Thema: Abgewiesen

  1. #1
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    Abgewiesen

    Enttäuschung
    Wühlt sich durch dein Innenleben.
    Dein Verstand knickt ein und entgleist in Verzweiflung.
    Nein, das darf er nicht, bleib bei dir, stay on track.
    Der Kampf ist nicht was du brauchst, doch er hat einen Zweck.

    Wut
    Schießt durch die Fasern und deine Welt beginnt zu beben.
    Die Fragen die du dir gestellt, verbrannt unter kochendem Sud.
    Keine Antwort kommt zu stande, die Seele, löschende Gischt, kämpft gegen das tonnenschwere Gewicht.
    Dieses Feuer, es verbrennt dich, du brauchst es, aber du willst es nicht!

    Zweifel,
    Leere beginnt sich in dir zu heben.
    Was auch immer dich berührt, es entgleitet,
    Gestern verdrängt Heute, jedes Morgen aufgelöst, farblos, gebrochen.
    Und zurückgeblieben, dein wunder Punkt, entblößt, schutzlos, durchstochen.

    Und das Schlimmste:
    Es war kaum Liebe, bloß der Schein von Glück.
    Manchmal braucht es Hilfe und Zeit,
    Umarme den Schmerz, werde sein Gegenstück,
    Er wird dich prägen, doch zusammen werdet ihr befreit.
    Du brauchst nur etwas Mut, dann kommt der Friede zurück!

    Und denk daran, es war keine Liebe, bloß der Schein von Glück!


    Hey zusammen,
    Hier mein zweites Werk. Versmaß und Metrik sind (abgesehen vom Reimschema) wohl etwas vernachlässigt, allerdings sehe ich dieses Gedicht trotzdem als schön und wirkungsvoll an. Die Frage ist, ob es daran liegt, dass ich mit Hilfe dieses Textes versucht und geschafft habe meine Gedankenwelt in einer schwierigen Situation zu ordnen, und es mir alleine deshalb gelungen vorkommt.
    Ich freue mich also über jedwede Meinung, Kritik oder Vorschläge.

    Lg Atlas
    Geändert von Atlas (02.04.2018 um 01:18 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Atlas

    Zitat

    allerdings sehe ich dieses Gedicht trotzdem als schön und wirkungsvoll an.
    schön ist relativ - und wirkungsvoll...kommt darauf an was Du mit diesem Text bewirken wolltest.

    Was mich "stört":


    Und das Schlimmste:
    Es war kaum Liebe, bloß der Schein von Glück.
    Manchmal braucht es Hilfe und Zeit,
    Umarme den Schmerz, werde sein Gegenstück,
    Er wird dich prägen, doch zusammen werdet ihr befreit.
    Du brauchst nur etwas Mut, dann kommt der Friede zurück!

    Und denk daran, es war keine Liebe, bloß der Schein von Glück!

    Es gibt kein LY-Ich...nur den Beobachter als Erzähler...der sich anmaßt zu wissen was das Schlimmste für das LY-Du ist--auch gleich ein paar kluge Ratschläge zur Hand hat. Ich finde das geradezu widerlich und abstoßend - so gar nicht lyrisch, so gar nicht sexy

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    gelöscht................
    Geändert von lautmaler (30.08.2019 um 12:14 Uhr) Grund: Grundregelverstoß

  4. #4
    Mika91 Guest
    Hallo Atlas,

    ich finde dein Gedicht sehr interessant und macht mich neugierig.
    Würdest du mir erklären was du mit Zeile 5 für einen Kampf meinst?

    In der Psychoanalytik ist der Lebensinstinkt mit dem Todesinstinkt untrennbar verbunden.

    Dein Gedicht zeigt auf das die Liebe ohne Hass nicht verstanden werden kann.
    Wenn ich jemanden sehr liebe, empfinde ich auch große Angst dabei, die westliche Welt hat mich wohl geprägt, leider.

    Freundliche Grüße
    Geändert von Mika91 (17.03.2019 um 21:17 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Mika91 und herzlich wilkommen im Forum.

    Ich freue mich, dass dir das Gedicht irgendwie zusagt.
    Mit dem Kampf, ist der Kampf des Ly-Ichs gemeint, den es (oder eben meine Person damals) mit dem eigenen Verstand austrägt um diesen eben nicht entgleisen oder einknicken zu lassen. Dargestellt ist dieser Kampf in Vers 4, als immer und immer wieder neuen Versuch sich zusammenzureißen. Das Ly-Ich erkennt also irgendwie den Zweck des Kampfes (das nicht Entgleisen) aber braucht Befreiung und keinen ewigen Kampf.

    Ich hoffe das hat deine Frage zufriedenstellend beantwortet.

    Zitat Zitat von Mika91 Beitrag anzeigen
    In der Psychoanalytik ist der Lebensinstinkt mit dem Todesinstinkt untrennbar verbunden.

    Dein Gedicht zeigt auf das die Liebe ohne Hass nicht verstanden werden kann.
    Wenn ich jemanden sehr liebe, empfinde ich auch große Angst dabei, die westliche Welt hat mich wohl geprägt, leider.

    Freundliche Grüße
    Die allgegenwärtige Dualität des Lebens. Eine der schönsten Dinge überhaupt meiner Meinung nach. Ich bin sehr froh dieses Gedicht geschrieben zu haben und lese es heute noch gerne. So hat eine "schlechte" Situation wieder einmal etwas schönes hervorgebracht.

    Ich bin mir nicht so sicher zu wieviel Prozent die westliche Welt schuld ist. Zu einem gewissen Grad ist die Angst in der Liebe wohl natürlich. Eine Sache welche auch ich in diesen Tagen wieder zu spüren bekomme, leider.

    Allerbeste Grüße (auch an AndereDimensionen und lautmaler)
    Atlas

  6. #6
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    gelöscht..................
    Geändert von lautmaler (30.08.2019 um 12:13 Uhr) Grund: Verbesserung

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