Die Angst des Vorsitzenden,

Ansprüchen nicht zu genügen,
schutzlos Häme, Arroganz und Lügen
ausgeliefert sein,
konnte er sich nie verzeihn.

Also setzte sein Ego oben einen drauf,
wurde Meister im Vertuschen,Tarnen,
simulierte Stärke, scheinbar Perfektion,
mobbte andere im Gutsherrenton,
ließ sich von niemandem verwarnen
und kassierte jahrelang fürstlichen Lohn.

Eigne Schwächen, Niederlagen,
Eruptionen des Gemüts
konnt er nie ertragen.
Sich selbst einmal zu kritisieren,
hieß vor aller Welt sich zu blamieren.

Manchmal fragte er sich noch:
"Was ist das in mir, das mich doch
lügen, mich prostituieren,
betrügen, mich misstrauisch macht?
Was wäre, wenn ich alles verlieren
würde in einer einzigen Liebesnacht?

Antworten zu ergründen,
versuchte er nicht, behielt lieber
Lebensstandard, Maske und Gesicht,
bis man ihn wegen Betrugs
und Fälschung zog vor Gericht.