1. #1
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    Heiratshoffnung


    Heiratshoffnung

    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    Wenn der Himmel
    sich nicht mehr schließt,
    Sonne auf die Erde fällt
    und alle nachthellen Sterne
    das sehnende Herzen finden,
    sind zwei Menschen
    der Erfüllung nah.

    Jetzt trägt die Erde,
    blüht mit der Liebe auf
    und zieht hervor die
    Augenlilien, die binden,
    weil sie so herrlich
    von allen Nöten
    befreien.

    Der Du mir nahe bist,
    das Meine findest in Deinem,
    wirst Du zu mir halten,
    selbst wenn mit den
    wandernden Jahren
    meine Lachwinkel
    sich falten?

    *

  2. #2
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    Hallo Dr. Karg,

    schön! Meine Antwort auf die Frage: Sie wird zu ihm halten, sofern sie muss. Sie muss, wenn sie bei einer Neigung, nicht zu ihrem Partner halten zu wollen, in ihrem Umfeld schräg angeschaut wird. Wenn hingegen ihr Umfeld einer Trennung freudig entgegensieht, wenn sie also gerne nicht zu ihrem Partner halten darf, dann ist sie früher oder später weg. Erst faktisch (seelisch) und dann auch physisch. Das ist ganz natürlich, also nicht persönlich nehmen Man sollte sich immer zuerst die Haltung der potentiellen Schwiegereltern anschauen und danach entscheiden, ob sie die tatsächlichen Schwiegereltern sein werden. Es hängt insgesamt von den Werten der Gesellschaft ab, ob innerhalb eine Ehe geblieben wird oder nicht. In einer offenen Gesellschaft ist die Ehe aus meiner Sicht eher ein (gespielter) Witz als dass man sie ernst nehmen sollte. Ein Versprechen, das eh keiner halten muss. Heute starb Hans Günter Winkler, ein mehrfacher Weltmeister im Reiten. Vier mal war er verheiratet und seit 2011 war er Witwer. Der hätte also auch noch die Fünf voll machen können Friede seiner Seele. Der hatte eine Schwiegereltensammlung von insgesamt 8 Personen. Stramme Leistung aber in der offenen Gesellschaft (ohne Zusammenhalt) auch normal. Und es hätte zweistellig werden können... Beste Grüße, Henrik

  3. #3
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    Liebe Sonnenwende, lieber TollerHecht,
    ja, die Problematik heutiger Eheschließungen ist vielfältiger, tiefgründiger und mehr geworden - leider!
    Es geht meist - wie überall - fast nur noch ums Geld!
    Längst müssten sich die Gesetzgeber ins Werk setzen und Gesetze schaffen,
    die ein Ausnutzen oder Ausbeuten nicht mehr zulassen.
    So bleibt vielen oft nur der Ehevertrag.
    LG H. H. Karg

  4. #4
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    Zitat Zitat von Sonnenwende Beitrag anzeigen
    [B]

    Ergänzung: Eine Heirat ist nur dafür da, dass eine Frau den Unterhalt eines Mannes finanziert, zuerst freiwillig und dann gezwungen, selbst dann noch, wenn der Mann genug Geld für sich selber hat, steht ihm das laut Gesetz zu.
    Woher hast du solchen Quatsch? Warum sollten Frauen zu Unterhalt verpflichtet sein und Männer in entsprechender Situation nicht? Das klingt alles, als hättest du einschlägige Erfahrung (ich will es nicht wissen, ob es so ist oder nicht!), aber bedenke vielleicht auch mal, dass es Menschen gibt, die freiwillig und glücklich und aus eigener Überzeugung sowie freiem Willen verheiratet sind bis der Tod sie trennt. Du kannst gern deine Meinung hier kundtun, aber dann mach es bitte als Meinungsäusserung. LG gugol

    @ Dr. Karg: Ja dann macht doch um Gottes Willen einen Ehevertrag, wenn ihr einander sonst nicht vertraut. Wo ist das Problem?

