Wolfsleben

Ein starker Anführer seiner Zeit.
Stets barmherzig und hilfsbereit.
Beschützte sein Rudel vor jeder Gefahr.
Verlor aber viel im vergangenen Jahr.

Ein Kamerad wär fast auf seinem Gewissen.
Da wurd er zur Strafe vom Beta gebissen.
Tief saß die Angst durch dieses Geschehen.
So wurd er vom Rudel gebeten zu gehen.

Ein Fehler gemacht und alles war aus.
Vebannt wurde er aus dem eigenen Haus.
Nun streift er einsam durch eisige Nacht.
Zieht sich zurück, keiner weiß was er macht.

Familie, Freunde nun nicht mehr hier.
Er zieht durch den Wald und sucht ein Revier.
In dem er niemand enttäuschen mehr kann.
Das ist sein Ziel, nur was tut er dann?

Allein und verletzt, verlorener Stolz
Und plötzlich hört er ein knackendes Holz.
"Wer da? Ich warn dich, bin immer noch fit!"
Er zeigt seine Zähne und macht einen Schritt.

Im Mondlicht erkennt er, er hatte schon Sorgen.
Es ist seine Schwester, die sich hat verborgen.
"Ich hab dich vermisst, wie ist's dir ergangen?"
"Das ist vergessen und nicht von belangen."

"Nun da wir sind letztendlich zu zweit,
Mir jetzt zu folgen, bist du dafür bereit?"
Freude tritt auf und beide lachen.
"Wir werden das hier zusammen machen!"

Vereint und erleichtert sind endlich die Zwei.
Nur fühlen sie sich noch immer nicht frei.
Die Beiden nun denken, es fällt ihnen ein:
"Wir brauchen ein Rudel, um glücklich zu sein!"