1. #1
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    Das zweite Besteck

    Ich wusste, dass du dich hier blicken lässt - mitten in meiner Geschichte
    Es liegt mir nah, dich dafür zu tadeln. Doch du hast den Weg zu meiner Welt hin gefunden
    und so werde ich dich so schnell nicht wieder ziehen lassen
    Ein weiser Dichter sagte, es muss das Herz
    bei jedem Lebensrufe zum Neubeginn
    bereit sein

    Soll die Liebe malen, solange sie Lust
    hat zu malen-und wollen wir ihr
    dabei Modell stehen

    Ich wusste, dass du dich hier ficken lässt - mitten in meiner Geschichte
    Es liegt mir fern, dich dafür zu tadeln. Du hast den Weg zu meiner Welt hin gefunden,
    so werde ich dich schnell wieder ziehen lassen
    Ein weiser Dichter sagte, es muss das Herz
    bei jedem Lebensrufe zum Abschied
    bereit sein

    Soll die Liebe malen, solange sie Lust
    hat zu malen - doch wollen wir sie
    dabei nicht stören
    Geändert von AndereDimension (15.05.2018 um 20:37 Uhr)
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  2. #2
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    Lieber AD,

    das gefällt mir sehr gut und ich überlege gerade warum.
    Vielleicht, weil es so eine schnörkellose doch sehr kultivierte Beschreibung eines ONS ist?
    Vielleicht, weil das LI so schön selbstzentriert ist?
    Vielleicht, weil die malende Liebe angelächelt, aber nicht ausgelacht wird?

    LG
    Okotadia
    Früher waren die Stühle schöne, blütenfressende Tiere. Doch sie ließen sich zu leicht zähmen...
    Zbigniew Herbert

  3. #3
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    Lieber A.D.,

    wie Du in Hesses Aufforderung: „Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe / Bereit zum Abschied sein und Neubeginne“ das eine vom anderen scheidest, ist überraschend und kunstvoll dialektisch durchgeführt. Es erinnert mich an Rolf Menraths Gedicht:

    Hätte

    Ich hätte Angst ich
    wäre glücklich
    wärst du mir nah

    ich wäre froh
    du würdest gehen
    wärst du da.

    Vor allem aber erinnert es mich an die Zeiten, wo Mädchen geraten wurde, sich nur ja nicht vor der Ehe hinzugeben, sie seien dann verbraucht. Auch für den nutznießenden Mann.

    Nun lassen sich Dein Text und die gespreizten Formulierungen („Es liegt mir nah, dich dafür zu tadeln“, das finde ich, anders als Okotadia, durchaus nicht schnörkellos) in dieser oder jener Richtung interpretieren, oder man überlässt sich einfach dem Rhythmus Deines Gedankenspiels.

    Michael

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