zeigefinger im gürtel stecken lässt
    und das spiel mit Wörtern die putti in oberfränkischen Wallfahrtskirchen am gipsbauch kitzelt...
    dann müsste man sich doch echt überlegen, was sich da entwickelt.
    kaspar
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  5. #5
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    Hi kaspar,
    hier sabbern in der tat alle, der dokter, der festival, die cara - nur wir zwei beide, wir sabbern nicht. wir lassen den anderen die schnabeltassen.
    lg W.

    werter dokter,
    s1 und s3 sind bild- und satztechnisch doch schwer an reimatismus erkrankt. satz und sinn und stellung variieren nicht regelmäßig, sondern takt- und reimstößig.
    lg W.
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  6. #6
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    Lieber Walther,
    suchst Du Streit? Den Doktor , Cara und mich in einem Satz zu nennen und uns des Sabberns zu bezichtigen und zu Schnabeltassenbenutzern zu degradieren, ist harter Toback. Wie wäre es mit mit einer Entschuldigung oder klammheimlichen Löschung Deiner Entgleisung?
    Gruß,
    Festival

  7. #7
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    Ich habe das Gedicht von Dr. Karg nicht recht verstanden! Man verzeihe mir , wenn mir seine Feinheiten entgangen sind!
    Aber, lieber Heinz, ich habe Walthers Beitrag als reine Ironie interpretiert.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass er, der immer sehr genau hinschaut, uns ernsthaft mit Sabberern vergleicht!

    Ich glaube, dass Baldur nun endlich erscheinen muss! Sonst werden wir noch alle miesepetrig!

    LG, Cara

  8. #8
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    Zitat Zitat von Festival Beitrag anzeigen
    Lieber Walther,
    suchst Du Streit? Den Doktor , Cara und mich in einem Satz zu nennen und uns des Sabberns zu bezichtigen und zu Schnabeltassenbenutzern zu degradieren, ist harter Toback. Wie wäre es mit mit einer Entschuldigung oder klammheimlichen Löschung Deiner Entgleisung?
    Gruß,
    Festival
    nein,
    lb Festival,
    ich werde beides nicht tun, da die satire klar erkennbar ist.
    lg W.



    Zitat Zitat von Cara 1963 Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gedicht von Dr. Karg nicht recht verstanden! Man verzeihe mir , wenn mir seine Feinheiten entgangen sind!
    Aber, lieber Heinz, ich habe Walthers Beitrag als reine Ironie interpretiert.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass er, der immer sehr genau hinschaut, uns ernsthaft mit Sabberern vergleicht!

    Ich glaube, dass Baldur nun endlich erscheinen muss! Sonst werden wir noch alle miesepetrig!

    LG, Cara
    lb Cara,
    wie recht du hast. es wäre schön, wenn der herr einsehen hätte und den dokter mit der eingebung versehen könnte, daß (nicht nur) in seinem fall poetisches schweigen gold wäre.
    lg W.
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  9. #9
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    Liebe Dichterfreunde,
    selbst wenn manches hier heiter daherkommen will ist ein Redeverbot ein Redeverbot. Wollen wir wirklich wieder in Zeiten der Zensur zurückfallen?
    LG HHK

  10. #10
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    Zitat Zitat von Dr. Karg Beitrag anzeigen
    Liebe Dichterfreunde,
    selbst wenn manches hier heiter daherkommen will ist ein Redeverbot ein Redeverbot. Wollen wir wirklich wieder in Zeiten der Zensur zurückfallen?
    LG HHK
    werter dokter,
    niemand verbietet ihnen das reden, niemand verbietet ihnen das schreiben, niemand verbietet ihnen das posten. als feedback schlagen viele user ihnen nur vor, das im stillen kämmerlein zu tun - oder in ihrer von ihnen als so wunderbar präsentierten familie, wo man goutiert, was sie zu sagen haben. es muß nicht in massen in das arme internet geschüttet werden, um andere, bessere und wichtigere, beiträge zu verdrängen.
    überall schlägt ihnen das gleiche feedback entgegen. warum lernen sie nicht einfach einmal daraus?
    lg W.
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  11. #11
    Dr. Üppig Guest
    "Bessere und wichtigere Beiträge",

    lieber Walther,

    werden viel stärker von euren Kommentaren verdrängt.

