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  1. #16
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    Liebe klaatu,

    Glauben geht davon aus, dass das Geglaubte unveränderlich besteht und so auch die Wahrheit ist. Dies halte ich für gefährlich, weil es so das Denken einschränkt. Das freie Denken ist die Grundlage für jede Freiheit. Mit jedem Glauben entsteht eine Unfreiheit, deren sich der Gläubige nicht bewusst ist. Die nicht bewusste Unfreiheit ist die Gefährlichste, auch weil sich die Betroffenen nicht wehren wollen. Glauben ist eine bequeme Lösung mit der man sich zufrieden und wohlfühlt. Das infrage stellen und die Suche nach Erkenntnissen, um sich auch unbequemen Wahrheiten anzunähern ist oft unangenehm, aber für den Fortschritt erforderlich.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #17
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    Liebe Hans,

    damit liegst du vermutlich richtig. Trotzdem beneide ich gläubige Menschen manchmal. Es muss schön sein, einen tieferen Sinn in allem zu sehen und nicht so viel nachdenken zu müssen...

    LG
    k

  3. #18
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    Zitat Zitat von klaatu Beitrag anzeigen
    Trotzdem beneide ich gläubige Menschen manchmal. Es muss schön sein, einen tieferen Sinn in allem zu sehen...
    Hey klaatu, ist es! Aber das Nachdenken bleibt einem dennoch nicht erspart, was ich sogar gut finde. So ein Engelswesendasein, wo keine Entscheidungen im Leben getroffen werden müssen, das wäre dann doch nix für mich. LG gugol

  4. #19
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    Hi Gugol!

    Für dich wäre das vielleicht nichts, aber ich denke, genau das ist der Grund, der viele Leute zu den Religionen treibt.

    LG
    k

  5. #20
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    Die meisten Menschen werden in eine Religion hineingeboren. Sie gehören dann einer Gemeinschaft an, die von ihrer Kirche verpflichtet wird, den Nachwuchs nach ihren Regeln zu erziehen (Indoktrination), so entsteht eine Zugehörigkeit, von der sich kaum ein Mensch lösen kann, weil dies eine Trennung von Familie und Freunden bedeuten könnte. In der Zugehörigkeit wird Anerkennung, und auch Liebe vermittelt, was für den Menschen eine großes Bedürfnis ist, dazu kommt die Welterklärung die als Wahrheit angenommen wird. Dadurch entsteht ein zufriedenstellendes Bewusstsein, der absoluten Erkenntnis und erspart jede weitere Suche. Die Glaubensgemeinschaft wird mit traditionellen Ritualen und einprägenden rythmischen Wiederholungen in ihren Denkmustern beeinflusst und gesteuert. Die Zugehörigkeit zu einer Kirche wurde oft mit Gewalt erzwungen. Dabei ging und geht es immer um die Kontrolle und Steuerung der Menschen.

    LG Hans
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  6. #21
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    Man muss nicht alles gegensätzlich sehen. Das ist nur der gesamten Speicher- und Ladetechnik geschuldet. Die hat uns Kontinuität gekostet. Da ging dann das Labern über das Handeln und so ist es mit diesem angeblichen Widerspruch zwischen Religion und Wissenschaft auch.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  7. #22
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    Japp Terrorist, da bringst du ein super gutes Bild ins Spiel!

    @ Hans: In welchem Jahrhundert oder welcher Region der Welt lebst du? Was du da an regligionsgesellschaftlichen Mechanismen beschreibst, dürfte für meine Oma noch gegolten haben. Es mag in stock-katholischen Gegenden und innerhalb sehr kleiner, fundamentalistischer Glaubensegemeinschaften auch heute noch so sein, aber sicher nicht ausserhalb und die meisten Menschen in den deutschsprachigen Ländern betreffend. Heute muss sich schon jeder selber die Frage stellen, worauf er sein Leben gründen will und in dieser Frage haben Absolutismen genausowenig zu suchen wie sonstwo. Die wenigsten gläubigen Menschen, die ich kenne, wurden von den Eltern entsprechend sozialisiert.
    LG gugol

  8. #23
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    aber keine geiss schleckt es weg, dass wohl keiner von uns, auch du nicht, "sein leben gegründet" hat, geschweige denn im entscheidenden moment gefragt wurde, worauf diese Gründung erfolgen soll. also bleibt es doch bei den Eltern. und das eigentlich ziemlich unabhängig vom Jahrhundert.
    kp
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  9. #24
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    Nein, gefragt wird das wohl keiner von uns. Aber Gedanken darum machen kann man sich ja trotzdem, und z.B. gründen meine Eltern ihr Leben auf anderes als ich und mein Sohn sieht bspw. die Frage nach der Bedeutung von Religion wiederum anders als ich. Wir kommen dennoch alle wunderbar miteinander klar. gugol

  10. #25
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    @ Hans

    Besonders schwer wird es, wenn Kultur, Familie und Religion so eng miteinander verwoben sind, dass man der Religion nicht einfach so entsagen kann, ohne auch das andere aufzugeben.

    @ Terrorist

    Den angeblichen Widerspruch habe ich auch nie verstanden. Wissenschaft erklärt doch nur das Wie und nicht das Warum.

    @ Gugol

    Das friedliche Nebeneinander der Religionen hat früher auch im Nahen Osten jahrhundertelang mehr oder weniger gut funktioniert. Bis wir Europäer uns einmischen mussten...

    LG
    k

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