1. #1
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    LEIDENSCHAFT - AKT(ION)

    Als wir voreinander stehen,
    zitternd, so wie Espenlaub,
    der Umarmung bald entgehen,
    uns dann finden, nackt, im Staub,

    ist unser Rhythmus eine Freude
    und, beherrscht vom Wunsch nach Lust,
    Crescendo gegen Alltagsfrust,
    Genusserlebnis ohne Reue.

    Wir lieben uns mit allen Sinnen,
    verschmelzen in der Zweisamkeit
    und sind dabei doch wie von Sinnen,
    getragen von der Ewigkeit,

    um beiderseitig zu erleben,
    dass Leidenschaft wie Feuer brennt,,
    Begierde keine Grenzen kennt,
    um zwei Menschen zu erregen. .

    Nach dem Stakkato unsrer Liebe
    ist uns sanfte Ruh gegeben
    und dem nunmehr schwachen Triebe
    kommt dies sicher ganz gelegen.



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    Geändert von Alfred Plischka (20.06.2018 um 03:14 Uhr)

  2. #2
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    Lieber Alfred,

    meine Lieblingsstrophe ist eindeutig die letzte, zeigt sie doch nach all der Leidenschaft auch ein wenig Selbstironie und dass nach Liebesrausch und Stakkato nun auch langsam Hirn und Humor wieder erwachen.

    Ich schreib mal - wie immer - in Klammern zum Text, was mir beim Lesen durch den Kopf ging.

    Liebe Grüße

    Sabine

    Als wir voreinander stehen,
    Zitternde wie Espenlaub, (Angst, Aufregung? Vielleicht "zitternd, so wie Espenlaub"?)
    der Umklammerung entgehen, (Welcher Umklammerung?)
    uns dann finden, bloß, im Staub, ("bloß"? Nicht eher "nackt"? Dieses "bloß" impliziert hier eine Einschränkung (nur), die ich als eher unfreiwillig erachte.)

    ist unser Rhythmus Harmonie (Entweder Harmonie oder Crescendo, beides passt nur schlecht in ein Bild)
    und, beherrscht vom Wunsch nach Lust, (Wunsch nach Lust? Vielleicht "und, beherrscht von dieser/einer/jener/unsrer wilden Lust"?)
    auch Taktstock einer Sinfonie, (bissl viel: Harmonie, Sinfonie, Crescendo – müsste man ein wenig stringenter bebildern)
    Crescendo gegen Alltagsfrust.

    Wir lieben uns mit Haut und Haar, (Ohne wäre es gruselig - solche Bilder würde ich eventuell lieber nicht wecken.)
    verschmelzen in uns wie im Trance. (ungünstig bebildert, in Trance wirkt so ähnlich wie halb komatös, wie ferngesteuert, also Brunftzombies. Vielleicht gibt es da noch eine bessere Möglichkeit?)
    In dem Moment wird uns nicht klar, (Na hoffentlich, wer dabei zu viel denkt, verpasst die Chance auf ein befriedigendes Erlebnis auf jeden Fall.)
    wir erobern gerad die Chance (Wie wäre es mit „wir erhalten grad die Chance/uns eröffnet sich die Chance“?)

    uns gegenseitig zu erleben, (so beiderseitig zu erleben)
    wie Leidenschaft als Feuer brennt,
    wie Konventionen sich entheben, (Passt das zum Thema? Wie entheben sich Konventionen denn?)
    gegen die man sich oft stemmt. (Man stemmt sich also gegen Konventionen, wenn es ein bisschen menschelt? Das halte ich für etwas verstaubt, selbst wenn es sich nicht um ein Ehepaar handelt, das da in Aktion getreten ist. Zudem wirkt so ein gedanklicher Konventionenabschweifer nicht unbedingt leidenschaftlich.

    Nach dem Stakkato unsrer Liebe (Hübsch bildlich, dieses Stakkato.)
    ist uns sanfte Ruh gegeben
    und dem nunmehr schwachen Triebe
    kommt dies sicher ganz gelegen.
    Wir lesen uns!

  3. #3
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    Liebe Sabine,
    wieder einmal vielen lieben Dank für die unendliche Mühe, die du dir mit meinem Text gemacht hast. Deine konstruktive Kritik hat mich dazu bewogen, das Gedicht teilweise umzuschreiben und auf mir lieb gewordene Bilder und Formulierungen zu verzichten, denen man leider oft in sprachlich-narzisstischer Weise erlegen ist. In Strophe 3habe ich ganz bewusst das Wortspiel mit dem Substantiv "Sinnen" und deren jeweils unterschiedliche Bedeutung mit eingebracht.
    Ichhoffe, dass dir der Text diesmal etwas besser gefällt.

    LG Alfred
    Geändert von Alfred Plischka (19.06.2018 um 19:47 Uhr)

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