1. #1
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    Verrückt nach dir

    Was machst du nur mit mir?
    als wär ich auf der Achterbahn,
    unabsichtlich oder gar dein Plan?
    so konfus bin ich nur bei dir.

    Was ist das für ein Spiel?
    weiss nicht woran ich bin,
    sagst ich bedeute dir viel,
    aber wo führt das alles hin?

    Wissen tu ich gewiss,
    dass ich dich stehts vermiss,
    und verrückt nach dir bin,
    sag- hat es denn einen Sinn?

  2. #2
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    Hallo Labl2,

    das gefällt mir. Ich kenne diese Perspektive aus der Betrachtung meines (weiblichen) Gegenübers. Ich glaube, das ist ein spezifisch weiblicher Standpunkt, der da in deinem Gedicht zum Ausdruck kommt. Im Zentrum steht die Angst einer besonders empfindsamen Frau (Künstlertyp), dass möglicherweise alles nicht gesund zu überstehen ist. Ich fühle mich bei dem Gedicht SOOO an meine Erlebnisse erinnert Folgender Ablauf ist zu erwarten: Bald wird es zunehmend giftig, weil die von ihr empfundene Liebe stets durch quälende Verlustängste getrübt wird, gerade immer dann, wenn der "Schatz" mal nicht da ist. Der Druck auf den Geliebten wird dann immer größer, weil ER dafür verantwortlich gemacht wird, dass diese Angst bei ihr besteht, denn er ist ja nicht da, obwohl er könnte. "Du hast wohl gar keine Sehnsucht?", heißt es dann oft. Und wenn er da ist, dann bekommt er mit ihrer Ambivalenz zu tun. Sie möchte auch mal alleine sein und kann es doch nicht zulassen, weil dann ja die Ängste wieder da sind. in dieser Phase kriegt ER gehörig was ab und versteht erstmal die Welt nicht mehr! Er soll da sein und wenn er da ist, dann stört er und bekommt das auch zu hören. Will er dann gehen, hält sie ihn fest. Als Ausweg kommt dann bei ihr der Gedanke, dass es besser wäre, nicht so zu fühlen, sich das abzugewöhnen, auch und besonders IHM zuliebe, denn dass er unter diesem Chaos leidet, entgeht ihr nicht. Da ist sie machtlos und fühlt sich auch so. Und dann kommt immer mehr Streit, Austarrieren, Diskutieren, Rechthaberei auf beiden Seiten, Biegen, Brechen und schließlich Trennung, Versöhnung, wieder Trennung, wieder Versöhnung und dann, weil beide am Ende völlig zermürbt sind, tatsächlich die bleibende Trennung - und dabei den anderen nie vergessen können (Liebe halt). Tragisch! Auch der Geliebte ist hier machtlos, glaube ich. Er kann es nur falsch machen, so oder so. Ich kenne das! Ich habe dein Gedicht sehr gern gelesen.

    Gruß Henrik
    Geändert von Zärtlichkeit (04.07.2018 um 15:02 Uhr)

  3. #3
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    Hallo TollerHecht!

    Danke für deine nette Antwort. Es freut mich, wenn dir mein Gedicht gefällt!

    Lg Labl2

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