1. #1
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    just für einen moment

    nur für einen moment überkommt sie uns bang
    die gewissheit drohenden ungemachs
    nur einen moment - einen wimpernschlag lang
    die gewissheit ewiger nacht

    mitten am tag läuft der abspann
    olivengrün verblasst, das
    himmelblau verschwimmt im
    grau der staubwolke die sich türmt

    mitten im spiel droht der abbruch
    die dunkelheit bricht ein, kein
    flutlicht - kein strom, schon
    immer war klar, dass es so kommt

    just fūr einen moment

    nur für einen moment überkommt sie uns bang
    die gewissheit drohenden ungemachs
    nur ein kurze moment, einen wimpernschlag lang
    die gewissheit ewiger nacht

    mitten im film läuft der abspann
    und jeder war der täter,
    Abrechnung folgt später
    sind wir klüger als wir sind

    mitten im spiel droht der abbruch
    die dunkelheit bricht ein, kein
    schwein sieht mehr als das
    was er sieht oder denkt

    just fūr einen moment

    nur für einen moment überkommt sie uns bang
    die gewissheit drohenden ungemachs
    nur einen moment - einen wimpernschlag lang
    die gewissheit ewiger nacht

    und dann ist alles
    vergangen, vergessen,
    vorbei
    vergangen, vergessen,
    vorbei
    vergangen vergessen
    vergessen
    veegessen
    Geändert von Artname (03.06.2018 um 15:45 Uhr)
    Genau so, oder eben ganz anders!

  2. #2
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    Hallo Artname,

    der Text macht es mir nicht leicht. Inhaltlich habe ich da wenig Probleme, aber das stimmhafte Lesen lässt mich oft stocken und nach der richtigen Betonung suchen. Mir ist klar, dass es sich um einen Songtext handelt, aber ich finde trotz der Wiederholungen in keine Melodie - was natürlich durchaus an mir und meinen Erwartungen, meinen subjektiven "musikalischen Vorstellungen" liegen könnte.
    Wie würdest du betonen, welche Melodie schwebt dir da vor?

    Liebe Grüße

    Sabine
    Wir lesen uns!

  3. #3
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    das, liebe isaban, ist nun eben ein schlagzeugsolo. nimm zwei Schlägel in die hand und trommle den Text im Zimmer herum auf alles, was sich anbietet!
    noch lyrischer, gestern wieder mal gehört: Jimi Hendrix' Stars & Stripes auf der Gitarre. So müsste man Verse machen können.
    kp


    veegessen - Tippfehler?

  4. #4
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    Oops... lieber Kaspar, ja, so ist rhythmisches Komponieren bildhaft und gut erklärt. Im Ernst!

    Liebe isabahn, deine Frage bringt mich vorübergehend in Verlegenheit. Ich poste hier Songideen vor allem, um inhaltliche Kritiken abzuschöpfen: Ob die Darstellung poetisch empfunden wird, nur vordergründig oder gar völlig einfallslos.

    Was die Form betrifft, gerate ich als Musiktexter hier unangenehm zwischen die Fronten. Dichter brauchen Gedichtformen, mit deren mehr oder weniger festgelegten Metrik. Ich habe keine großen Probleme, rhythmisch zu schreiben. Eher weniger als manch anderer hier.

    Aber das Problem ist, das ein Singersongwriter IMMER Text und Musik GLEICHZEITIG wahrnimmt. Gerade gestern habe ich einen Sambarefrain geschrieben. Mit fast dümmlich naivem Zeilen, die aber mit der Sambamusik sehr lustig und ironisch rüberkommen. Ich frage mich gerade, was meine Dichterkollegen wohl geschrieben hätten, stünde hier als mein Text:

    Manchmal, aber nur manchmal
    Haben Frauen ein bißchen Haue gern

    Aber zurück zu Kaspars sehr treffenden Hinweis.

    1. Tatsächlich schreibe ich oft zunächst solche Rohfassungen und teste in Foren, ob die Idee Anklang findet. Sollte mein Gefühl für den Rohentwurf nach Tagen oder Wochen noch gut sein, beginnt die Vertonung. und nun wird es spannend.

    2. Ich klopfe tatsächlich Zeile für Zeile die Rhythmen durch. aber nicht nur Hebungen und Senkungen, sondern ich spiele auf 4 Ebenen mit Händen und Füßen Schlagzeug dabei. Ich imitiere Grooves. Dabei fallen mir allmählich und automatisch melodische Motive, Harmonien, Bassführung , Chöre und nicht zu vergessen Sounds ein. Irgendwann verblasst der Text und ich schreibe ein reines Instrumentalwerk. Oder lasse es mir schreiben.

    3. Wenn die Musik fertig ist, feile ich mir den Text zurecht. Manches passt noch, wird gekürzt oder erweitert. Mache Verse passen nicht mehr und müssen völlig neu geschrieben werden. Diese Schlußarbeit ist extrem filigran, da nun auch noch der Wortklang eine große Rolle bekommt.

    Gut, also was interessiert mich als Feedback? Eigentlich alles. Von bösartigen Vergleichen mit Dieter Bohlen bis zum ehrlichen Lob verschiedener Bilder. Nur eben die rhythmische Vagheit, die ist bei vielen Texten gewollt, um später beim Komponieren viel rhythmischen Input zu haben.

    Verständlich geschrieben?

    Ich habe hier auch schon mal einen Gedichtewettbewerb mit Hexametern gewonnen. ich schreibe gelegentlich Sonettversuche, Limericks oder lass mich von Kaspars wandernden Zäsuren begeistern. Ich hoffe, man merkt, wann ich Verse schreibe ... und wann Zeilen.
    Geändert von Artname (10.06.2018 um 13:08 Uhr)
    Genau so, oder eben ganz anders!

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