1. #1
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    Doch Brücken helfen

    Doch Brücken helfen


    Ich konnte mit den Zähnen spleißen,
    die Knochen eines Krokodils.
    Das machte Spaß, war nie zu viel.
    Doch, das Fleisch war zäh und fest
    kein Hochgenuss, es war die Pest,
    und machte mir Probleme dann,
    kein sinnlich hörbar speisen.


    Die Zeit, sie rannte wie verrückt.
    Ich wurde alt, mit mir die Zähne.
    Mein Blick ergraut, auch meine Mähne.
    Doch, das Essen meine Welt,
    die Form von meinem Bauch erhält.
    Die Kiefern wurden irgendwann,
    mit schönen Brücken flugs bestückt.


    Und aus war’s dann mit harten Zähnen.
    Das Fazit jetzt von der Geschicht.
    Nur Zähne, nicht das Leben, bricht.
    Doch, die Brücken helfen mir,
    ich kann’s empfehlen, jetzt auch dir.
    Und kommst du in das Alter dann,
    so passe auf beim tiefen Gähnen.
    ...
    ..
    .

  2. #2
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    Lieber horstgrosse,

    Zahnlosen Königen wurden früher ein geschnitzter Elfenbein- Zahnersatz eingesetzt, damit sie mit sichtbaren Aggressionsinsignien weiter regieren konnten. Die daraus entstandenen Fäulnisbakterien durch Mundgeschwüre und chronischen Mundgeruch hielten den Gegner und Dienerschaft auf gebührenden und natürlichen Abstand. Das Gähnen war für den König obsolet, da ihm das Schnitzwerk aus dem Munde geflogen wäre, und der Vorkoster musste ihm jeden Bissen kleinkauen.
    Wie schön, dass solche düsteren Zeiten endgültig überwunden sind, indem wir Brücken der Begegnung und die ganze Monarchie gebaut haben. In einem gut verdaulichen Reimschema hast du eine schöne Ode an die Brücke vorgelegt. Wenn ich bei dem Gedichtewettbewerb mit abgestimmt hätte, hättest du ein königliches Zusatzpünktchen von mir bekommen, es mag dich trösten. A.

  3. #3
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    @Anjulaenga



    Grüße.


    Danke für die Blumen. Das Reimschema war mehr eine Marotte im Vers eins. Die habe ich dann zielstrebig fortgesetzt, bis zum letzten Tropfen. Eine Ode? Ich denke mal nö. Ich habe mich noch nie an den metrischen Aufbau von Oden ran getraut. Hatte mal gegoogelt danach und festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist.
    Ich werde gleich noch mal stöbern nach Ode. Also danke, bis später.

    Nachtrag:
    Reimschema:
    Vers 1
    A
    B,B
    C,C
    D
    A
    Vers 2
    E
    F,F
    G,G
    D
    E
    Vers 3
    H
    I,I
    J,J
    D
    H
    Geändert von horstgrosse2 (18.04.2018 um 16:25 Uhr) Grund: Nachtrag

  4. #4
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    Lieber horstgrosse2,

    ok, streiche die Ode. Brücke ist nicht Brücke, und Ode ist nicht Ode. Ich will es ein Loblied auf die Brücke nennen. Es gibt ja Tangentialbrücken und Schwebebrücken, Geschiebebrücken und endständige Brücken...
    Eine Ode im klassischen bzw. antiken Sinne ist mir dabei jedenfalls nicht vorgeschwebt. L.G.A.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Anjulaenga Beitrag anzeigen
    Lieber horstgrosse2,

    ok, streiche die Ode. Brücke ist nicht Brücke, und Ode ist nicht Ode. Ich will es ein Loblied auf die Brücke nennen. Es gibt ja Tangentialbrücken und Schwebebrücken, Geschiebebrücken und endständige Brücken...
    Eine Ode im klassischen bzw. antiken Sinne ist mir dabei jedenfalls nicht vorgeschwebt. L.G.A.
    Gefällt mir was du sagst, grins. es fehlt nur noch Karat, oder wars Maffay:"Über sieben Brücken musst du gehen". Ich glaube aber sie haben sich geirrt, ich hatte bestimmt schon mehr Brücken, auf meinen Lebensweg .

  6. #6
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    Grüß dich beim Gegenbesuch horstgrosse,

    die Idee ist nicht schlecht, aus Brücken die zu überqueren sind, Brücken die überbrücken zu machen. Der erwas groß geschriebene Text hat mich erstmal irritiert, vom Lesegefühl her irgendwie etwas unübersichtlicher. Aber das kann an meinem kleinen Display auf dem Handy liegen... zwei Sachen sind mir aufgefallen: An der Stelle mit den Kiefern solltest du das „n“ weglassen, sonst hast du Bäume im Mund . Und: „ Nur Zähne, nicht das Leben bricht“ ist erwas heikel, weil „ brechen“ unterschiedlich konjugiert werden müsste. Zähne brechen, ( Plural) das Leben bricht .

    Vielleicht: „nur Zähne brechen, das Leben nicht .“ oder so ähnlich.

    Witziger Text jedenfalls.
    zwischenwelt

  7. #7
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    @zwischenwelt


    Grüße.

    Wenn du was Brauchbares suchst bei mir, musst du mindestens 3 Jahre zurückgehen. (Warum 3 Jahre möchte ich jetzt nicht breittreten)
    Das Gedicht, oder besser, die Idee zum Gedicht stammt aus der Vorlage zum Aprilwettbewerb. „Zähne“
    Und des halb die ironische Fassung, weil, was Ernsthaftes ist mir beim besten Willen nicht eingefallen.
    Der Ober, der Unterkiefer, müsste die Mehrzahl Kiefern sein. Klar die Baum-Kiefer , Kiefern gibt’s auch und sind gebräuchlicher. Dein Zweiter Vorschlag ist etwas schwer durchzuführen, dein Vorschlag frisst meinen Reim. Du hast Recht, das ist mir auch aufgefallen. Sinngemäß der Schlager: „Marmorstein und Eisen bricht“

    Danke dir, erstmals, vielleicht „sieht „man sich später nochmal.
    Tschüss.

  8. #8
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    "Marmorstein und Eisen..."

    Daran könnte man sich auch die Zähne ausbeißen!

    Mir fällt dazu ein klassischer Goethe ein:

    "Entzahnte Kiefern schnattern und das schlotternde Gebein."

    Zumindest habe ich das als Beispiel für das hier angewandte rhetorische Mittel des Zeugma in Erinnerung.

    Herzliche Grüße
    Tynset

  9. #9
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    Zitat Zitat von Tynset Beitrag anzeigen
    "Marmorstein und Eisen..."

    Daran könnte man sich auch die Zähne ausbeißen!

    Mir fällt dazu ein klassischer Goethe ein:

    "Entzahnte Kiefern schnattern und das schlotternde Gebein."

    Zumindest habe ich das als Beispiel für das hier angewandte rhetorische Mittel des Zeugma in Erinnerung.

    Herzliche Grüße
    Tynset

    Grüße.


    Danke nochmal für die Betrachtung un der Kommentar. ich hätte dich beinahe übersehen. Sorry.

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