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Thema: Wiederkäuer

  1. #1
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    Wiederkäuer

    Am Bahnhof, am Montag, um zwanzig vor sieben,
    da schlafen die Tauben auf einem Bein,
    da ziehen die Leute, von Uhren getrieben,
    vorüber und nicken im Gehen ein:

    Ihr Schuhwerk verläuft sich im Frühmorgengrauen.
    Der Himmel reicht tief, wie ein klaffender Grund.
    Vereinzelt zerstöckeln durchnächtigte Frauen
    den Einheitsklang. Heiser kläfft manchmal ein Hund,

    und Ampeln erglühen und Scheinwerferaugen.
    Die Hauptstraße raupt wie ein beinloses Tier,
    derweil die Gebäude die Menschen einsaugen.
    Sie speien sie aus, so ab viertel nach vier;

    zum Aufladen scheuchen sie alle nach Haus
    und saugen sie morgen dann noch einmal aus.






    Alte Fassung:

    Am Bahnhof, am Morgen, um zwanzig vor sieben,
    da schlafen die Tauben auf einem Bein,
    da ziehen die Leute, von Uhren getrieben,
    vorüber und nicken im Gehen ein:

    Ihr Schuhwerk verläuft sich im Mitternachtsblauen.
    Der Himmel reicht tief, wie ein klaffender Grund.
    Vereinzelt zerstöckeln durchnächtigte Frauen
    den Einheitsklang. Heiser kläfft manchmal ein Hund,

    und Ampeln erglühen und Scheinwerferaugen.
    Die Hauptstraße raupt wie ein beinloses Tier,
    derweil die Gebäude die Menschen einsaugen.
    Sie speien sie aus, so ab viertel nach vier;

    zum Aufladen scheuchen sie alle nach Haus
    und saugen sie morgen dann noch einmal aus.
    Geändert von Isaban (20.05.2018 um 16:57 Uhr)
    Wir lesen uns!

  2. #2
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    Zitat Zitat von Isaban Beitrag anzeigen
    Am Bahnhof, am Morgen, um zwanzig vor sieben,
    Warum ausgerechnet 20 vor 7? Einfach Reim und Metrum zuliebe...
    da schlafen die Tauben auf einem Bein,
    da ziehen die Leute, von Uhren getrieben,
    vorüber und nicken im Gehen ein:
    Was tun die Leute? vorüberziehen? Echt?

    Ihr Schuhwerk verläuft sich im Mitternachtsblauen.
    Wer genau? Wo genau?
    Der Himmel reicht tief, wie ein klaffender Grund.
    xXxXXXxXxxX / klaffender Grund?
    Vereinzelt zerstöckeln durchnächtigte Frauen
    den Einheitsklang. Heiser kläfft manchmal ein Hund,
    xXxX XxX Xx xX / Einheitsklang? Woher denn?

    und Ampeln erglühen und Scheinwerferaugen.
    Und nicht vergessen: Ein Hund kläfft...
    Die Hauptstraße raupt wie ein beinloses Tier,
    xXXx X X xXxx X / Leider wissen wir nicht, wie beinhafte Tiere raupen...

    derweil die Gebäude die Menschen einsaugen.
    Sie speien sie aus, so ab viertel nach vier;

    zum Aufladen scheuchen sie alle nach Haus
    und saugen sie morgen dann noch einmal aus.
    Liebe Autorin, dieses Stück Lyrik lässt mich daran zweifeln, ob ich, wie kürzlich getan, deine Metrik-Analysen lesen soll. Metrik kann Sätze und Wortgruppen zum Tanzen bringen. Deine Metrik gebiert für meinen Geschmack Ungetüme.
    Kaspar Praetorius
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  3. #3
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    "Ungetüme", lieber kaspar, das passt hier doch.

    Mich erinnert der Anfang an die Hexe: Morgens früh ums sechs/kommt die kleine Hex/morgens früh um sieben/schabt sie rote Rüben

    ... halt so irgendwie - ein geregelter Tagesablauf.

