Ein schöner sonniger Tag, fahre mit dem Rad
zu Janine. Teile ihr in einem Brief mit, das ich kein Handy habe, ist mir aus der Tasche gefallen und kaputt.

Gräserkoepfchen nicken bieder
wenn der Wind sie leicht berührt
Pappelblaettchen rauschen Lieder
und die Luft weht ungestört

Es ist so schön, über die Felder und Wiesen
zu blicken, es ist alles in Bewegung

In der Hitze bietet Schatten ungestörten
Sommerlauf
Gräser wehn wie Teppichmatten
Zeitengang hört niemals auf

Mache Pause, setz mich auf eine Bank unter einem Baum und schau mir die Natur an

In der Sonne Schatten, Kühle
zieht die Luft ganz atemlos
Bänke sind so sich`re Stühle
unter Füssen weiche's Moos

Es geht bergauf, meine Güte, war heute schon mal fitter, überlege ob fitter mit T oder zwei
T geschrieben wird

Mohnblume ruht im Gerstenfelde
fühlt sich sicher und erblüht
Lerche ist vorm Himmel, Helde
Natur, sie ist so unbemueht

Endlich oben. Der Radweg ist umsäumt von
Büschen und Bäumen. Dämmerig und kühl

In der Sonne heißer Strahlen
gibt der Schatten schöne Luft
keine Rechnung, nirgends Zahlen
- überall nur Sommerduft

Zurück geht's schneller