1. #1
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    Dem Slammer NO LIMIT seine Kunst

    (Das ist ein Sprech-, kein Lesegedicht. Siehe, nein höre Anhang!)

    Mein Gast ist heute Christian Schmidi,
    der ist in Mülheim und auch hier so mit die
    authentischste und heftigste politi-
    sche Stimme unsrer fetten Existenzen.

    NO LIMIT nennt er sich, „Slam ohne Grenzen“
    heißt seine Show im Limes, das meint Format
    und Inhalt. Immer noch ist Schmidi Advokat
    der Flüchtlinge, die wir doch einst begrüßten,
    bis das Willkommen in der schäbig wüsten
    politischen Debatte sich um die Achse drehte,
    jetzt zählen nur noch Leitkultur und Knete.

    An unsrer statt ist Schmidt sich treu geblieben,
    nicht, dass den Raper dafür alle lieben,
    wenn er zur „letzten Schlacht“ um „das System“
    ruft. Mitleid und Menschlichkeit sind unbequem.
    Er sei „der schwarze Block der Lyrik“, sagt
    NO LIMIT. Bin gespannt, ob Euch hier das behagt,
    der Text ist radikal und waffenstrotzend,
    kein ziseliertes Kleckern, sondern klotzend.
    „Die Welt zu retten – das sei leicht gemacht“?
    Was „weltfremd“! Langsam jetzt! Und dann mal sacht!

    Vielleicht schafft so der Kerl sich 'ne Gemeinde,
    ansonsten schüfe er sich eher Feinde,
    wär er halt aggressiv und spröd und blöde
    und ginge mit der Sprache roh und schnöde
    um. Er liebt sie. Sogar „reimfixiert“! Na sowas.
    (Das ist – Ihr kennt mich – auch der Michi Domas!)
    „Sprache bringt sein Herz zum Schlagen“,
    „Worte sind sein Sauerstoff“,
    Das wird uns durch den Abend tragen,
    befürchtet keinen Dauerzoff.
    „Kunterbunt“ ist manches und „skuril“,
    erwartet viel und mehr und viel.
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien
    Geändert von Michael Domas (11.04.2018 um 12:22 Uhr)
    .................................................................................................... ...............................................................
    Am Do., 28.3., ist bei "poetry trifft Poesie" die Slammerin Elena Nern mein Gast, U20-NRW-Meisterin im Poetry-Slam 2018
    Köln, Zum Goldenen Bock, 19.30 Uhr.

  2. #2
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    auch du kannst dich täuschen: das ist definitiv geschrieben als text erkennbar. es sind sogar leichte schlenker drin, wie sie ein Metrum ertragbar machen. so würde es auch ein Michael (statt michi) sehr wohl vertragen (den vers sollte man eh nochmals überdenken: kann man das gleiche nicht schlanker sagen?).
    wie viele Einsilber-räusche rauschen da? kaum einer, würd ich sagen.
    lieber Michael Domas, das könnte jeder vortragen, was soll also deine eileitende Eigen-Qualifizierung?
    Kaspar Praetorius

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