    Es erinnert mich auch an Mascha Kaléko und sogar an Brecht - Ups! ich spüre richtig, wie du jetzt hüpfst wie das Rumpelstilzchen!

    Also "klaffender Grund - und kläfft ein Hund" ist grenzgenial! Da brauch ich nicht mehr fragen, ob ich einen (er)drückenden Himmel als etwas wahrnehmen kann, was mich verschlingt oder verschlingen könnte (=klaffender Grund!), so wie die vollen Züge im Frühverkehr, die Bürohäuser und/oder Fabrikshallen ....

    mehr vielleicht später - nur so meine ersten, spontanen Gedanken

    Lieben Gruß
    albaa

  4. #4
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    Hallo Isaban,
    ich mag ungewöhnliche Bilder und solche sind jede Menge in deiner nächtlichen Millieustudie enthalten.
    Konstruktiv bin ich über den zeitlichen Ablauf gestolpert: Morgenstimmung (zwanzig vor sieben), Mitternachtsblau, Frühmorgen (ab viertel nach vier), morgen. Vielleicht wäre eine Abendstimmung am Anfang ein leichterer Einstieg.
    Die Hauptstraße als Raupe gefällt mir sehr gut, auf den Vergleich mit einem "beinlosen Tier" könnte ich verzichten.
    Gern Reingeschaut und LG
    Perry

  5. #5
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    da dachte ich schon, ich wäre zu weit gegangen, und nun sehe ich, dass da zwei in Lyrik erfahrenere ihren Kommentar dazugeben. hoffe also, mit meinen Sticheleien diese angestachelt zu haben. sollte die Diskussion über unvezichtbare und verzichtbare ungetüme weitergehen, werde ich sie gerne lesen.
    k.p.

  6. #6
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    Moin Isabella,
    die Zeit ist ein gefrässigen Tier, dass sich abends selbst verschlingt um sich wieder in den nächsten Morgen zu häuten. Das Gedicht ist eben isabanisch metaphernangereichert und diese Bilder die du vermittelst sind-wenn man sie vor Augen hat- offensichtlich, erfordern aber Phantasie.Ich lese mich immer wieder durch deine Sicht der Dinge , der Welt und immer bleiben diese kreierten Bilder die mir gedanklich hängenbleiben...Eigentlich zeugt das Gedicht von einer Tristesse in der sich die Menschen bewegen und ihre Spiralen ziehen und nur diejenigen die die Perspektive wechseln werden sich letztendlich bewusst dass alles auf jeder Ebene diesem Prinzip folgt.
    M.
    ☮️ Ich schrieb noch nie mit Samthandschuh'n φ

  7. #7
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    @kaspar: Ich bin natürlich an dieser Diskussion interessiert:

    Ja, ich schrieb schon in deinem Faden "Das tägliche Ungetüm" ein paar Gedanken zum dreifüßigen Vermaß.

    Ich finde hier zunächst Metaphern-Ungetüme, die ich nicht missen möchte - Raupen sind an sich keine beinlosen Tiere, aber es steht das ja auch "raupt wie" - eine Doppelmetapher also . Aber die zerstöckelnden durchnächtigten Frauen gefallen mir noch besser. Das Mitternachtsblaue scheint mir um diese Zeit allerdings auch sonderbar, aber hier ist alles wie ein Traum, egal ob Schlaf- oder Wachtraum.

    Ja und die "metrischen Ungetüme", kaspar, diese Pfingstochsen und Co, die du darstellst, müssen dich als Stechschritt-Dissident ja eigentlich in Jubelstimmung versetzen.

    Und natürlich würde mich auch interessieren zu erfahren, was du denkst, Isaban - über Inhalt und Metrum.

