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  1. #1
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    Fachkräftemangel als Ernte

    Fachkräfte fehlen in diesem Land,
    wir stehen an der Rückenwand.
    Wären wir doch gut geblieben
    und hätten sie nicht abgetrieben!

    Fünf Millionen sind`s, in vierzig Jahren,
    die Opfer ihrer Mütter waren.
    Was hat nur der Verstand getrieben,
    als alle brav und still wir blieben?

    Auch in den Kirchen!
    Geändert von Zärtlichkeit (21.07.2018 um 07:37 Uhr)

  2. #2
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    Hallo TollerHecht,

    ich habe im Freundes -und Familienkreis einige Unternehmer....vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Großindustriellen...und höre schon deshalb oft von diesem Problem. Neulich ist einer dieser Unternehmer (Handwerksbetrieb) unerwartet verstorben. Der war noch nicht unter der Erde...da gab es schon ein Wettbieten um seine Mitarbeiter. Die bekommen quasi Blankoverträge vorgelegt...wo sie ihr Gehalt selbst eintragen können. Das ist das Ergebnis eines politischen und gesellschaftlichen Versagens. Junge Menschen...die vor 10 Jahren noch eine Lehre als Heizungsbauer, Schreiner, ...usw angetreten hätten....gehen heute auf die Universität - obwohl sie in 75% der Fälle gar nicht dafür geeignet sind. Die Gesellschaft hat diese Entwicklung losgetreten...die dann von der Politik noch befeuert wurde. So gesehen hast Du mit "abgetrieben" recht - es ist ein künstlicher Eingriff. Hier sollte man dringend und schnellstens wieder zurückrudern und nur noch diejenigen an die Uni lassen...die dazu auch befähigt sind.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    Hallo andere Dimensionen,

    du interpretierst das sehr interessant. Ich meine hier aber durchaus die Abtreibung im Sinne des Wortes. Denn wer abgetrieben wurde, kann später keine Fachkraft mehr sein. 5 Millionen Abgetriebene in 40 Jahren allein in Deutschland und deren logischerweise ebenfalls ausgefallenen Kinder und Kindeskinder fehlen jetzt. Ich sehe heute den Fachkräftemangel an allen Stellen. Im Handwerklichen wie im akademischen Bereich. Überall schreien die Suchenden: "Kommt hier her!" und bedenken dabei gar nicht, dass durch Werbung nicht mehr Menschen entstehen, dass diese eben auf die Rufe hin nur von einem Loch zum anderen wandeln. Wenn die Babyboomer in ca. 10 Jahren in Rente gehen, wird es richtig krass. NOCH sind die ja alle auf ihren Arbeitsplätzen. Insofern MUSS die Integration von Zuwanderen JETZT funktionieren. Die sind der Nachwuchs für unsere Gesellschaft. Es gibt keine andere Alternative, jedenfalls fällt mir keine ein. Sollte die Integration nicht funktionieren, dann haben wir in spätestens 10 Jahren unter den ganzen kinderlosen deutschen Greisen zunehmende Versorgungsprobleme, die nicht mehr aufzufangen sind. Wer bedient die dann im Supermarkt? Wer operiert sie, wenn sie mal krank sind? Wer fährt die Lieferwagen, um ihnen ihre Bestellungen zu bringen? Werden wir am Ende die verordnete "Sterbehilfe" als humane Lösung verkaufen? Wird das Töten - dann auch außerhalb des Mutterleibs - so etwas wie das Endergebnis der Emanzipation der Frauen sein? Immerhin muss man bedenken: Die heute zu uns kommenden jungen Menschen aus dem Ausland haben in der Regel sehr viele Cousins und Cousinen und ihre Mütter und Väter und ihre vielen Tanten und Onkels halten meist gar nichts von der Selbstbestimmtheit der Frauen. Deswegen sind die ja so viele. Paradox, nicht? Es mutet so an, als könnten die emanzipierten Frauen hierzulande nur deswegen so zahlreich selbstbestimmt ohne Kinder sein, weil es woanders auf der Welt noch genügend unterdrückte Frauen gibt, deren zahlreicher Nachwuchs dann in Deutschland für die gealterten kinderlosen und weiterhin selbstbestimmten Frauen sorgt. Wäre ich jetzt zynisch, dann müsste ich an dieser Stelle fragen: "Wie viele kinderreiche unterdrückte Frauen im Ausland braucht eine kinderlose emanzipierte Frau hierzulande, um überleben zu können?" Aber das bin ich ja nicht, insofern lasse ich die Frage

    Beste Grüße, Henrik
    Geändert von Zärtlichkeit (02.07.2018 um 07:24 Uhr)

  4. #4
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    kleine Frage:

    Was ist denn mit den Vätern?

    Selten so etwas Undurchdachtes gelesen.Typisches Sündenbock-Geschwafel. Ich würde Dir raten, das Ding samt Kommentar zu löschen, wenn Du Dich nicht von Anfang an disqualifizieren willst.

