1. #1
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    bedichtete Dichtung



    Hi, hier mal etwa Farbe für das Forum, ich hoffe die Größe kommt auf allen Bildschirmen gut an. Bild und Gedicht stammen von mir. Das Bild ist eine Schatten-DIA-Projektion. Das Gedicht ist schon etwas älter, aber hier noch nicht erhältlich.

  2. #2
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    Lieber Butenlänner,

    irgendwie erinnert mich das Gedicht an etwas...ach ja:

    Dunkel war's, der Mond schien helle, schneebedeckt die grüne Flur, als ein Auto blitzesschnelle langsam um die Ecke fuhr...

    Ähnlich amüsant finde ich Deine Zeilen, allerdings hast Du auch viele aktuelle und gesellschaftliche Bezüge in Deinen Versen,
    die das Gedicht sehr reizvoll machen. Auch die Dynamik gefällt mir sehr!

    Liebe Grüße,
    Georg
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  3. #3
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    hi georg,
    danke für die blumen. das ganze fällt wohl in die rubrik: surrealismus. jedenfalls würde ich diesen begriff für diese art der präsentation und erstellung in anspruch nehmen wollen.
    lg
    fietje

  4. #4
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    Hallo Butenlänner,

    Oximora und Paradoxa - Widerspruch, wohin das Auge blickt.

    Die friedlich im Schnee blühenden Blumen (Schneeglöckchen, Winterlinge etc.) gibt es wirklich, frech und niedlich zugleich können wohl fast alle Kleinkinder schauen - und dass Bomben für den Frieden fallen müssen, scheint einigen Staatsoberhäuptern in Fleisch und Blut übergegangen zu sein - den jetzigen traue ich diesbezüglich auch nicht recht über den Weg.
    Ich hätte da noch ein paar winzige Anregungen.

    Wie wäre es in S1, V2 mit "kalt erhitzt sich mein Gesicht"?

    Vielleicht schreibst du bei "als der Krieg am schönsten war" das "schönsten" noch klein.
    By the way, wie wäre es, wenn du die Tempi anpassen würdest (Bomben fielen für den Frieden, als der Krieg am schönsten war)?

    Die Beine, die wir in die Hand nahm' wirken etwas ungelenk - vielleicht gibt es da noch eine andere Lösung?
    Man könnte eventuell noch den Auslassungsapostroph beim "manche" vor dem Mut entfernen oder gar eines der beiden "manche", entweder das in S5 oder das in S6 durch ein anderes Wort ersetzen.

    Ein verspielter Text. Insbesondere S2 gefällt mir inhaltlich gut.

    Liebe Grüße

    Sabine
    Geändert von Isaban (09.06.2018 um 21:34 Uhr)
    Wir lesen uns!

  5. #5
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    Zitat Zitat von Isaban Beitrag anzeigen
    Hallo Butenlänner,

    Oximora und Paradoxa - Widerspruch, wohin das Auge blickt.

    Die friedlich im Schnee blühenden Blumen (Schneeglöckchen, Winterlinge etc.) gibt es wirklich, frech und niedlich zugleich können wohl fast alle Kleinkinder schauen - und dass Bomben für den Frieden fallen müssen, scheint einigen Staatsoberhäuptern in Fleisch und Blut übergegangen zu sein - den jetzigen traue ich diesbezüglich auch nicht recht über den Weg.
    Ich hätte da noch ein paar winzige Anregungen.

    Wie wäre es in S1, V2 mit "kalt erhitzt sich mein Gesicht"?

    Vielleicht schreibst du bei "als der Krieg am schönsten war" das "schönsten" noch klein.
    By the way, wie wäre es, wenn du die Tempi anpassen würdest (Bomben fielen für den Frieden, als der Krieg am schönsten war)?

    Die Beine, die wir in die Hand nahm' wirken etwas ungelenk - vielleicht gibt es da noch eine andere Lösung?
    Man könnte eventuell noch den Auslassungsapostroph beim "manche" vor dem Mut entfernen oder gar eines der beiden "manche", entweder das in S5 oder das in S6 durch ein anderes Wort ersetzen.

    Ein verspielter Text. Insbesondere S2 gefällt mir inhaltlich gut.

    Liebe Grüße

    Sabine


    Blumen blühn im Schnee so friedlich
    Kalt erhitzt sich mein Gesicht
    Schaun mich an so frech und niedlich
    Träum am Tag so manch Gedicht

    Bomben fielen für den Frieden
    Als der Krieg am schönsten war
    Päpste werden wieder fluchen
    Sangen Schweine in der Bar

    Schulden stiegen aufs Geringste
    Beine nahm wir in die Hand ------
    Freude war das Allerschlimmste
    Weht der Wind hindurch die Wand

    Weites dichten kann was bringen
    Keiner liebt die ruhige Zeit
    Düsenjägerdonner singen
    Honululu ist nicht weit

    Arme Bettler sind die reichsten
    Feige zeigen jene Mut
    Schreien leise von dem Höchsten
    Sanft beseelt von ihrer Wut

    Manche Liebe die ist schändlich
    Nichts tun, das ist eine Tat
    Endlich ist und bleibt unendlich
    Billig war der teure Rat

    Warme Kälte die kommt freilich
    Sah es durch die trübe Sicht
    Schlafen tuh ich wach, bin dienstlich
    Heia, welch ein dunkles Licht



    Liebe Sabine,

    ich hoffe du verzeihst mir meine gute Laune hinsichtlich der zweiten Terzette, Vers 1, die sternumflort über mich kam.
    Oxymoronen esse ich eigentlich am liebsten mit Zwiebeln gebraten, dazu Kartoffelsalat, aber hier, oh ho: Zwei Begriffe gehören nicht zusammen, die pointierte Absicht traurigfroh, bringt sie beisammen! Heia, welch ein dunkles Licht… . Obwohl Oximora meine ich, nur eine Begrifflichkeit umschreiben, eben traurigfroh, Bittersüß, 2 Klassiker die mir sofort in den Sinn kommen. Paradoxa können wir vermutlich eher für diese Dichtung heranziehen, die wir in jeder Zeile ausmachen sollten. Deine Verbesserungen übernehme ich fast 1 zu 1, nur für S3V2 belasse ich es vorerst, mir fällt gerade nichts besseres ein. Die Änderungen muß ich zu einem späteren Zeitpunkt ins Bild übertragen, wenn mir die technischen Möglichkeiten gegeben sind. Solange muss die neue Version hier in den Kommentarspalten parken.
    So wie in deinem Gedicht „Silberlinge“ habe ich auch die Satzzeichen weggelassen, bis auf 3 Kommata in den letzten Strophen, die ich noch streichen könnte. Dieser morgentliche Übungsquatsch am Abend war wirklich inspiriert durch >> Dunkel wars der Mond schien helle <<, was Georg schon trefflich bemerkte.
    Sehr angenehm, vielen Dank
    fietje
    Geändert von Butenlänner (12.06.2018 um 14:07 Uhr)

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