1. #1
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    Der gläserne Turm

    Wir sehn ihn nicht, weil er aus Glas,
    im Wüstensand, der ihn umgibt.
    Er übersteigt das Größenmaß,
    das bricht und danach klirrend kippt.

    Der Turm er ragt in lichte Höhn.
    Er wird bewohnt, fast unsichtbar.
    Das Leben dort ist nicht zu sehn,
    weil es stets klein und kriechend war.

    Geheimnisvolles geht dort vor.
    Geplant wird Wald im Untergrund,
    als Übergang und Jenseitstor,
    von einem kriecherischen Bund.

    Es wandelt sich oft diese Welt
    und was dort lebt das kriecht,
    in einem Turm, der sie enthält,
    fast ohne eigenes Gewicht.

    Verborgen bleibt uns dieser Turm
    und doch ist er ein Lebensraum,
    für Wesen die so wie ein Wurm,
    gefangen sind in einem Traum.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    @Hans

    Vorschlag:

    Wir sehn ihn nicht, er ist aus Glas,
    nur Wüstensand, der ihn umgibt.

    Das was schon.
    Wenn du so viele fremde Werke kommentierst, müssten eigentlich deine Werke ebenfalls in Antworten schwimmen. Aber (Gedichte COM) hier, herrscht ein anderes Klima.

    OK, ich wünsch dir was, achso, von welchen „Tierchen“ schreibst du eigentlich? Phantasietierchen?

  3. #3
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    Hallo Hans,

    da kann ich dem Gedankenspringer bei beidem nur zustimmen. Du bist der Mendes der Literaturszene. Du bleibst konsequent und hartnäckig am Ball und verbesserst dich. Und wenn auch aus dir nie ein Goethe wird...so spricht dennoch vieles für dich.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  4. #4
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    Mein Computer ist kaputt. Antworten kommen später.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  5. #5
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    Mensch Hans, Computer kaputt. Wolltest Du nicht aufhören bei we-we-we.dorfschla..en.de Filmchen herunterzuladen?!?
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  6. #6
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    Es muß der Turm gewesen sein, lieber Hans, der in V4S1 klirrend umkippt und nicht das Größenmaß.
    Und es ist ein Ding der Unmöglichkeit, am Boden liegend in die lichten Höhen zu ragen, wie Du gleich im nächten Vers zu berichten weißt. Bei aller Freiheit nicht. (Auch wenn er nicht zusammengestürzt ist, wie es manch anderem ergangen ist)

    Schau mal, ob Du mit diesen kleinen Änderungen vorlieb nehmen kannst:


    Wir sahn ihn nicht, weil er aus Glas,
    im Wüstensand, der ihn umgibt.
    Er überstieg das Größenmaß,
    nun birst und bricht und klirrend kippt.

    Er ragt nicht mehr in lichte Höhn,
    doch wird bewohnt, fast unsichtbar.
    Das Leben dort ist nicht zu sehn,
    weil es stets klein und kriechend war.

    Geheimnisvoll geht man dort vor.
    Geplant wird Wald im Untergrund,
    als Übergang und Jenseitstor,
    von einem kriecherischen Bund.

    Es wandelt sich oft diese Welt
    und was dort lebt, das kriecht
    in einem Turm, der sie enthält,
    fast ohne eigenes Gewicht.

    Verborgen bleibt uns dieser Turm
    und doch ist er ein Lebensraum
    für Wesen die so wie ein Wurm
    gefangen sind in einem Traum.

    Die letzte Strophe gefällt mir besonders gut, weil sie den Rückschluß in Raum stellt, ob wir, die Ansässigen der Milchstraße, auch nicht in einem Turm leben, der zu kippen droht und Erde heißt. Werden wir schon jetzt als Würme in Augenschein genommen? Mal sehen, was der Tag bringt.

    Zum Schluß eine alte Volksweißheit für solche, die Computerprobleme haben:

    Der Fehler sitzt stets vor dem Rechner.
    Es steht nicht jedem frei mir zu widersprechen.

  7. #7
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    Hut ab für die mentale Wanderung des Individuums.

    MfG
    Metallist
    ...
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    Herz ist weit weg. V.Butusov *Das Lied "aus dem Fluss"

  8. #8
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    Lieber Horstgrosse,

    ich habe an außerirdisches Leben gedacht, das sehr phantastisch aussehen und sein könnte. Das Klima empfinde ich als gut. Es liegt eher an mir, weil ich weniger poetisch und mehr sachlich schreibe. Seit dem Tod meines Stiefsohnes habe wenig Zeit und nur zwei Kommentare pro Tag geschrieben. Das Einstellen eines Gedichtes geht oft schneller als ein Kommentar.

    LG Hans

    Liebe Andere Dimension,

    sicher gibt es heute ebenso gute Dichter wie Goete. Es kommt auch darauf an nach welchen Kriterium beurteilt wird. Entscheidend ist wie positiv etwas bekannt gemacht wird.

    LG Hans

    Liebe Andere Dimension,

    mein Sohn hat die ganze Tastatur in Einzelteilen ausgebaut und mit Zahnbürste und Staubsauger gereinigt (zwei Stunden Arbeit). Für Kunden macht er dies nicht. Der Arbeitskosten wären zu hoch.
    Jetzt hoffe ich dass er noch lange geht.

    LG Hans

    Liebe Akibarubin,

    die Änderungen sind sehr gut und gefallen mir. Ich werde sie in mein Archiv zusätzlich als Zweitversion übernehmen. Vielen Dank!
    Der Fehler sitzt stets vor dem Rechner.
    Ja es lag sicher an meiner Unkenntnis und falscher Behandlung

    LG Hans

    Lieber Matallist,

    fast alles mentale verwirklicht sich auch irgendwann oder irgendwo.

    LG Hans
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
    W
    für Wesen die so wie ein Wurm,
    gefangen sind in einem Traum.
    Nochmal ich,

    für Science-Fiction achtungsvoll.

  10. #10
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    Lieber horstgrosse2,

    eigentlich ist es keine Science-Fiction, sondern eine Phantasie von einer eventuell möglichen Welt irgendwo im Universum.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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