    Okotadia
    Früher waren die Stühle schöne, blütenfressende Tiere. Doch sie ließen sich zu leicht zähmen...
    Zbigniew Herbert

  5. #5
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    Liebe Okotadia,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Die Väter sind allesamt machtlos, wenn die Mutter sagt: "Ich will es bekommen". In jedem Fall liegt die Entscheidung bei der Mutter. Selbst wenn der Vater Vater werden will, kann die dazu gehörende Mutter abtreiben und ihm so einen Strich durch die Rechnung machen. Der Vater hätte da letztlich kein Mitspracherecht, so wie er auch letztlich kein Mitspracherecht hat, wenn er sich eine Abtreibung wünscht und sie sich für die Geburt entscheidet. Die Emanzipation der Frauen und deren Selbstbestimmungsrecht, das ja mit der Berechtigung zum Abtreiben einher geht, ist hingegen eine Angelegenheit, die von der Mehrheit der Frauen wie auch von der Mehrheit der Männer getragen ist. So gesehen hast du Recht: Die Männer sind politisch mitverantwortlich für die Masse an Abtreibungen. Aber das kann sich ja auch wieder ändern. Ich wäre dafür Mich würde interessieren, an welchen Stellen du hier Undurchdachtes siehst. Man kann doch über alles diskutieren. Warum schon vor der Diskussion löschen? Vielleicht, weil hier ein Tabu angesprochen ist? Das könnte ich aushalten.

    Viele Grüße Henrik
    Geändert von Zärtlichkeit (02.07.2018 um 07:30 Uhr)

  6. #6
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    Deutsche Frauen, empfangt und gebärt deutsche Kinder! (Und sorgt später dafür, dass sie nicht in die Schweiz emigrieren...)

  7. #7
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    Hallo TollerHecht,
    ich habe im freundeskreis nur arbeitende immobilien eigentümer, die alle monatelang warten müssen, bis ihre geplanten neuen elektrischen leitungen verlegt, der kamin repariert, gartenzäune ausgetauscht und wasser/sturm-schäden beseitigt werden.
    das liegt meiner meinung nach unter anderem an einer deutsch elitären denkstruktur, wie sie hier von anderedimension permanent vorgeführt wird. der nicht damit hausieren gegangen ist, einen dachdecker, gerüstbauer, gärtner, lagerist bewirtet zu haben.
    (was eine landläufige ansicht ist)
    sodass frauen in unserem land das gefühl vermittelt bekamen, ihre kinder wären sinnlos, wertlos für diese gesellschaft, aufgrund ihrer eigenen fehlenden förderungsmöglichkeiten.
    die deutschen halten abitur für lebensnotwendig und körperliche tätigkeiten für minderwertig.
    weil eine umkehr dieser nachteiligen innovationsform nicht möglich ist, brauchen wir zuwanderer, aus ländern bei denen diese berufe noch einen postiven stellenwert besitzen
    (ich betrachte dieses thema selbstsüchtig, eigennützig, weil mein sohn sich demnächst ein haus kaufen will und über wenig handwerliche kenntnisse verfügt)

    so, langes blabla meinerseits, mir fehlen in deinem werk vielleicht ein paar zeilen verlängerung. obwohl sich eigentlich jeder denken kann, was hier unsichtbar zwischen deinen zeilen liegt;

    gerne gelesen
    lg vom GE-wicht
    " wir stehen noch am anfang, alles ist möglich, wir träumen nur nicht groß genug." - noel fizpatrick-
    (24 std. nachdem cockerpoo henry den genickbruch operiert, einzementiert überstanden hatte und gassi auf der wiese machte)

  8. #8
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    Hallo Kaspar praetoris, ich weiß nicht, wessen Moto das sein soll, das du da nun geäußert hast. Meins ist es nicht. Ganz im Gegenteil. Mein Motto ist: Deutsche Frauen und deutsche Männer, wenn ihr euch schon im Punkto "Eltern sein" über Jahrzehnte immer mehr ausgeklinkt habt, dann seid gefälligst jetzt keine Rassistinnen und Rassisten und akzeptiert eure neuen Tür-an-Tür-Nachbarn aus Afrika, Afghanistan, Pakistan, Syrien, also all die Menschen, die überwiegend aus den Gegenden der Welt kommen, wo Frauen sich weniger verweigern, Mütter zu sein und wo Männer noch echte Machos sein dürfen (und vielleicht ja nur deswegen als Väter "genommen" werden). Akzeptiert unsere neuen Nachbarn auch da, wo entscheidungen getroffen werden, zum Beispiel in euren Ortsverbänden der politischen Parteien und in euren Sportstätten und in den freiwilligen Feuerwehren. Solange da noch fast alle Petra, Andreas, Uwe und Gerda heißen, sind wir noch lange nicht da, wo wir sein müssen, um zu erreichen, dass der Fachkräftemangel dauerhaft behoben werden kann und dass es also mit unserer Gesellschaft auch in Zuklunft relativ spannungsfrei weiter gehen kann. Noch Fragen?

