Thema: Evolution

  1. #1
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    Evolution

    Evolution

    Anfangs die Zeit und der Raum war’n gebor’n
    Feurig’ Einheit, die war vormals gefror’n

    Daraus erwuchs der Materie Kern
    Gleichzeitig flugs eine Vielzahl an Stern’

    Klumpen von Stein, auch Planeten genannt
    luden dann ein zu bepflanzen das Land

    Leben bald strebt auch den Standort zu wähl’n
    Das Tier erlebt wie Gefühle es quäl’n

    Mensch hat’s geschafft, wenngleich wusst’ er nicht wie
    Weckte die Kraft, die der Geist ihm verlieh

    Doch wie das Tier hat vom Mensch kein’ Begriff
    Sind es nun wir, die das Höhere rief

    Evolution ist der Welten Gesetz
    Ewiglich schon und doch immer nur jetzt
    Geändert von Lotos (20.04.2018 um 12:22 Uhr)

  2. #2
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    Mir würde sowas ja die Schädeldecke sprengen, wenn ich mit solcher Wortgewalt denken müsste dass es dann auf Papier immer noch kolossalen Eindruck hinterlässt. aber wahrscheinlich ist die Evolution im Jetzt wohl auch das woher die Psyche das überhaupt erst zustande bringt. Sich selbst in immer neuere Zusammenhänge zu setzen da man ja nicht nichts machen kann. Wie z. Bsp das ausfallen lassen was nicht sowieso nur wegen seiner angenehmen Formulierung wegen geschrieben wird.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    erinnert mich an einen lyriker...dessen name mit dr. beginnt...den rest habe ich leider vergessen. ob du ebenso kritikresistent bist...das wird sich zeigen. die aussage selbst ist für mich schon eine herausforderung - deine art sie zu formulieren macht es mir nicht einfacher. warum du so viele wörter apostrohierst...anstatt sie auszuschreiben...das ist mir ein rätsel. ich sehe da keine notwendigkeit. aber ok, ist vielleicht dein stil...das muss ich akzeptieren.

    Gleichzeitig flugs eine Vielzahl an Stern’
    ???????????????

    ich könnte im prinzip jede einzelne zeile zitieren und sie dir um die ohren hauen, aber ich will dich auf keinen fall hier vorführen.

    gruß, a.d.

  4. #4
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    Liebe AndereDimension,

    Es ist sehr schade, dass manche Leute dieses Forum offenbar nur aufzusuchen, um Gedichte anderer schlecht zu reden. Dabei kann man hier doch auf so konstruktive Weise kreativ werden!
    Apostrophen werden verwendet, um Wörter der Metrik anzupassen (auf die besagte Personen teilweise großen Wert legen).

    Liebe Grüße!

  5. #5
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    Liebe Blume des Vergessens
    Extrem spannende Sachverhalte mithilfe von etwas, das du selbst "Metrik" nennst, auf dermassen langweilige Art zusammenzufassen, das ist, gebe ich zu, auch eine Kunst. Das Ergebnis aber noch den unzufriedenen Lesern anzukreiden, das ist die allerhöchste Kunst des Marketings.
    Damit stellt sich dann die Frage von Kritikresistenz von Anfang an gar nicht. Gratuliere.
    Kaspar Praetorius
    Geändert von kaspar praetorius (23.04.2018 um 11:56 Uhr)

  6. #6
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    Lieber Kaspar,

    Es stellt sich mir die Frage, was die selbsternannten Kritiker eigentlich zu bezwecken versuchen:
    Konstruktive Hinweise an den Autor, worauf er beim nächsten Gedicht achten könnte, um größere Wirkung zu erzielen, oder doch einfach nur hämische Kommentare, die demoralisieren sollen?