    mfG

  12. #12
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    Lieber Walther,
    ich brauche keine oberlehrerhaften Belehrungen von Leuten, die nur meinen, sie und ihre Gedichte wären gut.
    Und Dr. Üppig hat ja hier einen klaren Kommentar eingestellt!
    MfG HHK

  13. #13
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    Zitat Zitat von Dr. Karg Beitrag anzeigen
    Lieber Walther,
    ich brauche keine oberlehrerhaften Belehrungen von Leuten, die nur meinen, sie und ihre Gedichte wären gut.
    Und Dr. Üppig hat ja hier einen klaren Kommentar eingestellt!
    MfG HHK
    werter dokter,
    im gegensatz zu ihnen halte ich meine versuche nicht für "gut", weil man das schlecht selbst zu beurteilen vermag. und ich belehre auch nicht, das ist ihr beritt; sie posten, um zu belehren, und genau das ist das problem ihrer texte.
    "In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister" schreibt meister Goethe in seinem sonett "Natur und Kunst" in s4v2. wenn sie diesen grundsatz befolgten, gäbe es diese anstände nicht. ich darf ihnen, unter "dichterfreunden", freundlichst anempfehlen, dieses sonett auch unter dem hinblick des verstehens zu lesen, was ein sonett ist und was nicht.
    lg W.
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  14. #14
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    Werter Walther,
    an keiner Stelle habe ich jemals behauptet, dass meine Gedichte als Versuche gut oder schlecht wären. Man muss nicht immer alles beurteilen (ich erinnere nur an Immanuel Kants KRITIK DER URTEILSKRAFT).
    Alle Dichtungen sind immer auch "Saat auf Hoffnung" sowohl für den Dichter als auch für den Leser, die man entweder aufgehen sieht/aufgehen lässt - oder aber verdorren lassen will. Es gibt in dieser Hinsicht tatsächlich Dichterfreunde und Dichterfeinde.
    LG H. H. Karg

  15. #15
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    Zitat Zitat von Dr. Karg Beitrag anzeigen
    Werter Walther,
    an keiner Stelle habe ich jemals behauptet, dass meine Gedichte als Versuche gut oder schlecht wären. Man muss nicht immer alles beurteilen (ich erinnere nur an Immanuel Kants KRITIK DER URTEILSKRAFT).
    Alle Dichtungen sind immer auch "Saat auf Hoffnung" sowohl für den Dichter als auch für den Leser, die man entweder aufgehen sieht/aufgehen lässt - oder aber verdorren lassen will. Es gibt in dieser Hinsicht tatsächlich Dichterfreunde und Dichterfeinde.
    LG H. H. Karg
    werter dokter,
    wer kritik mit feindschaft gleichsetzt, der hat weder stil, noch anstand, noch hat er die sittengesetze verstanden, noch den von ihnen immer wieder bemühten Kant, der mir wirklich langsam leid tut, im herzen leid, für welchen schmarrn er immer wieder herhalten muß.
    lassen sie diese freund-feind-einordnung einmal sein und hören sie auf, sich zum maßstab für das zu halten, was "hasskommentare" sind. in den foren, in denen ich debatten über ihre texte erlebt habe, gab es keinen echten hasskommentar, den ich gelesen hätte. es gab allerdings deutlich signale, was man von ihren texten und ihrem gehabe in der debatte über ihre texte und ihre repliken hält - manche mögen den guten geschmack hinter sich gelassen haben, aber haß sprach nie aus ihnen.
    daher sollten sie die anmerkungen als das nehmen, was sie sind: anstoß zum in sich gehen und nachforschen, was denn der eigene anteil sein könnte.
    lg W.
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