    Viele Grüße, Henrik



    Hallo GE-wicht,

    danke für das Lob. Der Fachkräftemangel bezieht sich auf alle Bereiche. Handwerkertum wie auch Akademikerberufe. Es fehlt in Deutschland überall an jungen Menschen. Die kommen jetzt gerne aus dem Ausland, um an unserem NOCH-Wohlstand zu partizipieren. Das sollten wir nutzen und diese Menschen EHRLICH überall in der Gesellschaft integrieren, so dass sie bleiben wollen, auch wenn es wirtschaftlich mal schlechter läuft. Ich glaube, eine andere Möglichkeit gibt es für uns nicht, jedenfalls dann nicht, wenn wir Wert darauf legen, dass die heute 50 bis 60-Jährigen im Alter gut versorgt sind. Mir ist es egal, wo auf der Welt Paare Kinder groß ziehen. Ich bin froh, dass es auf der Welt noch genügend Menschen gibt, die das tun. Ob nun in Deutschland oder Togo, spielt dabei keine Rolle. Und alle, die es tun, haben meinen ganz besonderen Respekt! Denn es ist NICHT unerheblich, ob Menschen Verantwortung wahrnehmen oder nicht. Das werden bald fast alle so sehen. DANN wird sehr wohl gefragt werden: "Wie viele Kinder haben Sie?"

    Viele Grüße, Henrik

  9. #9
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    Bei Fachkräften hört es aber nicht auf. selbst ordentliche Fussballer gibt es nicht mehr und K.O. Lumbien z. Bsp. wird bald überall in den Chefsesseln sitzen weil ihre Art qualifizierte Tätigkeiten auszuführen die deutsche Misere braucht um aus der Globalisierung die Goldvorräte anzuzapfen. Es ist ja alles relativ verknüpft denn was irgendwo fehlt gibt es anderswo im Überfluss oder ist dem Untergang geweiht weil sich die Diametralität breiter gemacht hat als die europäische Bequemlichkeit.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  10. #10
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    Lieber Terrorist

    wir können es rum reißen, indem wir schön freundlich gegenüber jungen Menschen (aus aller Welt) sind. Die vielen Kinderlosen, die ja eher nach der Devise "nach mir die Sintflut" leben können, sollten dabei mal die Füße still halten und diejenigen machen lassen, denen "Verantwortung übernehmen" geläufiger ist

    Viele Grüße

    Henrik

  11. #11
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    Verdammt... Wie viele potentielle Fachkräfte sind mir schon (wortwörtlich) durch die Finger gegangen...? Darüber habe ich nie nachgedacht! Danke!

    LG
    k

  12. #12
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    Ich habe gestern gelesen, dass das Fleischerhandwerk verzweifelt Lehrlinge sucht. Kannst du mir mal für diesen konkreten Fall einen Zusammenhang zwischen Abtreibung und Fleischerhandwerk herstellen?
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  13. #13
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    Hallo Artname,

    na klar! Allein in den Jahren 1993 bis 1995 wurden ca. insgesamt 300.000 Abtreibungen vorgenommen. Die Dunkelziffer wird noch einmal so hoch geschätzt, das lasse ich aber mal hier außen vor. Diese 300.000 Abtreibungen führten dazu, dass die entsprechenden Geburten der Menschen ausfielen. Hätte es diese 300.000 Abtreibungen nicht gegeben, dann wären diese 300.000 Menschen zur Welt gekommen und wären vielleicht alle in eine Fleischerlehre eingestiegen. Das Fleischerhandwerk hätte dann heute jedenfalls keine Not. Wenn mir heute jemand sagt: "Mist, wir finden keine Kräfte", dann sage ich immer: "Tcha. Alle abgetrieben!".

    Viele Grüße, Henrik



    Hallo Klaatu,

    das ist eine interessante Betrachtung. Eigentlich liegt es ja nur an der mangelnden Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Wenn dann 99,5% durch die Finger gegangen wäre und nur 0,5% sozusagen "lebensstiftend" verwendet worden wäre, dann hättest du schon das erfüllt, was diejenigen erfüllten, auf deren Kinder du jetzt angewiesen bist, um im Alter anständig versorgt zu sein

    Beste Grüße, Henrik
    Geändert von Zärtlichkeit (02.07.2018 um 15:30 Uhr)

  14. #14
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    Mensch Hendrik, von dir kann man was lernen. Und wie erklärst du dir diesen aktuellen Lehrlingsmangel trotz einer aktuellen durchschnittlichen Jugendarbeitslosigkeit von 6%?
    Geändert von Artname (02.07.2018 um 18:04 Uhr)
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  15. #15
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    Also habe ich da was missverstanden.
    Es geht nämlich nicht darum, dass Deutsche weniger abtreiben sollen, sondern darum, dass sie, indes sie weiter abtreiben, gegenüber semitischen und negroiden Schreinern, Dentalprophylaktikern und Feuerwehrleuten eine neue Willkommenshaltung zeigen.
    Da ich nie abgetrieben habe, nicht mal Deutscher bin und deine Überlegungen ganz unvoreingenommen sehen darf, sage ich entschieden: Ihr schafft das!
    KP
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

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