    Liebe Grüße

  7. #7
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    Liebe Blume des Vergessens
    Ich habe in wenigen Minuten eine ganze Reihe von konstruktiven Hinweisen aus den bisherigen Kommentaren zusammengestellt.
    Hier sind sie:

    Weniger Wortgewalt, weniger kolossal
    Das wegfallen lassen, was einem selbst toll formuliert vorkommt, aber sonst nichts sagt
    Eine aussage machen, welche mehr ist als «eine herausforderung»
    Das Apostrophieren nicht mit dem Metrisch Schreiben verwechseln
    Sachverhalte sachgerecht schildern (oder Wortspielereien bewusst einsetzen), Bsp. «flugs»
    Komplizierte und spannende Zusammenhänge nicht auf kaum mehr verständliche Kurzverse reduzieren
    Den Leser nicht langweilen

    Wenn du darin nur Häme erkennen willst, dann ist vielleicht die Spracharbeit nicht so dein Ding, weder mit noch ohne Apostroph.
    Liebe Grüsse
    Kaspar

  8. #8
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    Hallo Lotos,

    ich habe eine Vorstellung, was du eventuell beabsichtigt hast rüber zu bringen, das wirklich oftmals atemberaubende Wunder der Evolution, doch das gelingt leider nicht. Warum nicht:

    Du hast auf Wirkung geschrieben.
    Das geht meist schief. Es wirkt einerseits pathetisch und andererseits durch Inversionen, Wortverstümmlung durch zu viele Apostroph und nicht wirklich passender Wortwahl verunglückt.

    Logikfehler:
    Ob nun Storys, Romane, Gedichte, inhaltliche Logik brauchen sie alle. Sogar Science Fiction und Fantasy brauchen eine inhärente Logik, sonst wirkt es nicht.
    Beispiel:Ein wichtiger Punkt, das Leben auf unserem Planeten entstanden ist, ist das Wasser. Da reicht kein Klumpen Stein, auch wenn er noch so einladend im All kreist.

    Zu große Sprünge:
    Von dem gerade lebensfreundlichen Planeten zu Tiere mit gequälten Gefühlen, zum Menschen. Das sind millionengroße Lücken

    Wortwahl:
    'Standort wählen' - Leben das entsteht, wählt keinen Standort. Jemand der eine Firma eröffnet, wählt einen Standort.
    Warum haben die Tiere, die gerade entstanden sind, gequälte Gefühle?
    Welche Kraft wurde dem Menschen verliehen, und von was für einen Geist ist die Rede?

    Dieser Satz "Doch wie das Tier hat vom Mensch kein’ Begriff. Sind es nun wir, die das Höhere rief" mach auch wohlwollend betrachtet keinerlei Sinn. Tiere hatten und haben sehr wohl vom Menschen einen Begriff, sei es als Feind, als Beute, als Eindringling, als Freund, als Dosenöffner etc. Darüber hinaus stimmt das Gleichnis nicht.

    Als Rat gebe ich mit, weg vom 'auf Wirkung schreiben'. Pathos vermeiden und auf Logik achten. Inversionen meiden, die sehen zwar manche als Stilmittel, doch muss das schon sehr gekonnt eingesetzt werden, damit es nicht wie Verlegenheitslösungen wirkt. Das gleiche gilt für das Apostroph.

    Besser erst einmal das Grundgerüst in deiner ganz normalen Sprache schreiben, dabei wie gesagt, auf Logik und auch auf einen Spannungsbogen achten, denn auch ein Gedicht benötigt sowas. Dann erst verdichten.

    Und auch noch mit auf den Weg - an Lob wächst du nicht, das geschieht nur bei Kritik und auch das nur, wenn du sie zulässt und zumindest darüber nachdenkst. Kritikern unisono zu unterstellen, sie würde nur einen niederen Trieb (Häme) befriedigen disqualifiziert letztendlich nur dich selbst als ernst zu nehmenden Diskussionspartner über Poesie und Lyrik.

    Sieh es so, tausenden Leuten ist dein Text nicht wert, ein paar Worte da zu lassen, da sollte man mit den Wenigen, die das tun, pfleglicher umgehen. Sie investieren ihre Gedanken und ihre Zeit in deinen Text.

    Gruß

    Jazemel



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  9. #9
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    liebe jazemel
    ich hoffe, dass dein Kommentar von den mods gespeichert wird und bei bedarf mutatis mutandis reproduziert.
    danke
    matthias

  10. #10
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    hallo lotus,

    in der nachbetrachtung muss ich zugeben, dass ich mich dir gegenüber uncharmant äusserte. apostrophe sind mir relativ egal...bin da weder militanter gegner noch fetischist - deshalb sprach ich mich nicht per se gegen deine apostrophierung aus...sondern äusserte meine zweifel (in diesem konreten fall, deinem gedicht) an der notwendigkeit. ich kann da keinen mehrwert erkennen. und warum sollte ich ein wort verstümmeln...wenn mich nichts und niemand dazu zwingt?!? man kann natürlich alles zu einer frage des persönlichen stils...der künstlerischen freiheit machen...aber ich erkenne weder eine handschrift...noch künstlerische elemente. also wenn "falsch", dann konsequent falsch - damit man wenigstens spekulieren kann...hier hätte sich der autor..die autorin etwas dabei gedacht. da ich all dies vermisse...sehe ich nur noch jeden einzigen makel.

    gruß,a.d.