    Lieben Gruß
    albaa

  8. #8
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    Hallo albaa
    Mein Beitrag findet sich als "Ist Alice Weidel eine Metapher für Norbert Blüm?"
    Ich habe nichts gegen Zusammenspiel von Puls und Rhythmus, aber wenn schon dann lieber beinhaft.
    K.P.

  9. #9
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    Hallo ihr Lieben,

    sorry, in den letzten Tagen war ich privat zu sehr involviert, so dass ich keine Gelegenheit hatte, hier zu antworten. Aber jetzt!



    @ kaspar praetorius.

    Hallo kaspar,

    dies ist ein expressionistisches Gedicht. Diese heben sich z.B. durch Themenwahl sowie durch eine ganz besondere Betrachtungsweise hervor. Wenn es nicht um Krieg geht, werden meist urbane Themen behandelt. Expressionistische Lyrik lebt von provozierender Verfremdung, chaotischer Zerrissenheit und fratzenhafter Verzerrung der Realität. „Ästhetik des Hässlichen“ ist eines der Schlagwörter, die Expressionismus umschreiben. Oft (wenn auch nicht zwingend) wird für ein expressionistisches Gedicht eine klassische Gedichtform gewählt. Unter anderem haben (Natürlich ohne mich je mit ihnen vergleichen zu wollen!) van Hoddis (Weltende), Heim, Trakl und Benn - nur um ein paar bekannte Vertreter zu nennen - dieser Gedichtform gefrönt.

    Meine Antworten zu deinen Fragen erhältst du in Klammern neben den entsprechenden Textstellen.

    Am Bahnhof, am Morgen, um zwanzig vor sieben,
    Warum ausgerechnet 20 vor 7? Einfach Reim und Metrum zuliebe... (Nein, weil zwischen 6:30 und 7:00 Uhr statistisch gesehen die Uhrzeit liegt, zu der die meisten Pendler sich auf den Weg zum Bahnhof machen.
    da schlafen die Tauben auf einem Bein,
    da ziehen die Leute, von Uhren getrieben,
    vorüber und nicken im Gehen ein:
    Was tun die Leute? vorüberziehen? Echt? (Ja. Kennst du den Film „Shawn oft he Death? Die Morgenszene ist ungefähr das, was ich meine. Die Leute scheinen nicht wirklich bei vollem Bewusstsein zu laufen, sie gleiten dahin, wie im Halbschlaf fremdgesteuert. Auch falls du den Film nicht kennen solltest – dass eine Schar vorüberzieht, hast du bestimmt schon mal irgendwo gesehen, gehört und gelesen, oder?)

    Ihr Schuhwerk verläuft sich im Mitternachtsblauen.
    Wer genau? Wo genau? (Siehe 1. Strophe. Am Morgen, die Leute.)
    Der Himmel reicht tief, wie ein klaffender Grund.
    xXxXXXxXxxX / klaffender Grund? (Sehr innovative Betonung. Eine sehr individuelle Betrachtungsweise. Klaffender Grund? Ein Abgrund, der aufklafft – und gleichzeitig ein sehr einnehmender/tiefer/toefgehender Grund - klaffende Wunde, klaffender Grund – ein Spiel mit den Assoziationen, das bei dir nicht gefruchtet zu haben scheint.)
    Vereinzelt zerstöckeln durchnächtigte Frauen
    den Einheitsklang. Heiser kläfft manchmal ein Hund,
    xXxX XxX Xx xX / Einheitsklang? Woher denn? (Der Marsch der Zombies. Nein, Quatsch, die alltäglichen Geräusche auf dem Weg zum Zug/zur Arbeit. Die durchnächtigten Frauen stöckeln eher nach getanem Werk nach Haus, der Hund fühlt sich – eventuell durch das Klick Klack der Stöckel - bedroht oder sich so früh in seiner Ruhe gestört)

