Thema: Der Apotheker

  1. #1
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    Der Apotheker

    In einer Apotheke sagt ein Mann:
    „Herr Apotheker zwei Verhüterli“,
    doch darauf schaut ihn dieser fragend an:
    „ja wozu brauchen sie denn die“.

    Für meine neue Freundin brauch ich sie
    und für die Mutter, die noch gut aussieht.
    Ich bin fast sicher, damit rechnen die,
    dass nach dem Essen auch noch was geschieht.

    Beim Essen, mit den Händen vorm Gesicht,
    so sitzt er still und ist gar arg verschämt.
    Die Freundin sagt: „so was gehört sich nicht“,
    weil er die Eltern damit nur vergrämt.

    Er faselt leis, was soll ich denn nur machen,
    ich steh doch da, wies Hähne auf dem Mist,
    wenns nicht so peinlich wär, ich würde lachen,
    dass grad dein Pa der Apotheker ist.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Ist ja wie im Gedicht wo der Witz deswegen kommt weil er seine Rolle als Konklusion spielen möchte so als wäre es immer noch Eindringen ins Hoheitsgebiet wenn das was man möchte über verschiedene Stationen erst versucht das Ziel zu erreichen was vielleicht ohne Knoten im Knopf nicht da gelandet wäre wo die Vermutung aufzufliegen verschlafen hat.
    Der Roman: "Verballistik"
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  3. #3
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    Lieber Hans,

    hier hat ganz klar der Apotheker - Vati hin oder her - seine Schweigepflicht verletzt und ist derjenige, der sich schämen muss. Und sich auf was gefasst machen kann, falls das LI (= Weichei) sich dazu entschließt, ihn zu verklagen. Von daher: Zwar formal hab ich am Gedicht nix zu meckern und es hat auch seine spaßige Seite, nur mit der inhaltlichen Logik - wie o .a. - hab ich bissi Probleme.

    LG Richmodis

  4. #4
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    Lieber Terrorist, liebe Richmodis,

    der Witz dabei ist, dass der Eingeladene schon zuvor seine Vorhaben unbeabsichtigt offenbart hat und deshalb überraschend in eine blamable Situation geraten ist.

    LG Hans
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  5. #5
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    Hallo Hans Plonka,

    du hast hier ein Gedicht im fünfhebigen Jambus und Kreuzreim verfasst. Das Versmaß und die Reimform hast du sauber durchgehalten.
    Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der sich unbeabsichtigt dem Vater seiner Freundin offenbart, Kondome sowohl für die neue Freundin als auch eventuell für deren Mutter, also der Ehefrau des Apothekers zu erstehen, bei deren Familie er eingeladen ist.
    Dies tat er jedoch nicht freiwillig. Er sah sich zur Auskunft verpflichtet.
    Denn gleich zu Beginn des Kaufes sieht der Apotheker den jungen Mann fragend an und schließlich nimmt er sich auch ein Herz, kommt seiner Informationspflicht (dieses Mal im umgekehrten Sinne) nach und fragt den jungen Mann, wozu er diese zwei Kondome denn brauche. Vielleicht hätte sich der junge Mann einfach auf die Auskunft „Geschlechtsverkehr“ beschränken sollen. Aber nein, er ist ehrlich und berichtet sein Vorhaben wahrheitsgetreu.
    Es ist allerdings gut nachzuvollziehen, dass sich der junge Mann nun sehr schämt. Da hat die Freundin mit ihrer Klage durchaus Recht. Da wird nun die Ehrlichkeit bestraft.
    Vielleicht hätte er dem Apotheker doch nicht so ausführlich berichten sollen.
    Die Frage ist – und es ist ja wohl davon auszugehen, dass sie nun nicht mehr benutzt werden – ob der Apotheker die Kondome, wenn sie noch original verpackt sind, zurücknehmen muss.
    Da hätte er sich durch seine Indiskretion um ein schönes Geschäft gebracht.

    Gerne gelesen

    VG, Eddigeh
    "Ich pass' immer auf zu dir"

  6. #6
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    Lieber Eddigeh,

    die Blamage war gegenüber dem Apotheker. Ob er sich seiner Frau und seiner Tochter offenbart hat weiß ich nicht. Die Kondome kann der junge Mann sicher noch für einen anderen Fall gebrauchen und wird sie nicht zurückgeben. Danke für Dein Hineinfühlen.

    LG Hans
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