1. #1
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    Übermenschung


    Übermenschung

    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    Mit der Übermenschung
    Gefährdet die Menschheit sich selbst.

    Die Menschmilliarden
    Brauchen doch beständig
    Sauerstoff und Trinkwasser.

    Ihre Flugzeuge, Autos und Schiffe,
    Ihre Motoren und Heizungen
    Lechzen nach Sauerstoff und Energie!

    Die Ozeane sind mehr und mehr
    Leer gefischt und vermüllt.

    Die Polkappen schmelzen ab,
    Wie die wenigen Gletscher.

    Mögliche Pandemien bedrohen uns,
    Weil ihre Ausbreitung jetzt optimal.

    Es ist nicht einmal erforscht,
    Ob Solar- und Photovoltaikanlagen
    Die Wolkenbildung für Regen verhindern.

    Weltraumschrott streut des Sonnenlicht
    Und fällt auf uns nach und nach herab.

    Die größte Gefahr für die Menschheit
    Ist ihre eigene Übermenschung.

    *

  2. #2
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    Hallo Dr. Karg,

    ein nettes kleines Gedicht. Meine Gedanken dazu: Die Übermenschung hinter der Grenze und gleichzeitig die Untermenschung im eigenen Raum. Wie viele Cousins und Cousinen haben wir? Wie viele diejenigen hinter unserer Grenze? Um das Vakuum auszugleichen, bedarf es logischerweise offener Grenzen. Druckausgleich, sozusagen. Die hierzulande unter Untermenschung leidenden Menschen (Fachkräftemangel als erstes Anzeichen) sehen das aber mehrheitlich nicht so. So schaffen wir uns hierzulande eine Oase der Untermenschung in einer Welt mit gigantischem Menschenüberschuss (darf man das so sagen?)

    Die Übermenschung geht weltweit mit Machotum und Unterdrückung der Frauen einher. Da, wo es das nicht gibt, wo die von den hiesigen Frauen heiß ersehnten "neuen Männer" kreiert wurden aber dann doch eher kinderlos blieben, vielleicht weil sie eben nicht genug "macho" an sich haben und den Damen so doch nicht so sehr gefallen, bleibt es bei der Untermenschung, die ja nicht Gegenstand deines Gedichts ist, sondern das Gegenteil. Zwar steigt auch hierzulande die Bevölkerungszahl, allerdings nur moderat und wenn die vielen kinderlosen Greise, die Babyboomer erstmal in Rente sind, wird man sich fragen: "Was haben wir eigentlich von der Übermenschung auf der Welt, wenn wir nicht mal wissen, wer die Menschen aus unserem Umfeld versorgt und sich um sie kümmert? Familie haben die ja vielfach nur noch rudimentär, die kommt also kaum bis gar nicht in Frage.

    Wohl denen also, die in Übermenschung leben dürfen. Die Untermenschungs-Oase ist da doch eher armselig. Jedenfalls solange die Untermenschlichten die Übermenschlichten nicht recht zu sich vor lassen wollen. Oder?

    Viele Grüße, Henrik

  3. #3
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    TollerHecht,
    der von mir geschaffene Begriff hat nichts mit Übermenschen- oder Untermenschentum zu tun - zwei Wörter, die ich zutiefst verabscheue!
    In meinem Gedicht geht es auch nicht um soziale und/oder ideologische Befunde, sondern einfach nur um Tatsachen,
    mit denen wir unsere Lebensgrundlagen s e l b s t zerstören.
    LG H. H. Karg

  4. #4
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    Hallo Dr. Karg,

    sehr gerne habe ich Dein Gedicht gelesen! Doch muss ich in einem widersprechen:

    "Die größte Gefahr für die Menschheit
    Ist ihre eigene Übermenschung."

    Das Bevölkerungswachstum ist nur scheinbar exponentiell. Da Menschen nach wie vor der malthusianischen Falle bzw. Katastrophe unterworfen sind, wird die sogenannte Übermenschung aus Status Quo heraus und der sich daraus ergebenden, vollständigen Ausbeutung unserer planetarisch begrenzten Rohstoffe, bei ~12 Milliarden menschlichen Einwohnern ihr jähes Ende finden.
    Unter hohen Verlusten wird die Natur die "Gefahr" ganz von alleine und absolut autark bannen.

    Es grüßt

    der Schluckspecht
    Geändert von Sagittarius A* (04.07.2018 um 09:17 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von Dr. Karg Beitrag anzeigen
    TollerHecht,
    der von mir geschaffene Begriff hat nichts mit Übermenschen- oder Untermenschentum zu tun - zwei Wörter, die ich zutiefst verabscheue!
    In meinem Gedicht geht es auch nicht um soziale und/oder ideologische Befunde, sondern einfach nur um Tatsachen,
    mit denen wir unsere Lebensgrundlagen s e l b s t zerstören.
    LG H. H. Karg
    Lieber Dr. Karg,

    von "Übermenschen" und "Untermenschen" sprach auch ich nicht. Diese Begriffe werden Sie in meiner Antwort gar nicht finden. Bitte hängen Sie mir die auch nicht an. Ich hab an so etwas noch nicht einmal gedacht. Ich sprach von einer "Oase" auf dieser Welt, in der seit dem Jahr 1972 jährlich mehr Menschen sterben als geboren werden, also der Bereich der "Untermenschung", als Gegensatz zu dem von Ihnen aufgebrachten Begriff der "Übermenschung". Schade, dass Sie mich so aufgefasst haben. Ich mache nur deutlich, dass auch die "Untermenschung" zu erheblichen Zukunftsproblemen führen kann, möglicherweise gar im Bezug auf Ihre Pensionszahlungen, ganz sicher aber im Bezug auf Pensionszahlungen allgemein, sofern nicht die hiesige "Untermenschung" durch die globale "Übermenschung" geheilt werden kann Wir MÜSSEN das schaffen...

    Viele Grüße, Henrik

  6. #6
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    Liebe Dichterfreunde,
    es wäre doch jammerschade, wenn wir einfach verdrängen würden, welche Massen an Zerstörung mehr als sieben Milliarden Menschen unserem Heimatplaneten täglich zufügen - durch die irrsinnige Zunahme unserer Spezies!
    Ich bin gegen Euthanasie und gegen brutale Zwangseingriffe. Wenn aber der Eindruck entsteht, wir könnten mit der Verheißung des Abraham, wonach die Erde so viele Menschen wie Sterne tragen könnte, weiterhin so fortfahren, befänden wir uns auf dem Selbstvernichtungsweg!
    LG H. H. Karg
    Geändert von Dr. Karg (05.07.2018 um 09:23 Uhr) Grund: Textergänzung

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