1. #1
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    Mehrheitsmeinungen

    Eine Mehrheit wird erzeugt,
    mit der Lüge, dass sie ist.
    Wer sich dann der Mehrheit beugt,
    wurde Opfer dieser List.

    Mehrheitsmeinung ist nicht gut,
    denn sie folgt der Direktion,
    die in Einzelhänden ruht,
    angeregt durch ihren Ton.

    Töne klingen laut ans Ohr,
    in der liebenswerten Art.
    Jeder wird dann leicht zum Thor,
    mag sogar die schlechte Fahrt.

    Fahrten haben auch ein Ziel.
    Interessen folgen sie.
    Davon gibt es immer viel,
    doch die Mehrheit kennt sie nie.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Hallo Hans, Demokratie basiert auf dem Mehrheitenprinzip. Natürlich wäre eine Konsensentscheidung das Optimale, aber wohl gesellschaftlich unerreichbar. Welche Alternative zur direkten Demokratie schlägst du vor? LG gugol

  3. #3
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    Liebe(r) Gugol,

    wir hatten und haben eine mehrheitlich gewählte Regierung, die jedoch auch gegen die Interessen und auch gegen den Willen der Mehrheit entschieden hat. Gewählt wird in Abhängigkeit zu den zuvor verbreitetet Informationen. Die Medien haben Abhängigkeiten zu Besitzern und Kunden und gegenüber dem Ausland (Verträge). Die Wahlentscheidung fällt oft emotional statt logisch nach Interessen. Eine Alternative wurde und wird immer unterdrückt und für schlecht erklärt. Es fehlt eine Schulung für Kritik und Meinungsfreiheit. In diesem Sinne haben wir nur eine Scheindemokratie, in der überwiegend die Interessen einer kleinen Minderheit mit einer Abhängigkeit zum Ausland vertreten wird. Um dagegen zu wirken benötigten wir Aufklärung, Volksabstimmungen und unabhängige, freiere Medien. Die soziale so wie die Bildungsschere müsste kleiner werden, so dass die Volksvertreter auch mehr Volksnähe hätten und sie müssten noch unabhängiger sein. Lobbyismus müsste verboten werden.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
    Um dagegen zu wirken benötigten wir Aufklärung, Volksabstimmungen und unabhängige, freiere Medien. Die soziale so wie die Bildungsschere müsste kleiner werden, so dass die Volksvertreter auch mehr Volksnähe hätten und sie müssten noch unabhängiger sein.
    Volksabstimmungen haben wir in der Schweiz, aber jede Abstimmung funktioniert nach dem Mehrheitsprinzip, das du mit dem Gedicht prinzipiell ablehnst ("Mehrheitsmeinung ist nicht gut"). Die Medien würde ich auch als weitgehend unabhängig bezeichnen, zumindest wird - grade im Bildungsbereich - sehr viel geschrieben, was nicht dem staatlichen oder kantonalen Regierungs-Kurs entspricht. Soziale- und Bildungsungleichheit sind nicht "gut", sehe ich genauso und setze mich für Bildungsgerechtigkeit ein, dennoch gibt es in einer nicht heilen Welt nunmal Gegebenheiten, mit denen wir uns arrangieren müssen. Und ob die volksnahen Volksvertreter immer jene sind, welche die klugen Entscheidungen treffen, bin ich auch nicht so ganz sicher. Insofern stelle ich nochmal die Frage: Welches Regierungssystem, das ohne Mehrheit auskommt, schlägst du vor? LG gugol

  5. #5
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    Hallo Hans,

    "Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, aber es gibt keine bessere." Winston Churchill hat das seinerzeit etwas abgewandelt ausgedrückt, und ich finde, darüber kann man nachdenken.

    In S3V3 ist sicher der Narr = Tor gemeint und nicht der nordische Donnergott.

    L.G. Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

  6. #6
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    Liebe(r) Gugol, Sidgrani,

    Demokratie ist sicher die beste Form für ein gemeinschaftliches Zusammenleben, doch in ihrer reinen Form funktioniert sie nur in kleinen Gruppen, wie z.B. Ortsgemeinschaften bis ca. 1000 Menschen. Es gibt Dinge die in kleinen Gemeinschaften für diese demokratisch geregelt werden sollten und andere die für größere oder die ganze Menschheit gelten sollten.
    Mein Leitgedanke bei diesem Gedicht war, die sicher gewünschte Unkenntnis der eigenen Beeinflussbarkeit und der in der Folge entstehenden Zufriedenheit mit der Unfreiheit und Fremdsteuerung. Dabei wäre es leicht möglich durch Schulung (Erziehung) und Aufklärung dem entgegenzuwirken, was jedoch von den Vorteilnehmern nicht erwünscht und verhindert wird.
    Mit Thor meinte ich Narr.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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