Jeder Vortrag, der den Anspruch erhebt nicht nur zu unterhalten, sondern auch Ansichten und Meinungen zu verändern, sowie auch Glauben und Wissen zu erzeugen, ist abgesehen von mathematischer Logik, ein Bericht aus einer subjektiven Realität. Eine Realität ist immer eine subjektive Fürwahrerkenntnis (Wahrnehmung), wobei wir wissen sollten, dass es sich um die Wirklichkeit eines Subjektes handelt, die in ihrer Gesamtheit nur für dieses zutrifft. Daraus ist zu folgern, dass jede Realität als solche (wesens- gebundene Fürwahrerkenntnis) zu akzeptieren ist. Für die Annäherung an eine objektive Wirklichkeitserkenntnis sollte jeder seine Realität darauf prüfen, ob sie für eine solche Annäherung geeignete Vorausetzungen bietet. Versuchen wir in eine andere Realität Einblick zu nehmen, so erfahren wir oft sehr fremdartige Dinge, welche bei suchender Betrachtung sehr lehrreich sein können. Mit der Menschwerdung (Zeugung, Geburt, Wachstum), wächst das Wesen in ein Wahrnehmungsschema (Realität) hinein, welches in jeder Wahrnehmungserweiterung (persönlichen Dimension) nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit ist. Durch die Kontinuität von Wahrnehmungserlebnissen, sowie auch durch die rückwirkenden Bestätigungen aus dem Wahrnehmungsschema anderer Wesen mit ähnlichem Wahrnehmungsschema, entsteht der Glaube an ein objektives Wirklichkeitserleben. Während des Lebens muss ein Wesen seine Realität mit allen dazugehörenden Schwierigkeiten durchlaufen und deren Aufgaben mit den besten Möglichkeiten, für sich positiv, zu seiner Weiterentwicklung nutzen. Mit dem Tod verlässt das Wesen seine Lebenswahrnehmung und geht, entsprechend seinem geistigen Enwicklungsstand, über in ein offenes nicht materiell bedingtes Wahrnehmungsdasein. Die Zugehörigkeit zu, sowie auch die Identifikation mit einer übergeordneten Einheit, die persönliche Weiterentwicklung, sowie auch die Weiterentwicklung der Überordnung, bedingt fast immer auch eine weitere materielle Lebensführung (Wiedergeburt). Die Annäherung an die objektive Wirklichkeit ist eine Bezeichnung für die Gesamtaufgabe der Wesen. Eine andere Bezeichnung wäre, die bestmögliche Bewältigung (Lösung) der Teilaufgaben einer Realität. Aufgeschlossenheit und Toleranz gegenüber Fremden, sowie das sich hineinversetzen in Fremdes (Erfahrungen machen), aber auch die Selbstfindung und Bewusstwerdung durch diese Dinge, sind wichtige Voraussetzungen für ein notwendiges Lernen , für die Weiterentwicklung einer Wesenheit.