1. #1
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    Geist im Leben (Triolett)

    Geister suchen Körperhüllen.
    Ziehen ein in manches Leben.
    Geister suchen Körperhüllen,
    welche sie mit Kräften füllen,
    die dann Möglichkeiten geben
    und den Wesen Sinn und Streben.
    Geister suchen Körperhüllen
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Upps,
    was muss ich da lesen? Geister suchen Körperhüllen? Was sollte ich sonst in meinem Kopf haben? Hoffentlich auch etwas heiligen Geist?
    Nein Hans, so viele Allgemeinplätze voller scheinbarer Wahrheiten, da wird mir ganz schwindelig. Wenn ich in diese Zeilen tief springen würde, wo würden wir da landen? Am Anfang des Markus-Evangeliums? Oder wer hat wem wo hingezogen? Dein Lust-Triolett ist mir eines, neben Ferdis Ja-aber Triolett, der schönsten hier, aber dieses hier ist m.E. nicht einmal als Fragment zu betrachten. Was nehme ich dennoch mit? Willst du Geist in meine Körperhüllen huschen? Es ist dir nicht gelungen! Ist es ein Triolett?
    lg
    fietje

  3. #3
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    Geist im Leben (Triolett)

    Lieber Buenlänner,

    es geht hier um eine mystische Aussage. Dies bedeutet auch, dass dies nur um Vermutungen von eventuell Möglichem und Wahrscheinlichem sind. Sicher lehnst Du in Deiner Realität nicht Beweisbares ab. Dennoch gibt es vieles in den Realitäten anderer das mit Aussagen dargestellt werden kann.
    Mit meinem Gedicht spreche ich davon, das körperloser Geist sich Körper sucht und ihnen Kraft und Sinn gibt, zu dessen Erfüllung er mit dem Körper strebt. Eine mystische Aussage muss nicht akzeptiert werden, was dann aber nichts mit ihrer Qualität zu tun hat.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  4. #4
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    Hi Hans,
    wieso ist es eine mystische Aussage? Wir sind da, Korper, Geist und Seele sind da! Ich bin, du bist, wir sind! Hi Hans! -Eine mystische Aussage-, finden wir das auch bei Hildegard? Mystik begreife ich als ein kulturelles Erbe, z.B die Schau Hildegards, wie man dabei auf die Kastration von Knaben kommt, erschließt sich mir nicht wirklich. Gibt es inhaltliche Schnittmengen bei der von Hildegard und in deinem Triolett was die Mystik betrifft?

    Zur Metrik: Dein identischer Reim lullt mich nicht befriedigend ein, es fühlt sich an wie - schlecht zugedeckt -. Ob sich strikt wiederholende weibliche Kadenzen, oder männlich stumpe Endungen, ein Triolett wird schnell eintönig und langweilig.

    Ich teste mal:

    Es hat die Nacht begonnen
    die Sternlein prächtig prangen
    die Dichter schrieben, sangen
    Es hat die Nacht begonnen
    Erwacht! ihr müden Sonnen
    dem Traum bin ich verfallen
    und lasst die Korken knallen
    die Nacht ist voller Wonnen

    So richtig will es nicht funken. Ferdi erwähnte ja betreits Detlef von Liliencrons Triolett, dort findet sich ein abwechslungsreicheres Silbenspiel. Kein Li, keine dritte Person, auch nur Allgemeinplätze, aber von intensiverer Art. Ich meine das können wir auch, wir sollten am Ball bleiben. Ich meine ja, dir könnte das Triolett liegen, weil es eine Kunst ist, einen naiven Ausdruck eine Tiefe zu verleihen, die den Leser einfach trifft, ohne Umwege. Da wäre ich in der Ansprache eher bei -ich, er oder sie. Naiv verstehe ich in diesem Kontext nicht als negativ, aber da sind wir uns denke ich einig. Ich bin deswegen gerade bei Schiller unterwegs: - Über naive und sentimentalische Dichtung -.

    Die Sterne funkeln kalt und kühl herab,
    Sie leuchten auf ein seliges Vergessen,
    Bis Tag und Tau die jungen Scheitel nässen.
    Die Sterne funkeln kalt und kühl herab
    Auf einen Kranz von Astern und Zypressen:
    Du Herzensmann, ich kann dich nicht vergessen.
    Die Sterne funken kalt und kühl herab.

    Also, wir triollieren hoffentlich weiter und ich hoffe auf eine Steigerung deinerseits in Bezug auf:

    Ich seh die Lust in Deinen Augen.
    Gefühle schleichen sich zu mir.
    Ich seh die Lust in Deinen Augen,
    die mich in Deine Arme saugen,
    bis das ich ganz vereint mit Dir
    und mich in Deiner Lust verlier.
    Ich seh die Lust in Deinen Augen.
    Gefühle schleichen sich zu mir.

    https://www.gedichte.com/showthread....ust-(Triolett)

    lg
    fietje

  5. #5
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    Hi Butenlänner,

    ja, ich habe es jetzt bemerkt. ich habe das Triolett mit dem Rodel verwechselt.

    Beispiel Rodel von Renate Golpon

    Falterfreuden
    1a Ich seh den Falter sich entfalten.
    2b Die Blume spürt den Falter kaum.
    3a Ich seh den Falter sich entfalten.
    4a Er will wohl seines Amtes walten;
    5b denn Nektar ist des Falters Traum –
    6b so wie für uns Champagnerschaum.
    7a Ich seh den Falter sich entfalten …

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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