  5. #5
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    Zitat Zitat von Sonnenwende Beitrag anzeigen
    Eine Heirat ist MUTMAßLICH dafür da, dass eine Frau den Unterhalt eines Mannes finanziert, zuerst freiwillig und dann gezwungen, selbst dann noch, wenn der Mann genug Geld für sich selber hat, steht ihm das laut Gesetz zu. Das ist zwar nicht meine Meinung, aber die Erfahrung und die gesetzliche Lage in Österreich. Warum muss (muss heißt gezwungen!) eine verheiratete Frau arbeiten gehen? Ich denke, damit sie den Mann erhalten kann. Jede Frau, die arbeiten gehen muss, muss MUTMAßLICH einen Mann erhalten, sonst müsste sie ja nicht arbeiten gehen. Es gibt Männer, die von sich aus sagen, die Frau darf daheim bleiben, sie leisten sich den Luxus. Diese Frauen werden von ihren Ehemännern erhalten. Also ich würde lieber daheim bleiben als arbeiten gehen. Als Ballettlehrerin gehe ich gern freiwillig arbeiten, zwei Stunden pro Woche, aber doch nicht als Putzkraft, egal ob dann Teilzeit oder Vollzeit. Wer geht denn schon freiwillig als Putzkraft arbeiten? Diese Leute müssen arbeiten gehen, um von dem Geld leben zu können, damit sie nicht zur Last fallen dem Ehemann oder dem Staat. Wenn ich selber für mich sorgen muss, brauche ich nicht zu heiraten, um dann einen Mann auch noch am Hals zu haben, und für ihn sorgen zu müssen. Da hört bei mir die Liebe auf.
    Wenn ich arbeiten gehen muss, kann er seine Hemden selber bügeln. Und so weiter...
    Hallo liebe Brigitte,

    welchen Sinn hat denn eine Frau, wenn sie keine Kinder hat? Dann ist sie doch für den Mann unnötig. Oder? Wieso sollte ein Mann sie dann noch "erhalten"? Sie kann doch putzen gehen

    Gruß Henrik

  6. #6
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    Naja, liebe Dichterfreunde,
    eine Ehe sollte ja auf Liebe basieren - und kein Zweckverband sein!
    Mein Ironiegedicht konterkariert die Bedingungen der Möglichkeit von Liebe.
    Liebe Grüße!
    H. H. Karg

  7. #7
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    Zitat Zitat von Dr. Karg Beitrag anzeigen
    Naja, liebe Dichterfreunde,
    eine Ehe sollte ja auf Liebe basieren - und kein Zweckverband sein!
    Mein Ironiegedicht konterkariert die Bedingungen der Möglichkeit von Liebe.
    Liebe Grüße!
    H. H. Karg
    Hallo H.H.,

    das dieses Gedicht "Ironie" ist und irgendetwas konterkariert ist in meinen Augen nicht zu erkennen. Es ist in "Liebe und Romantik" von dir eingeordnet worden.

    Die erste Strophe beschreibt eine Sonnenscheinkulisse.
    Die zweite Strophe ist etwas wirr.
    Die dritte Strophe stellt die Frage, ob die Heirat wohl auf Ewig hält.

    Wo ist da Ironie?

    Du weißt: Ironie lässt sich im Text schlecht zeigen, weil allein die Betonung und Mimik des Sprechenden fehlt.

    Ich halte den Satz "Mein Ironiegedicht konterkariert die Bedingungen der Möglichkeit von Liebe." für eine völlig falsche Darstellung.
    Entweder verstehst du dein eigenes Gedicht nicht, oder du hast völlig verfehlt es so auszudrücken, wie du es meinst.

    Ich fand es nämlich sogar stellenweise gut!

  8. #8
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    Hallo Dr. Karg,
    Zitat Zitat von MiauKuh
    Ich fand es nämlich sogar stellenweise gut!
    ja, fand ich ach. Fast immer, wenn du auf Reime und Silbenzählerei (beides liegt dir nicht) verzichtest, werden deine Texte irgendwie lyrisch. Gut, stellenweise ist es ein bisschen kitschig und nicht jede Metapher erschließt sich mir, aber in Liebesgedichten kann man ja durchaus auch ein bisschen dicker auftragen. Ironie kann ich allerdings selbst jetzt nicht entdecken, nachdem du darauf hingewiesen hast.

