Nur übers Auge

©Hans Hartmut Karg
2018

Nur übers Auge tritt sie ein,
Die Welt in mein Gemüt,
Sieht Regen und sieht Sonnenschein,
Was aufkeimt, was verblüht.

Das Auge fängt akute Welt
Als Bildmomente ein,
Sieht, was sie noch zusammenhält
Und will mein Sehrohr sein.

Nicht alles wird das Auge sehen,
Was hinter ihm, was vorgetäuscht,
Mag auf Vertrautes lieber stehen,
Gekonnt und gar nicht laut geräuscht.

Nur übers Auge wird Dein Lächeln
Mir dann bedeuten: „Folge mir!“
Hier kann das Locken leise fächeln,
Kommt aller Liebreiz doch von Dir.

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