  11. #11
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    Lieber Kaspar,

    wie wäre es, wenn Du Jazemels Kommi für die "Kritik des Monats" nominierst? Dann hätte er m.E. bessere Chancen, in den Köpfen aller User abgespeichert zu werden. Deine Zusammenfassung finde ich übrigens auch recht konstruktiv.

    Hallo Lotos,

    wenn Du das Gefühl hast, dass Dir in einem Kommentar mit Häme begegnet wird, wäre es gut, die entsprechenden Aussagen konkret zu benennen, damit sich die Sache klären lässt. Hier kann ich nichts Derartiges entdecken. Die Kommentatoren haben sich die Zeit genommen, Dir die Mängel, die sie in Deinem Text sehen, aufzuzeigen und Dir einige überdenkenswerte Tipps dazulassen. Das ist genau im Sinn dieses Forums.

    Vielleicht liest Du dazu nochmal unsere Nutzungsbedingungen unter Netiquette, Punkt 5:


    5. An eine Veröffentlichung werden je nach Umgebung ganz konkrete Erwartungen gestellt. Sei Dir bitte immer bewusst, dass dieses Forum sich ausdrücklich für eine qualifizierte und kompetente Auseinandersetzung mit der hohen Kunst der Lyrik ausspricht und diese fördern und pflegen will. Damit einher geht natürlich die Wertschätzung künstlerisch aufwendiger Arbeiten, des zugehörigen Fachwissens und seiner Anwendung in Gedicht und Kritik. Entsprechend werden in diesem Forum konkrete Erwartungen an jede Gedichte-Veröffentlichung gestellt, die wir an dieser Stelle als Empfehlungen an euch weitergeben möchten:

    Die Veröffentlichung ist wohldurchdacht und sorgfältig ausformuliert.

    Der wesentlichste Grundsatz, denn wenn der Autor nicht ernsthaft bei der Sache ist, widerspricht er dem Grundgedanken dieses Forums und vergeudet die Zeit der Kritiker und anderen User. Eine solche Zeitverschwendung ist unnötig und ob der Ausrichtung dieses Forums widersprechen flüchtig zusammengeschusterte Texte grob dem Geist des Forums.

    Die Veröffentlichung bietet eigene, individuelle Gedanken und Inhalte und wiederholt nicht nur weithin bekannte Themen oder Phrasen aus dem alltäglichen Hintergrundrauschen der Medien. Wiederholungen sind grundsätzlich überflüssig.

    Der Autor hat sich genau überlegt, wie er die Veröffentlichung gestaltet und ob diese Gestaltung dem Forum, in dem er sie veröffentlichen will, angemessen ist.

    Der Autor ist sich über das Forum und dessen qualitätsorientierte Ausrichtung im Klaren und erwartet keinen gegenteiligen Umgang mit seinem Text.

    Der Autor muss sich bei jeder Veröffentlichung bewusst sein, dass er dank der Meinungsvielfalt nicht jeden Rezipienten zu Begeisterungsstürmen hinreißen kann, sondern möglicherweise auch kritische/ablehnende Stimmen zu hören bekommt.


    Wenn der Autor trotzdem veröffentlicht, so muss er auch die sein Stück reflektierende Kritik ertragen können, ohne beleidigt zu reagieren, falls nicht jeder ein Kleinod in seinem Text erkennt.
    LG Claudi

  12. #12
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    Liebe Jazemel,
    Danke für deine konstruktive Kritik!

    Liebe Andere Dimension,
    Danke, dass du in Zukunft ein bisschen mehr auf das wie deiner Kritiken achtest!

    Liebe Claudi,
    Danke für den Hinweis auf die Netiquette!

    Alles Liebe

  13. #13
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    Die Äonen in wenige Zeilen zusammenzufassen ist schon eine Leistung.
    Ich empfand beim Lesen keine Langeweile - dieses Gedicht ist meiner Meinung nach richtig gut.
    Danke für die schöne Zertreuung.
    Tax

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