    Hallo Sonnenwende,
    in deinen Äußerungen klingst du ganz schön verbittert und auch ein bisschen wirr, wenn ich das so sagen darf. Für Außenstehende entsteht fast der Eindruck, dass verheiratete Frauen in Österreich, wenn sie arbeiten, mehrheitlich als Putzkraft tätig sind. Gibt es tatsächlich so wenige qualifizierte Jobs für Frauen in Österreich? Und können Ehemänner in Österreich ihre Frauen, wie von dir oben erwähnt, zwingen zu arbeiten? Ich hätte beides nicht für möglich gehalten.

    lg VC
    Das System sagt, ich will das, aber ich will das nicht.
    Peter Arbeitsloser

  9. #9
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    Zitat Zitat von Verbalcarpaccio Beitrag anzeigen
    Hallo Dr. Karg,

    ja, fand ich ach. Fast immer, wenn du auf Reime und Silbenzählerei (beides liegt dir nicht) verzichtest, werden deine Texte irgendwie lyrisch.

    lg VC
    Hier unterschreibe ich auch. Man könnte das eine oder andere Bild verbessern, aber sozusagen, so wie sie jetzt da stehen ist Potential drinnen.

  10. #10
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    Liebe Dichterfreunde,
    Ironie ist fast immer schwer zu erkennen, denn dazu müssten Gestik, Mimik und ein betonender Vortrag kommen.
    Die Ironie ergibt sich bei diesem Gedicht aus der Tatsache, dass über dem vielleicht glücklichsten Tag im Leben eines Menschen immer auch das Damoklesschwert des Altwerdens und des Glücksverwerfens steht. Auch das ist ja Teil der Liebe.
    Das ironische Spannungsverhältnis Hieraus ist in meinem Gedicht aus der Überschrift und der letzten Strophe erspürbar.
    Herzliche Grüße!
    H. H. Karg
    Geändert von Dr. Karg (12.07.2018 um 10:01 Uhr) Grund: Textergänzung

  11. #11
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    Hallo Dr. Karg,

    allein schon die Frage nach der Treue eines Mitmenschen kann in einer offenen Gesellschaft nur Ironie sein. Wer ernsthaft danach fragen würde, der weiß nicht wo er sich befindet. Die Ehe ist ein Lotteriespiel, die Eheschließungen ein Kick, der aus nur einem Moment besteht, nämlich dem Moment wo 2 sich gegenseitig etwas versprechen was eh niemandem in dem Umfeld (Deutschland) etwas wert ist. Viele Grüße, Henrik

  12. #12
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    Lieber Henrik,
    ein wenig Ironie ist in den meisten meiner Gedichte immer spürbar.
    Zu Ehe und Treue in der Offenen Gesellschaft:
    Nichts ist dauerhafter, als die Veränderung und der Wandel....
    Liebe Grüße H. H. Karg

  13. #13
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    Hallo Dr.Karg,

    da ist dir ein fast liebenswerter Text gelungen...den man an einer Stelle modifizieren muss..an einer weiteren Stelle ändern kann.

    Wenn der Himmel
    sich nicht mehr schließt,
    Sonne auf die Erde fällt
    und alle nachthellen Sterne
    das sehnende Herzen finden,
    in
    sind zwei Menschen
    der Erfüllung nah.

    Jetzt trägt die Erde,
    blüht mit der Liebe auf
    und zieht hervor die
    Augenlilien, die binden,
    weil sie so herrlich
    von allen Nöten
    befreien.

    Der Du mir nahe bist,
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    wirst Du zu mir halten,
    selbst wenn mit den
    wandernden Jahren
    meine Lachwinkel
    sich falten?
    selbst wenn sich mit den
    wandernenden Jahren
    mein Lachen
    in Falten
    legt



    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  14. #14
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    TollerHecht,
    ja, das kann man so sehen!
    Viele Grüße H. H. Karg

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