Thema: Ewigkeiten

  1. #1
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    Ewigkeiten

    Ewigkeiten

    Komm, lass uns heute mit dem Sommer traben:
    Er geht, woher er kam, nach West und Süd.
    Die Schlüsselblumen sind bereits verblüht,
    Und Bienenvölker dürsten in den Waben.

    Die Perseidenschauer sind verglüht:
    Am Mondrand knabbern laut die schwarzen Raben,
    Und Hoppereiter fallen in den Graben,
    In dem ein müdes Wässerchen sich müht.

    Ich nehme deine Hand und heiß dich schweben.
    Wir tanzen wie der Derwisch durch die Nacht
    Und haben nichts und niemand, nur dies Leben,

    Das jeden Tag von Neuem uns verlacht:
    Wir wollen nur genießen und nicht streben;
    Für Ewigkeiten sind wir nicht gemacht.
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  2. #2
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    Hallo Walther,

    Schlüsselblumen und Perseidenschauer wurden bestimmt noch nicht so oft...wenn überhaupt... ver-dichtet.

    Das finde also schon mal ganz gut.

    was mir weniger gefällt;

    Ich nehme deine Hand und heiß dich schweben.
    heiß von Geheiß...da kommt der Feldwebel durch. Da gefällt mir das Bild, die Symbolik nicht. Ein einfaches "....lasse dich schweben", oder auch ein Komma nach Hand, dann "...helfe dir zu schweben"...oder irgend etwas in dieser Art. Doch das "heiß" ist mir hier zu rüpelhaft.



    Und haben nichts und niemand, nur dies Leben,
    hier lese ich...ob ich will oder nicht..."niemanden"

    wäre auch so zu lösen:

    Und haben nichts, nur dieses eine Leben

    Ansonsten ein recht ansprechender Text

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    Zitat Zitat von AndereDimension Beitrag anzeigen
    Hallo Walther,

    Schlüsselblumen und Perseidenschauer wurden bestimmt noch nicht so oft...wenn überhaupt... ver-dichtet.

    Das finde also schon mal ganz gut.

    was mir weniger gefällt;



    heiß von Geheiß...da kommt der Feldwebel durch. Da gefällt mir das Bild, die Symbolik nicht. Ein einfaches "....lasse dich schweben", oder auch ein Komma nach Hand, dann "...helfe dir zu schweben"...oder irgend etwas in dieser Art. Doch das "heiß" ist mir hier zu rüpelhaft.





    hier lese ich...ob ich will oder nicht..."niemanden"

    wäre auch so zu lösen:

    Und haben nichts, nur dieses eine Leben

    Ansonsten ein recht ansprechender Text

    Gruß, A.D.
    Hi AD,
    danke fürs reinlesen in meinen sonettversuch. für deine hinweise danke ich.
    zur ersten anmerkung: das werb heißen wurde und wird in diesen konstruktionen nicht im sinne von "befehlen" sondern im sinne von "besprechen/verzaubern" verwandt. so ist das auch hier.
    zur zweiten anmerkung: "nichts und niemand" ist ein stehendes bild, ein stehender begriff. auf solche werden keine fälle angewandt. dein vorschlag ist zwar nicht falsch, aber bereits durch häufigen gebrauch abgenutzt. daher möchte ich die bisherige formulierung weiterverwenden.
    in diesem alles gute beim schreiben und werken!
    lg W.
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