1. #1
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    Ende gut, alles gut

    Er fasste sie an beiden Hüften
    und schnupperte an ihren Düften.
    Sie lachte, lachte gar frivol
    (das machte wohl der Alkohol).

    Dann lieh sie ihm das eine Ohr,
    er flüsterte was nah davor,
    und schon glitt ihre Hand in seine Hose
    (naja, sie hatte doch die Diagnose
    der Küss-den-netten-Briefträger-Psychose...)

    Nun wollt sie sich so richtig gehen lassen
    und die Gelegenheit beim Schopfe fassen!
    Was tut's, dass sie dabei an ihn geraten?
    Er schien ihr gut gebaut und wohlgeraten,
    dazu sein Renommée für Liebestaten!

    Doch last not least: Am meisten zählte
    dafür, dass sie den einen wählte:
    Ein gutes Ende von Gedichten
    hielt er für Dichters Dichter-Pflichten!
    Geändert von kaspar praetorius (11.06.2018 um 21:29 Uhr) Grund: Albaa

  2. #2
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    dazu sein Ruf für grosse Liebestaten!

    ist das richtig "Ruf für"?

    klingt irgendwie komisch, eher "von" oder auch "zu großen Liebestaten" (gefiele mir persönlich) aber sicher bin ich nicht.
    sonst vielleicht

    "wie berufen zu den großen Liebestaten"

    Lieben Gruß
    albaa
    Geändert von albaa (11.06.2018 um 20:33 Uhr)

  3. #3
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    Man kann sich nie sicher sein wann du Humor vortäuschst oder wirklich das sagen willst was da steht. Und da mit dem Kommentar kein Glücksspiel zu betreiben ist sehr einfach weil man eben weiss dass dieses komplette Gedicht hier nur ein alles Durchwirbler ist. Sonst könnte man ja dem Zufall ja da was anbefehlen wo er es sowieso umsonst getan hätte.
    Der Roman: "Verballistik"
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  4. #4
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    hallo albaa, hallo Terrorist
    es fällt schwer, sich selbst ernst zunehmen, wenn andere solches in Perfektion tun. da kannst du stets nur zweiter werden.
    da bleibt dir nichts anderes übrig, als alles dem zufall anzubefehlen, damit es komme, wie es eh gekommen wäre. Leider endet dann der Text eben doch, wie er auf jeden Fall geendet hätte. und da sagt man sich dann: der zweite rang ist doch auch ganz schön.
    gute nacht (ich hoffe, dass die Änderungen oben, obschon sie nichts bringe, doch in deinem sinne sind)
    kp
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  5. #5
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    Lieber Kaspar,

    gerade tausche ich mich mit albaa darüber aus, dass „Männer vieles, also eigentlich fast alles im Leben als Leistungssport ansehen“, da zeigst Du, worauf es einer Frau, selbst einer mit „Küss-den-netten-Briefträger-Psychose“, wirklich ankommt. Nur scheinbar darauf, in seiner Hose einen gut gebauten und wohlgeratenen Schopf zu fassen, ihwo, am meisten zählt der Dichter, und zwar der seiner Pflicht bewusste, der Pflicht zum Happy End.

    Das allein ist ja schon mal eins. Und sichert Dir den ersten „Rang“

    Michael

  6. #6
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    Hallo Michael Domas
    Mein Anlass war ebenfalls eine Fernbeziehung, in welcher der Austausch meinerseits durch ein "solches Ende", auf welches man "freudig verzichten" will, schwerst gestört worden war. Nicht, dass du jetzt meinst, ich würde meine Hände auf die Hüften von Dichterinnen legen und ihnen was flüstern. Ich fürchte, Dichterinnen sind nicht viel anders als Dichter. Hoffentlich kommt heute wieder die nette Briefträgerin durch unsere Strasse.
    Kaspar Praetorius

  7. #7
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    Lieber Kaspar,

    dann hast Du den traurigen Anlass aber einigermaßen zu sublimieren gewusst: „Fernbeziehung“? Wo Dein Gedicht doch so anpackend, „gar frivol“ anfängt ? Und „ein "solches Ende", auf welches man "freudig verzichten" will, schwerst gestört“ ? Wo doch ausdrücklich von einem „guten Ende“ die Rede ist? „Dichterinnen sind nicht viel anders als Dichter.“ ? Wird dadurch das Man-Frau-Spiel entlastet oder komplizierter?

    Den/die Briefträger/in jedoch beißen die Hunde

    Michael

  8. #8
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    ô Michael Domas
    trauriger Anlass? wo denn? wie denn?
    macht dein gerader Austausch mit albaa denn keinen spass?
    worauf es jener durch mein Ende beleidigten Frau wirklich ankam, weiss ich leider nicht. du?
    KP
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  9. #9
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    Wir reden aber über Dein Gedicht da oben, oder?

    Michael

  10. #10
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    Zitat Zitat von Michael Domas Beitrag anzeigen
    Lieber Kaspar,

    gerade tausche ich mich mit albaa darüber aus, dass „Männer vieles, also eigentlich fast alles im Leben als Leistungssport ansehen“,
    Lieber Michael Domas
    Gerade tauschte ich mich mit "Isaban" (oder sie sich mit mir) darüber aus, auf welches Ende man mit Freuden verzichte, da sahst du einen Zusammenhang mit eurem Austausch darüber, was Männer generell so an sich haben. Aus der Ferne hielt ich beides für einen Streit um den gleichen kaiserlichen Bart. Um so mehr, als sich eine virtuelle Traurigkeit breit zu machen und meine Fernbeziehung zu erreichen drohte, deren Ende zum wiederholten Mal bevorstand. Und nun stehe ich ratlos da und sehe zu, wie mein Gedicht da oben Dimensionen erreicht, die weit über Fernbeziehungen hinausgehen. Wie so oft behältst am Schluss du Recht: Ich sollte meine Wegwerfgedichte verlinken oder vernichten, bevor sie jemand liest. Du kennst mich eben.
    Kaspar Praetorius
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