    und Ampeln erglühen und Scheinwerferaugen.
    Und nicht vergessen: Ein Hund kläfft... (Das fasziniert dich aber, gelle? )
    Die Hauptstraße raupt wie ein beinloses Tier,
    xXXx X X xXxx X / Leider wissen wir nicht, wie beinhafte Tiere raupen... (Nö. Wir wissen ja auch nicht, wie Regenwürmer galoppieren. Aber wir wissen, wie eine Schlange sich vorwärts windet, wie Würmer kriechen, wie Raupen wirken, wenn sie sich vorwärtsbewegen – wobei wir ihre Beinchen dabei meist nicht wirklich sehen, uns die also auch bestenfalls vorstellen können. Aus all dem kann sich der geneigte Leser ein Bild machen. Der weniger geneigte eher nicht. )

    derweil die Gebäude die Menschen einsaugen.
    Sie speien sie aus, so ab viertel nach vier;

    zum Aufladen scheuchen sie alle nach Haus
    und saugen sie morgen dann noch einmal aus.

    Liebe Autorin, dieses Stück Lyrik lässt mich daran zweifeln, ob ich, wie kürzlich getan, deine Metrik-Analysen lesen soll. Metrik kann Sätze und Wortgruppen zum Tanzen bringen. Deine Metrik gebiert für meinen Geschmack Ungetüme.
    Kaspar Praetorius


    Lieber Kommentator,

    ja, wenn ich den Text so betonen würde, wie du ihn geixt hast, würde mir auch schummrig werden.
    Nun, wenn meine Metrik deines Empfindens nach Ungetüme gebiert, scheine ich ja zumindest an dieser für mich etwas unerwarteten Stelle für dich ein bisschen von der Bebilderung rübergebracht zu haben, die mir vorschwebte.
    Ein vierhebiger Daktylus mit Auftakt (unbetonte Silbe zu Versbeginn) und weiblicher Kadenz (unbetonte Silbe am Versende) wird übrigens so betont: xXxxXxxXxxX(x). Bei männlicher Kadenz (betonte Silbe am Versende) lässt man das kleine x, das ich deshalb in Klammern gesetzt habe, weg.
    Wie schade, dass dich das Gedicht nicht begeistern konnte. Vielleicht gefällt dir ja das nächste besser. Ich könnte ja, schon um dir eine kleine Freude zu bereiten, bei meinem nächsten Text ganz einfach Jambus oder Trochäus verwenden, das macht dir das Ixen bestimmt leichter.

    Freundliche Grüße

    Isaban

    @ albaa:

    Herzlichen Dank!
    Liebe Grüße

    Isaban

    @ Perry:

    Hm, vielleicht lasse ich mir für das „Mitternachtsblaue“ noch etwas anderes einfallen, wenn es so gar nicht rüberbringt, was ich bebildern wollte. Gemeint war hier diese grausame Dunkelheit, die in den Herbst- und Wintermonaten den morgendlichen Trübsinn noch gemeiner und die normale Wachstunde wie „mitten in der Nacht“ wirken lässt.

    Abendstimmung? Nee. Es geht um den Weg zur Arbeit, morgens um zwanzig vor sieben.

    Vielen Dank für deine Rückmeldung und die konstruktive Kritik.

    Freundliche Grüße

    Isaban

    @ kaspar,
    II. Rückmeldung: Hat geklappt.
    Freundliche Grüße

    Isaban

    @ Morphi:

    Eine schöne Interpretation!
    Vielen Dank dafür.

    Lieben Gruß

    Isa

    @ albaa,
    II. Rückmeldung:

    Ich freue mich sehr, dass du in meine Bilder eintauchen magst.
    Zu Inhalt und Metrum habe ich weiter oben ja schon etwas geschrieben. Manche mögen Expressionismus, manche eher nicht. Manche erkennen einen Daktylus, manche sehen darin metrische Ungeheuer – jedem das Seine. Ich bin mal gespannt, was passiert, sollten uns hier irgendwo mal Anapäste begegnen.

    Herzlichen Dank noch einmal, für deine freundliche Rückmeldung.

    Liebe Grüße

    Isaban

    @ kaspar praetorius,
    III. Rückmeldung:

    Gegen Bewegung habe ich im Normalfall nicht viel, aber ich bin nicht ganz sicher, ob eine Tanzeinlage oder diese meist eher privat gehaltene andere Betätigung, bei der Puls, Rhythmus und beinhafte (sowie Hüft-)Bewegungen gleichzeitig involviert sind, hier im Forum anders als in verdichteter Form angebracht sind – und dann hätten wir schon wieder das Problem mit den Versfüßen.

    Noch mehr Grüße

    Isaban
    Wir lesen uns!

  10. #10
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    Hallo zusammen,

    ich hatte jetzt ein bisschen Zeit und habe drüber nachgedacht, wie man das "Mitternachtblaue" am besten umbaut.
    Wie wäre es mit "fast noch Nachtblauen" oder mit "Frühmorgengrauen" oder "Halbdunkelgrauen"? Für weitere Vorschläge bin ich offen. Das "fast noch Nachtblaue" würde ich favorisieren.

    Liebe Grüße

    Isaban
    Wir lesen uns!

  11. #11
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    Hallo Isaban,
    ich plädiere für das "Frühmorgengrauen", weil es stimmungsmäßig und zeitlich am besten passt.
    LG
    Perry

  12. #12
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    Hallo Perry,

    da stört mich die "Morgendopplung" ein bisschen (ansonsten wäre es auch mein klarer Favorit gewesen). Wie wäre "im täglichen Grauen"?
    Freundliche Grüße

    Isaban
    Wir lesen uns!

  13. #13
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    Hallo Isaban,

    um es mal ganz schnell einzuwerfen, bevor es zu spät ist : o nein, tägliches Grauen würde ich pers. nicht nehmen, da hat das Grauen eine andere Bedeutung. Ich überlege auch schon die ganze Zeit - und auch noch weiter.

    Ich hänge mich auch schon die ganze Zeit an dem letzten Vers auf. Ich betone noch einmal xXx und dann stolpere ich. Aber wenn man es Xxx betont, passts. Man könnte auch abermals (Xxx)? Zudem empfinde ich dann plus noch einmal (oder abermals) als doppelt gemoppelt. Mir will aber partout keine bessere Lösung einfallen.

    LG
    Richmodis
    Geändert von Richmodis (19.05.2018 um 09:38 Uhr)
    "Aber es muss gehen, andere machen es doch auch!"
    Loriot

  14. #14
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    hier spricht absolut nichts dagegen, einfach "im Morgengrauen" zu schreiben. finde ich.
    den ersten Morgen kann man eliminieren durch "Am Bahnhof der Stadt, um zwanzig vor sieben".
    Gleichzeitig würde der Text entschlackt und der Leser stärker als mündiger Mensch eingeschätzt.
    k.p.
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    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  15. #15
    Registriert seit
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    Am Bahnhof, am Morgen, um zwanzig vor sieben,
    da schlafen die Tauben auf einem Bein,
    da ziehen die Leute, von Uhren getrieben,
    vorüber und nicken im Gehen ein:

    Ihr Schuhwerk verläuft sich im Frühmorgengrauen
    der Himmel reicht tief, wie ein klaffender Grund.
    Vereinzelt zerstöckeln durchnächtigte Frauen
    den Einheitsklang. Heiser kläfft manchmal ein Hund,


    Hallo,
    ich bin da voll bei Perry und wuerde ´Frühmorgengrauen`einsetzen. Auf dem fruehmorgengrauen Asphalt, eine fruehmorgengraue Stimmung, es ist kalt, grau und ungemuetlich, die Welt ist noch nicht in Farbe getaucht und es ist offen, ob der Tag seine Tristesse ablegen kann. Da verlaeuft sich ein Schuhwerk, welches an schoenen Damenfueßen sitzt und, ich sehe rote Stoeckelschuhe, in der Nacht bunte Tanzflaechen eroberte. lg unbekannter Weise fietje

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